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Wirecard-Aktie verkaufen? Aus diesen 4 Gründen behalte ich sie!

Wer im Moment die Nase voll hat von der Wirecard (WKN: 747206)-Aktie und sie einfach nur noch verkaufen und vergessen will, dem kann man eigentlich wenig vorwerfen. Beinahe wöchentlich gibt es neue negative Schlagzeilen. Neulich etwa die Meldung, dass die BaFin mehrere Wirecard-Vorstände angezeigt hat.

Es besteht hierbei offenbar nicht nur das Risiko, dass das Unternehmen seine vergangenen Zahlen gefälscht hat, sondern dass die ganze negative Presse auch noch das operative Geschäft beeinträchtigt. Ein Risiko, das Investoren der Wirecard-Aktie kennen sollten.

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Nichtsdestotrotz gibt es fünf Gründe, warum ich die Wirecard-Aktie weiter halte und nicht verkaufe. Lies weiter, um zu erfahren, welche!

1. Wirecard scheint sich zu verbessern

Wir als Investoren haben natürlich keinen optimalen Einblick in die internen Prozesse unserer Unternehmen. Wahrscheinlich können uns nur Wirecard-Mitarbeiter sagen, wie ernsthaft die Bemühungen des Unternehmens sind, seine Compliance und Transparenz zu verbessern.

In jedem Fall ist die Schaffung eines eigenen Compliance-Ressorts im Vorstand ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Ebenso erfreulich ist die Tatsache, dass dieses Amt prominent durch eine externe Kraft besetzt wird: mit James H. Freis, der bisher für die Deutsche Börse als Compliance-Manager tätig war.

Ich erwarte von Wirecard, dass das Unternehmen diesen Trend fortsetzt und in seinem Jahresabschluss 2019, der am 18. Juni veröffentlicht werden soll, neue Standards in Sachen Transparenz setzt. Zum Beispiel hinsichtlich des Drittpartnergeschäfts, das in den letzten Monaten und Jahren für einige Fragezeichen gesorgt hat.

Apropos Drittpartnergeschäft: Hier läuft derzeit noch eine erweiterte Prüfung von KPMG, bei der die Wirtschaftsprüfer 200 Millionen Datensätze aus dem Dezember 2019 untersuchen. Wenn KPMG Wirecard hier entlasten könnte, würde das einige Zweifel ausräumen. Dann fehlt nur noch ein uneingeschränktes Testat vom regelmäßigen Wirtschaftsprüfer EY im Jahresabschluss 2019 zum absoluten Glück.

2. Schüttelt Wirecard die Vorwürfe einfach ab?

Zumindest bisher scheint Wirecards Geschäft nicht erheblich von den Vorwürfen betroffen zu sein. Trotz Coronavirus gab es im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von 24 %. Das ist zwar weniger, als wir von Wirecard gewohnt sind, was wir jedoch wahrscheinlich der Pandemie zuschreiben können. Außerdem bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose.

Zuletzt durften Wirecard-Aktionäre sich außerdem wieder über eine prominente Kooperation freuen: In der Kundenkarten-App Stocard ist nun die Zahlung mit einer virtuellen Mastercard möglich – made by Wirecard.

3. Auch CEO Markus Braun bleibt investiert

Ich sehe es sehr gerne, wenn der CEO eines Unternehmens auch an diesem beteiligt ist. Es besteht dann eine gute Chance, dass mein Interesse und das des CEOs identisch sind: der langfristige Unternehmenserfolg.

Wirecards CEO Markus Braun ist mit knapp 7,1 % größter Wirecard-Aktionär und nutzte zuletzt sogar die niedrigen Kurse, um für 2,5 Mio. Euro seinen Anteil auszubauen. Warum sollte er das tun, wenn er wüsste, dass Wirecard betrügerisch handelt oder dem Unternehmen unter dem schlechten Newsflow das operative Geschäft wegbricht?

Noch mehr würde ich mich nur über eine Aufstockung des bereits laufenden Aktienrückkaufprogramms freuen. In letzter Zeit fanden zwar mehr Rückkäufe statt – die Gesamtsumme des bis November laufenden Programms wurde jedoch nicht verändert. Aber was nicht ist, kann ja noch werden …

4. Die Wirecard-Aktie könnte ein Schnäppchen sein

Der Payment-Sektor profitiert von mehreren Megatrends und die digitalen Zahlungsdienstleister wachsen wie verrückt. Kein Wunder, dass auch ihre Aktien sehr teuer sind!

Adyen (WKN: A2JNF4) zum Beispiel hat ein sehr ähnliches Geschäftsmodell zu Wirecard und kommt aktuell auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 142. Wirecards KGV liegt im Vergleich dazu bei 16,7. Das noch nicht verlässlich profitable Square (WKN: A143D6) besitzt ein Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von 7,2, während Wirecard eines von 3,3 aufweist (Stand aller Angaben: Schlusskurse vom 11. Juni, Analystenerwartungen für 2020).

Die Wirecard-Aktie ist nach fundamentalen Maßstäben demnach deutlich günstiger. Wenn das Unternehmen in seinem Jahresabschluss ein uneingeschränktes Testat von EY erhält und KPMG im Drittpartnergeschäft nichts zu bemängeln hat, dürfte dieser Rückstand aufgeholt werden.

Fazit

Die Wirecard-Aktie hat schlecht von sich reden gemacht – abschreiben muss man das Papier aber noch lange nicht. Für Anleger, die sich des Risikos bewusst sind, gibt es hier weiter gute Gründe, um nicht zu verkaufen und stattdessen investiert zu bleiben.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Square und Wirecard. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Square und empfiehlt die folgenden Optionen: Short September 2020 $70 Put auf Square.

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