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Vergiss Warren Buffett! Die Zukunft gehört einer anderen Börsenlegende

Warren Buffett gilt auch im stolzen Alter von beinahe 90 Jahren als Eichmaß der Investitionstheorie. Ob Anfänger oder Profi – jeder scheint immer zu wissen, was der Altmeister gerade macht.

Der ließ sich in der Vergangenheit nicht lumpen und streute regelmäßig ein paar neue oder immerhin frisch garnierte Börsenweisheiten unters Volk. Der jährliche Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) ist ebenso legendär wie die Hauptversammlung, die mehr den Charakter einer großen Buffett-Messe hat.

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Wer Buffetts Investitionsstil für unschlagbar hält, baut sich das Buffett-Portfolio gleich im Detail nach. Das geht, weil Buffett viele seiner Deals alle paar Monate an die Börsenaufsicht melden muss. Auch im Rahmen der Covid-19-Krise wurden wieder einige pikante Details bekannt.

Hier hat sich einmal mehr gezeigt, dass die Entscheidungen der Börsenlegende alles andere als perfekt sind und besser nicht kopiert werden sollten. Neigt sich die Ära Buffett nun endgültig dem Ende entgegen? Vielleicht!

Warren Buffett selbst dürfte damit kein Problem haben. Der Mann hat alles erreicht. Doch für die intellektuellen Kinder des Altmeisters wird es in meinen Augen Zeit, sich endgültig abzunabeln und selbst zur Börsenlegende zu werden.

Verkaufen, wenn andere ängstlich sind?

Ich habe mich schön häufig gefragt, was genau Buffett eigentlich an Fluggesellschaften so attraktiv findet. Unternehmen dieser Sorte hatte der Herr Börsenguru gleich mehrere im Portfolio. Delta Air Lines (WKN: A0MQV8), South West Airlines (WKN: 862837), United Airlines (WKN: A1C6TV), American Airlines (WKN: A1W97M). Airlines, Airlines, Airlines!

Irgendwann muss mir der Altmeister mal im Detail erklären, wo genau bei einer Fluggesellschaft der Burggraben ist? Flugzeug kaufen, Personal einstellen, Schalter öffnen – das klingt für mich nicht nach Elon Musk und Marsrakete!

Gut, man kann vom Produkt „Fliegerei“ im Allgemeinen begeistert sein. Doch auch da frage ich mich, wann Buffett das letzte Mal regulär mit einer seiner Fluggesellschaften unterwegs war? Sicherheitskontrollen, Wasserflaschenwucher, Menschenmassen in Jogginghose. Da vergeht einem schnell die Lust am Fliegen.

Im Rahmen der COVID-19-Krise hatte Buffett ein Einsehen und feuerte seine Airlines allesamt. Nur zu welchem Preis? Die Aktie von American Airlines konnte auf Wochensicht um sensationelle 60 % zulegen. Auch bei anderen Airlines war nach dem scharfen Abverkauf eine deutliche Erholung zu erkennen (Stand: 10.06.2020).

Offenbar scheint Buffett seinen eigenen Weisheiten nicht mehr zu folgen. Kaufen, wenn andere ängstlich sind? Nein, dieses Mal wird verkauft!

Selbst ist der Investor

In Omaha (Nebraska, USA) mag man seine Gründe für den Umgang mit der COVID-19-Krise haben. Immerhin ist Berkshire Hathaway ein kompliziertes Produkt mit Tausenden Mitarbeitern und Beteiligungen im Wert von vielen Milliarden US-Dollar. Buffett spielt eindeutig in einer anderen Liga als der Wald-und-Wiesen-Investor.

Doch die zunehmend verwirrende Strategie im Hause Berkshire Hathaway hat durchaus einen logischen Kern. Man darf nie vergessen, dass die beiden Chefstrategen – Warren Buffett und sein Partner Charlie Munger – in der Mitte des letzten Jahrhunderts sozialisiert wurden.

In jungen Jahren ist man tief in die Konsumtrends seiner Mitmenschen verwoben und kann sich aggressiv potenzielle Favoriten auf die Wunschliste schreiben. Doch geht das auch, wenn man sich einem beinahe dreistelligen Alter nähert? Tja, dann ist der Ofen aus. Es wäre seltsam, wenn es nicht so wäre!

Die allumfassenden Technologierevolutionen der letzten Jahrzehnte kommen erschwerend hinzu. Vor nicht allzu langer Zeit erzählte mir ein Professor einer Technischen Hochschule, dass er mit IT endgültig abgeschlossen hätte. Da käme er im Kopf nicht ran. Das würde er den Jüngeren überlassen.

Wie soll jemand in IT-Unternehmen investieren, der zu Beginn seiner Karriere eine Textilfabrik als außerordentlich gute Investition erachtet hat (ja, bei Berkshire Hathaway wurde einst genäht)?

Neue Ideen braucht die Börse

Warren Buffett kommt aus einer anderen Zeit. Das macht seine Weisheiten nicht schlechter. Aber oft ist es eben so, dass man nur über eine gewisse Zeit maximal produktiv ist und dann ein wenig einrostet.

Ein Glück für Buffett, dass seine Lieblingsaktien (viele davon uralte Klassiker) über viele Jahrzehnte seiner Karriere stabil liefern konnten. Heute ist vieles anders. Die Zinsen haben Rekordtiefs erreicht. IT-Giganten saugen ein Großteil des Kapitals auf und revolutionieren eine Branche nach der anderen. Vieles ist zunehmend digital und für Freunde des Plattenspielers schwer zu verstehen.

Für die einen sind das schwierige Zeiten, in der alle Naturgesetze auf den Kopf gestellt werden. Für die anderen ist das die Chance, um mit maximal kreativen Ansätzen zur neuen Börsenlegende zu werden.

Wer jetzt das richtige Händchen für die kommenden Top-Aktien hat, kann richtig abräumen. Das war schon immer so, und ist auch jetzt nicht anders. Auf gute Aktientipps von Warren Buffett würde ich allerdings nicht warten. Es ist Zeit, sich abzunabeln und seinen höchstpersönlichen Genius zu nutzen, um selbst zur Börsenlegende zu werden. Auf geht’s!

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short June 2020 $205 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool empfiehlt Delta Airlines und Southwest Airlines.

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