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Cannabis mit Dividende: Muss man nach dem Börsengang von PharmaSGP sofort dabei sein?

Foto: Getty Images.

Das sieht man nicht so häufig: Ein Unternehmen, dass sich mit Cannabis beschäftigt und zukünftig solide Dividenden bezahlen möchte. Genau das verspricht PharmaSGP (WKN: A2P4LJ), ein Anbieter von chemiefreier Medizin, der von Bayern aus Europa erobern will. Hier sind die wichtigsten Fakten zum Börsengang von PharmaSGP.

Der Börsengang von PharmaSGP

Der erste Handelstag wurde für Freitag den 19. Juni angesetzt. 12 Mio. Anteile sind zum Handel zugelassen, was bei einem Emissionskurs von rund 35 Euro eine Marktkapitalisierung im Bereich von 400 Mio. Euro ergibt. Neue Aktien werden nicht ausgegeben. Das heißt, dass keine frischen Barmittel in das Unternehmen fließen und lediglich die bisherigen Eigentümer Kasse machen. Genauer gesagt ist PharmaSGP ein Sprössling des FUTRUE-Inkubators von Dr. Clemens Fischer und Madlena Hohenfelder.

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FUTRUE war 2007 selbst noch ein kleines Start-up und hat seither mehr als 20 Unternehmen hochgezogen. Selbstbewusst nennt es sich heute Healthcare-Konzern und setzt dabei auf alle modischen Trends im Gesundheitswesen, von Functional Food über Dermaceuticals bis hin zu intelligenten Bakterien. Bei PharmaSGP wollen die Eigentümer nun die Mehrheit abgeben, vermutlich um Geld zu haben, um in solche spannenden Themen weiter investieren zu können.

Heißt das jedoch umgekehrt, dass PharmaSGP nicht mehr spannend genug ist?

Was PharmaSGP bietet

PharmaSGP vertreibt chemiefreie Arzneimittel, primär über Logistikpartner in Deutschland, und hat damit im vergangenen Jahr 62,6 Mio. Euro umgesetzt. Hauptumsatzbringer sind die Schmerzmittel RubaXX und Restaxil, die als Tabletten, Tropfen und Gel angeboten werden. Sie versprechen Linderung etwa bei Arthrose oder Muskelschmerzen und setzen dabei auf natürliche Essenzen.

Die Wachstumsstrategie umfasst mehrere Dimensionen. Erstens will das Management die Internationalisierung vorantreiben. Bereits jetzt ist man in mehreren Nachbarländern sowie Spanien und Italien mit einzelnen Produkten aktiv. Dabei hofft man zweitens, dass es gelingt, durch innovative Marketingmethoden Apotheker dazu zu bringen, vermehrt die Produkte zu empfehlen.

Drittens wird PharmaSGP kontinuierlich Ausschau halten nach Übernahmegelegenheiten, um noch schneller voranzukommen. Viertens soll etwa im Monatstakt ein neues Produkt eingeführt werden. Dabei geht es sowohl um neue Indikationen als auch um zusätzliche Varianten der Markenfamilien. So wurden zuletzt beispielsweise mehrere Produkte mit Cannabis-Extrakten eingeführt, für die die gut eingeführte Marke RubaXX genutzt wird.

Gerade dieser frühzeitige Einstieg in die Marihuana-Welt könnte die Börsenstory für viele Anleger besonders interessant machen. Das Nahrungsergänzungsmittel RubaXX Cannabis wird als eines der wachstumsstärksten Produkte im Portfolio hervorgehoben.

Was die Zahlen von PharmaSGP sagen

Das Wachstum der letzten beiden Jahre war nicht gerade berauschend, aber auch nicht so schlecht: von 53,0 Mio. Euro im Jahr 2017 ging es auf 62,6 Mio. Euro 2019. Davon blieb zuletzt ein Betriebsergebnis von 22,4 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis ist fast neutral, weil das Unternehmen nahezu schuldenfrei ist. Dies in Verbindung mit der Profitabilität erklärt auch, warum beim Börsengang keine neuen Aktien ausgegeben werden. Vielmehr erwartet das Management, dass schon für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende bezahlt werden kann.

Bei einem Nachsteuergewinn von möglicherweise rund 20 Mio. Euro und einer geplanten Ausschüttungsquote von rund 40 % (30 bis 50 %) würde sich eine Dividendenrendite im Bereich von 2 % ergeben. Wenn es gelingt, mit den einbehaltenen Gewinnen profitables Wachstum zu generieren, dann sind in den Folgejahren stetig steigende Dividenden zu erwarten.

Risiken und Nebenwirkungen

Naturkosmetik und pflanzliche Wirkstoffe liegen im Trend und sollen besser verträglich sein als chemische Medizin. PharmaSGP scheint sich gut in diesem Umfeld positioniert zu haben und verfügt über geschickte Marketingstrategien.

Da das Unternehmen profitabel arbeitet und schuldenfrei ist, liegen die größten Risiken im operativen Bereich. Das Management könnte zum Beispiel zu forsch in Grauzonen vorstoßen und sich dort Probleme mit Wettbewerbern und Regulierern einhandeln.

Wie weit das derzeit gut laufende Cannabis-Thema trägt, ist daneben schwer einzuschätzen. Ich denke, dass es nicht der Hauptgrund sein sollte, diese Aktie zu kaufen. Da wäre die im FUTRUE-Konzern verbleibende Schwestergesellschaft Vertanical, die sich voll auf das Thema konzentriert, spannender. Im Fokus sollte folglich die mehrdimensionale Wachstumsstrategie stehen, wo PharmaSGP offensiv seine Chancen sucht.

Mein Fazit: Der Börsengang von PharmaSGP ist durchaus interessant, insbesondere für alle Fans von Naturmedizin.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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