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Wirecard-Aktie: Wenn der DAX-Abstieg das geringste Problem ist!

Foto: Wirecard AG

Was war das bloß für ein Tag für die Aktie von DAX-Zahlungsdienstleister Wirecard (WKN: 747206)! Es hätte ein Befreiungsschlag werden können: Ein uneingeschränktes Testat der Wirtschaftsprüfer von E&Y hätte zumindest einige Investoren beschwichtigen können. Und vermutlich etwas Ruhe einkehren lassen.

Stattdessen tritt der DAX-Konzern jedoch in sein bisher größtes Fettnäpfchen: Ein Betrag von 1,9 Mrd. Euro konnte in der Bilanz des Zahlungsdienstleisters nicht nachvollzogen werden. Die Aktie rauschte signifikant in die Tiefe. Was zurückbleibt ist Ratlosigkeit, wie es mit der Aktie von Wirecard weitergehen wird.

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Schon am ersten Tag sind weitere Wendungen diskutiert worden. Unter anderem schien ein DAX-Abstieg wieder eine Option zu sein. Aber mal ehrlich: Der Rauswurf aus unserem heimischen Leitindex dürfte das geringste Problem sein, das der Zahlungsdienstleister jetzt hat.

Darum könnte der Rauswurf drohen!

Den Sommertermin der Indexanpassung hat die Aktie von Wirecard offensichtlich noch verpasst. Denn im letzten Index-Check zum Anfang des Monats Juni hat es lediglich die Lufthansa erwischt, die nach den turbulenten Wochen im Corona-Crash ihren Platz räumen muss. Allerdings ist das nicht der einzige Termin der Überprüfung.

Nein, bereits im September wird das DAX-Gremium erneut tagen und womöglich die Aktie von Wirecard anzählen. Zumindest, wenn sich die Aktie bis dahin nicht erholt. Die derzeitige Marktkapitalisierung in Höhe von rund 4,8 Mrd. Euro scheint nicht ausreichend zu sein, um in der heimischen Börsenliga weiterhin geführt zu werden. Das könnte kurzfristig weiteren Kursdruck nach sich ziehen.

Eine Mitgliedschaft in einem Index hat schließlich auch Auswirkungen auf die ETF-Zusammensetzung. Sobald eine Aktie jedenfalls aus einem Index verstoßen wird, müssen die jeweiligen Anbieter ihre Anteile ebenfalls verkaufen und für diese das potenziell neue Mitglied aufnehmen. Aber ganz im Ernst: Es gibt aktuell größere Probleme als ein paar Prozentpunkte, die die Wirecard-Aktie aufgrund dessen verlieren könnte.

Wie geht es insgesamt weiter mit Wirecard?

Eine Kernfrage, die es jetzt zu klären gilt, ist schließlich: Wie geht es insgesamt weiter mit der Aktie von Wirecard? Der potenzielle Bilanzskandal könnte folgenschwere Auswirkungen haben, die ebenfalls sehr vielschichtig sind.

Einerseits könnte jetzt beispielsweise die Liquidität knapp werden. Sofern 1,9 Mrd. Euro an falsch ausgewiesenen Mitteln bereinigt und weitere 2 Mrd. Euro an Krediten abgezogen werden, steht Wirecard womöglich vor finanziellen Problemen. Das Tagesgeschäft ist und bleibt zwar mit Blick auf die letzten Quartale profitabel. Der Wegfall von 2 Mrd. Euro an Liquidität könnte dennoch eine bittere Baustelle werden.

Andererseits scheint die personelle Perspektive eine Baustelle zu sein, die jetzt angegangen werden muss. Der Vorstand, insbesondere CEO Markus Braun wird mit Sicherheit einige Diskussionen auslösen. Doch auch andere Positionen wie beispielsweise die vom inzwischen freigestellten COO Marsalek dürften jetzt wichtiger werden als die DAX-Mitgliedschaft

Zu guter Letzt wird jedoch auch Vertrauen ein Problem: Ein ausgewachsener Skandal ist jetzt jedenfalls schon da. Das hat dazu geführt, dass Anleger scharenweise geflüchtet sind (was eben auch zur Beendigung der DAX-Mitgliedschaft führen könnte). Es gilt jedoch auch abzuwarten, ob sich die momentane Causa womöglich auf das operative Geschäft auswirkt. Wirecard könnte einen Reputationsschaden erleiden, der das Wachstum negativ beeinflussen wird.

Eine sekundäre Baustelle

Ob die Wirecard-Aktie daher aus dem DAX fliegt oder nicht, ist jetzt keine wesentliche Frage. Primär geht es darum, den operativen Alltag zu retten, was vielleicht schwieriger ist denn je. Es brennt schließlich an vielen Stellen. Wirecard hat dabei deutlich mehr zu verlieren als seine Listung im DAX.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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