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Echt knifflig: Wird die Münchener Rück ein weiteres Mal die Dividende erhöhen?

Die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) hat in diesem Jahr erneut bewiesen, wie stark die Dividende ist. Nach einem soliden Geschäftsjahr 2019 hat das Management des DAX-Rückversicherers die eigene Ausschüttung von zuvor 9,25 Euro auf das momentane Niveau von 9,80 Euro erhöht. Und das, obwohl die EU-Versicherungsaufsicht einen Verzicht nahegelegt hat.

Ein Zeichen der Stabilität, das viele Einkommensinvestoren gewohnt sind. Der DAX-Rückversicherer zählt mit seinen inzwischen 51 konstanten Jahren schließlich zum Kreis der besonders zuverlässigen Zahler. Die Ausschüttung erhält entsprechend ein weiteres Mal das Prädikat krisenerprobt.

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Aber wie geht es weiter mit der Dividende der Münchener Rück? Wird das Management womöglich im nächsten Jahr erneut die Ausschüttung erhöhen? Eine Frage, die uns im Folgenden beschäftigen soll, die jedoch etwas kniffliger sein dürfte.

Die aktuelle Ausgangslage

Dass Konstanz wichtig ist, das haben wir bei der Münchener Rück in der Historie bereits gesehen. Dabei ist es eben nicht bloß die seit dem Jahre 1969 ungekürzte Dividende. Nein, sondern auch eine milliardenschwere Schwankungsrückstellung für schwierigere Jahre, die für Zuverlässigkeit bei der Ausschüttung sorgt. Die Dividende ist dem Management jedenfalls heilig.

Doch auch das Ausschüttungsverhältnis bietet zumindest auf den ersten Blick weiteres Potenzial: Bei einer Ausschüttung von zuletzt 9,80 Euro und einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 18,96 Euro beläuft sich dieser Wert auf 51,7 %. Ein vergleichsweise moderater Wert für einen derart starken Ausschütter.

Das wiederum könnte ein gewisses Wachstumspotenzial implizieren. Oder aber einen Puffer für die aktuell eher schwierige Zeit. Ob eine Ausschüttung daher möglich sein wird, das dürfte an der operativen Ausgangslage in Zeiten des Coronavirus liegen.

Ein Blick ins erste Quartal

Das erste Quartal ist hierbei jedenfalls ein durchwachsener Zeitraum gewesen, in dem das Coronavirus doch einige Spuren hinterlassen hat. Unterm Strich konnte die Münchener Rück einen Gewinn in Höhe von 221 Mio. Euro erwirtschaften und blieb damit zumindest in den schwarzen Zahlen. Nach einem Vorjahreswert in Höhe von 633 Mio. Euro ist das dennoch ein ordentlicher Rückschritt.

Das operative Ergebnis lag hingegen bei 397 Mio. Euro, nach einem Vorjahreswert von 771 Mio. Euro. Auch diese Kennzahl hat sich somit ca. halbiert. Operativ scheint es daher im Moment nicht zu laufen, wobei ein positives Währungsergebnis in Höhe von 144 Mio. Euro maßgeblich für den operativen Erfolg war. Immerhin: Die Prämieneinnahmen stiegen innerhalb des ersten Quartals um 6,8 % auf 14,28 Mrd. Euro. Hier konnte der DAX-Rückversicherer dann doch noch seine operative Stärke ausspielen.

Kein Zweifel: Das Coronavirus wird in diesem Geschäftsjahr 2020 belasten. Teilweise müssen für ausfallende Events Versicherungsleistungen bezahlt werden. Das wird der Münchener Rück in Teilen das Jahr verhageln, wobei das zweite Quartal womöglich einen Vorgeschmack liefern wird, wie sehr.

Langfristig Zeichen auf Wachstum …?

Dass die Prämieneinnahmen allerdings weiterhin steigen, könnte ein hervorragendes Zeichen sein. Zumal für die Münchener Rück generell einige Möglichkeiten bestehen, wie man das operative Geschäft konsequent ausbauen kann. Das wiederum sollte mittel- bis langfristig auch das Dividendenwachstum beschleunigen.

Bereits vor einiger Zeit hat das Management die Märkte der Umweltrisiken und der Cybersecurity als Wachstumsmärkte infiziert. Durch das Coronavirus könnten außerdem noch höhere Prämieneinnahmen durch einen konsequent erstarkenden Pandemiemarkt hinzukommen. So manches Unternehmen wird sich jetzt schließlich sehr darüber ärgern, keinen Ausfallschutz für diese Zeit abgeschlossen zu haben. Das wiederum kann mittel- bis langfristig zu höheren Prämien und besseren Umsätzen und Ergebnissen führen. Insbesondere, wenn die Zeit des Coronavirus vorbei ist.

Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass das Management der Münchener Rück eigentlich in jedem Jahr eigene Aktien im Wert von ca. einer Milliarde Euro kauft und einzieht. Eine Kapitalrückführungsmaßnahme, die jetzt, in der Coronazeit, zwar ausgesetzt ist. Sollten die Aktienrückkaufprogramme jedoch ab dem nächsten Jahr wieder aufgenommen werden, so führt auch das zu einem steten, moderaten Ergebniswachstum auf Sicht jeder einzelnen Aktie.

Wie gesagt: Es ist knifflig

Ob im nächsten Jahr daher eine höhere Dividende lauern wird, ist momentan eher knifflig. Das erste Quartal deutet jedenfalls auf einen schwächeren operativen Verlauf hin, was mich grundsätzlich skeptisch werden lässt, was eine weitere Erhöhung angeht. Es bleibt zumindest das Ergebnis des zweiten Quartals sowie eigentlich auch des restlichen Geschäftsjahres abzuwarten.

Fest steht jedenfalls auch: Mit Schwankungsrückstellung und der beeindruckenden Historie wird es zumindest eine konstante Ausschüttung geben. Langfristig stehen die Zeichen jedoch auf moderatem Wachstum. Das wiederum sollte zumindest in den nächsten Jahren zu weiteren Erhöhungen führen.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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