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Wer hat 3.000 Euro rumliegen? Diese Aktien könnten selbst zu 52-Wochen-Höchstständen ein Kauf sein

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Wer sich Anfang des Jahres noch nicht ganz sicher war, ob er auch in harten Zeiten im Markt bleiben würde, hat jetzt sicherlich etwas mehr über sich erfahren.

Die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Coronavirus führte dazu, dass der breit angelegte S&P 500 zunächst rapide abrutschte. Es dauerte nur 17 Handelstage, bis der Index mindestens 20 % seines Wertes verlor (was offiziell eine Baisse markiert). Am 23. März war dann der Tiefpunkt erreicht: Da stand ein Verlust von 34 % zu Buche.

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In den darauffolgenden elf Wochen hat sich der S&P 500 um mehr als 40 % erholt. Der techorientierte Nasdaq Composite ist dann auch noch zum ersten Mal überhaupt über die 10.000-Punkte-Marke geklettert. Wer Ende Februar oder März aus Panik verkaufte, dürfte sich jetzt wohl in den Hintern beißen.

Als Anleger sollte man jetzt nicht davon abgehalten werden mitzumischen. Selbst wenn die Aktien zu Höchstständen gehandelt werden. In der Vergangenheit folgte auf einen Bärenmarkt stets eine Erholung.

Wer jetzt beispielsweise 3.000 EUR auf der hohen Kante hat, die für Investitionszwecke verwendet werden könnten, sollte sich die folgenden drei Aktien mal näher anschauen.

Amazon

Neulich hat RBC Capital sein Kursziel bei Amazon (WKN: 906866) um 600 USD auf ein neues Wall-Street-Hoch von 3.300 USD angehoben. Der Analyst Mark Mahaney nannte Amazon einen „strukturellen Gewinner“ der COVID-19-Pandemie. Er erwartet, dass Amazon weltweit um die 200 Millionen Prime-Abonnenten haben wird. Ich stimme Mahaney zu. Trotzdem glaube ich, dass er und die Wall Street Amazon noch immer unterschätzen.

Das E-Commerce-Segment von Amazon zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Klar. Wenn Amazon die Mitgliedsbeiträge von fast 200 Millionen Menschen weltweit einzieht, lassen sich die ohnehin dünnen Gewinnspannen im Einzelhandel ausgleichen. So lassen sich die Preise der Einzelhändler weiterhin unterbieten. Das etabliert Amazon fest als eine starke Kraft im E-Commerce. In den USA hat man einen Anteil von etwa 40 % am gesamten Onlinemarkt.

Aber dann ist da noch das Cloud-Segment, Amazon Web Services (AWS). Da der „Work from home“-Trend in den letzten Monaten in Fahrt gekommen ist, wird sich die Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur-as-a-Service nur noch verstärken. Für Amazon ist dies unglaublich wichtig, da die mit Cloud-Infrastrukturdiensten verbundenen Margen um ein Vielfaches höher sind als die Margen im Einzelhandel oder bei Anzeigen. Amazons Cashflow pro Aktie dürfte sich zwischen 2019 und 2023 fast verdreifachen und über 200 USD betragen. Das ist fast ausschließlich auf das Wachstum von AWS zurückzuführen.

Wenn man bedenkt, dass Amazon in den letzten zehn Jahren regelmäßig zum 23- bis 37-Fachen seines operativen Cashflows bewertet wurde, wäre ein Kursziel von 5.000 bis 5.500 USD bis 2023 angemessen. Hier scheint noch viel Platz nach oben zu sein.

Livongo Health

Ein weiteres scheinbar unaufhaltsames Unternehmen war zuletzt Livongo Health (WKN: A2PNLV), ein Anbieter von Lösungen im Gesundheitssektor. Die Aktien von Livongo haben sich von ihren Tiefstständen im März 2020 mehr als verdreifacht und den IPO-Preis vom letzten Sommer mehr als verdoppelt. Trotz dieses unglaublichen Ansturms steht dieses Unternehmen erst am Anfang. Hier ist es also noch nicht zu spät, um aufzuspringen.

Livongo Health will Patienten mit chronischen Krankheiten zu einem gesünderen Leben verhelfen. Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt auf der Hilfe für die 34,2 Millionen Amerikaner mit Diabetes. Livongo setzt auf Unmengen von Daten der Mitglieder und setzt künstliche Intelligenz ein, um Verhaltensänderungen bei den Mitgliedern anzuregen. Laut einer Präsentation vom Mai 2020 haben bislang mehr als 40 % der Mitglieder von diesen kleinen „Stupsern“ profitiert.

Man muss verstehen, dass dies nicht nur auf dem Papier gut klingt. Der Geschäftsplan von Livongo geht bereits im frühen Stadium auf. Die Zahl der Mitglieder hat sich in drei aufeinanderfolgenden Jahren im Wesentlichen verdoppelt und lag im ersten Quartal 2020 bei 328.000. Darüber hinaus hat das Unternehmen auch zwei aufeinanderfolgende Quartalsgewinne erwirtschaftet.

Livongo hat nicht einmal 1 % des amerikanischen Diabetesmarktanteils erobert. Ganz zu schweigen von den 88 Millionen Amerikanern mit Prädiabetes-Symptomen. Das Unternehmen will seine Dienstleistungen auf Bluthochdruck und Gewichtsmanagement ausweiten – und es ist bereits profitabel! Dieses Unternehmen wird in einem Jahrzehnt und darüber hinaus ein absoluter Gigant sein.

Square

Wer 3.000 Euro rumliegen hat, sollte sich auch noch mal Square (WKN: A143D6) genauer anschauen. Jahrzehntelang war es für neue Unternehmen praktisch unmöglich, in die Branche der Zahlungsdienstleistungen zu kommen. Diese wurde von Unternehmen wie Visa, Mastercard und American Express beherrscht. Und doch hat Square genau das geschafft.

Square hat bei kleinen Unternehmen als Kunden angefangen. Jetzt ist man auch für größere Player zu einer günstigeren Option geworden. Square gewinnt kontinuierlich Anteile dazu. In den kommenden Jahren sollte ein größerer Teil der Gebühren also bei Square landen.

Aber am Ende war die Cash App wohl die beste Idee von Square. Obwohl das Verkäuferökosystem und die Kreditvergabe in Expansionsphasen der US-Wirtschaft weiterhin Gewinne erwirtschaften werden, ist die Cash App ein wahrer Geldbringer. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Mitgliederzahl fast verdreifacht. Und im ersten Quartal, das von COVID-19 betroffen war, fand ein Bruttogewinnwachstum von 115 % statt. Die Möglichkeit, Geld zu senden und zu empfangen und direkt von Cash App aus zu investieren und zu überweisen, hat die App immer beliebter und rentabler gemacht.

Gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass Square im Jahr 2030 eine Marktkapitalisierung von über 300 Milliarden USD haben wird.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Livongo Health Inc, Mastercard, Square und Visa. Sean Williams besitzt Aktien von Amazon, Livongo Health Inc, Mastercard und Square. Dieser Artikel erschien am 12.6.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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