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Brauche ich wirklich 1.600 Aktien, um ideal diversifiziert in ETFs zu investieren? (MSCI World lässt grüßen!)

Wenn passive Investoren an größtmögliche Sicherheit beim Investieren denken, so dürfte ihnen meist ein Wörtchen durch den Kopf geistern: Diversifikation. Hiermit ist die Streuung gemeint, die ein ETF aufweist. Ein Aspekt, der alles andere als unwichtig ist und häufig in der Anzahl unterschiedlicher Aktien gemessen wird.

Ein Blickwinkel, der einerseits richtig erscheint, wobei man auch die qualitative Komponente der Diversifikation nicht vergessen sollte. Aber mal eine andere Frage: Brauche ich denn wirklich eine Diversifikation von 1.600 verschiedenen Aktien, um ideal in ETFs zu investieren?

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Eine Frage, der wir im Folgenden einmal etwas näher auf den Grund gehen wollen. Auch im Hinblick auf den MSCI World, der noch immer ein ungebrochen beliebter Index ist und ebendiese Anzahl verschiedener Aktien auf sich vereint.

Die 1.600 Aktien im Überblick

Falls du das jetzt erwartest: Nein, wir gehen jetzt natürlich nicht alle 1.600 Aktien eins zu eins durch und schauen, welcher Mix sich ergibt. Das wäre wohl für dich und mich ein sehr mühseliges Unterfangen. Zumal wir wertvolle Erkenntnisse auch aus einem kleineren Betrachtungswinkel heraus erkennen können.

Wenn wir jedenfalls den MSCI World als einen Stellvertreter-Index für eine größtmögliche Diversifikation herausnehmen, so können wir mit Blick auf einige Top-Positionen bereits viel erkennen: So vereinen beispielsweise die Top 10 dieses Passivfonds einen Anteil von ca. 16 % auf sich, was alles andere als wenig ist. Für die übrigen 1.590 Aktien, die noch immer die mit Abstand absolute Mehrheit bilden, bleibt somit bloß noch ein Anteil von 84 %. Das heißt, jede der Top-10-Aktien kann im Durchschnitt einen Wert von 1,6 % auf sich vereinen. Wohingegen die übrigen Aktien im Schnitt einen Anteil von 0,05 % übrighaben. Wobei auch das natürlich effektiv nicht so ist.

Nein, auch die Top 20, die Top 50 und die Top 100 der Aktien aus dem MSCI World nehmen relativ gesehen noch einmal bedeutend größere Anteile am gesamten Fondsvolumen ein. Für kleinere Namen mit weniger Börsengewicht wird die Luft nach oben entsprechend immer dünner. Und ihr Anteil am Erfolg des gesamten Index bedeutend weniger. Der Erfolg des MSCI World hängt ganzheitlich zwar von der Summe vieler Einzelteile ab. Und, keine Frage, auch kleinere, dynamischere und volatilere Unternehmen können in Summe bei stärkeren Ausschlägen ein Zünglein an der Waage sein.

Wenn es jedoch um den Gesamterfolg geht, so werden die Top-Beteiligungen hier immer ausschlaggebend bleiben. Entsprechend benötigt man eigentlich keine 1.600 Aktien, um ausreichend diversifiziert zu sein. Zumal die Allokation ein wichtiger Aspekt ist, den es hierbei eben zu berücksichtigen gilt.

Große Streuung eine Renditebremse?

Tatsächlich könnte die größer angelegte Streuung des MSCI World mit seinen 1.600 verschiedenen Aktien sogar eine Renditebremse sein. Gemäß der Daten des Finanz-Blogs homemade-finance, das die ETF-Renditen des Zeitraumes zwischen 1990 und 2015 untersuchte, hätte der MSCI World einem weiteren gut diversifizierten Index bei Weitem nicht das Wasser reichen können: dem S&P 500.

Demnach hätte bei dem Index mit 1.600 Aktien die Rendite bei ca. 7,13 % gelegen, während es der S&P 500 auf einen durchschnittlichen Wert von über 9 % gebracht hätte. Grundsätzlich kann man diese Daten natürlich kritisieren. Oder den Zeitraum. Oder auch Daten und Zeitraum und andere Vergleichswerte anstoßen. Generell könnte sich hier jedoch zeigen, dass mehr Diversifikation nicht gleich auch besser ist.

Im Endeffekt sind es Dinge wie die Allokation, die Branchenverteilung und das Renditepotenzial, die innerhalb eines ETF-Ansatzes wichtig sind. Das gilt es für passive Investoren stets zu berücksichtigen.

Kann ich etwas falsch machen?

Der Take-Away-Part für heute ist daher eigentlich recht simpel. Jedoch zweigeteilt: Grundsätzlich benötigt man als ETF-Investor nämlich keine 1.600 verschiedene Aktien, um solide diversifiziert zu sein. Auch andere Indizes mit weniger Diversifikation können ausreichend sind. Wichtig ist, die Allokation und den Querschnittsgedanken zu berücksichtigen. Wobei der MSCI World hier ein solider Kompromiss ist.

Das ist andererseits auch das zweite wichtige Fazit, das wir ziehen wollen: Mit einem ETF, der auf 1.600 Aktien basiert, kann man als passiver Investor nämlich nicht viel falsch machen. Jedoch kann es sich anbieten, auch mal nach links und rechts zu schauen. Insbesondere, was das Renditepotenzial von Alternativen anbelangt.

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