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Ballard Power Systems oder Endor-Aktie? Welche Chartrakete jetzt noch mehr Treibstoff hat

Diese Aktien haben viele Anleger reich gemacht: Endor (WKN: 549166) und Ballard Power Systems (WKN: A0RENB) sind in letzter Zeit regelrecht abgehoben und es scheint nach oben keine Grenzen zu geben. Und doch könnte sich ein genauerer Blick auf die beiden Börsenstars lohnen, um herauszufinden, wo das Verhältnis aus Rückschlagspotenzial und weiteren Kursgewinnen am günstigsten ist.

Was für Endor spricht

Durch den weitgehenden Ausfall der internationalen Ligen hatten Sportfreunde in den letzten Monaten nicht viel zu gucken – und das ausgerechnet dann, als die meisten von uns sowieso gezwungen waren, die meiste Zeit zu Hause zu verbringen. Dass Not erfinderisch macht, hat sich dabei mal wieder erwiesen. Viele Profis zeigten sich ihren Fans bei der Teilnahme an E-Sports-Veranstaltungen.

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Das ist sicherlich unterhaltsam, aber letztlich ist klar, dass E-Sports-Cracks und Leistungssportler in den meisten Sportarten wie etwa Basketball oder Fussball nicht auf Augenhöhe miteinander spielen können, weder virtuell noch real. Zu unterschiedlich sind die Fähigkeiten, die es braucht, um zu gewinnen. Beim Schach wiederum dominieren die Profis sowohl online als auch am Holzbrett.

Eine der wenigen Sportarten, die das Potenzial haben, dass Simulatorspieler und Sportprofis in der jeweils anderen Welt ein ähnliches Niveau erreichen können, ist der Rennsport, weshalb dort besonders viel Spannung aufkommt. Und ein Unternehmen, das hart daran arbeitet, diese Welten einander immer näher zu bringen, heißt Endor mit seinen realitätsgetreuen Fanatec-Lenkrädern samt Pedalen und kraftvollen Motoren zur Übertragung der Rückkopplung aus der Simulation.

Und weil viele Fans nicht nur bei den virtuellen Rennen zuschauen, sondern auch selbst gerne mal am Lenkrad sitzen wollen, ist der Umsatz in den letzten Monaten explodiert. Viele Haushalte sitzen auf einer vollen Urlaubskasse und eine luxuriöse Gaming-Ausstattung könnte genau das Richtige zur Entschädigung für den ganzen Corona-Ärger sein. Und da das Spielen am Bildschirm am meisten Spaß mit Freunden macht, dürften nun vermehrt Netzwerkeffekte eine Rolle spielen.

Was für Ballard spricht

In einem Artikel des Fachmediums WardsAuto von 1998 wird Ballard Power als „one of the world’s hottest high-tech companies“ (eines der heißesten Hochtechnologieunternehmen der Welt) bezeichnet. Gegenüber der Konkurrenz habe es einen technischen Vorsprung von mindestens drei Jahren. Schon im Jahr 2004 könnte es so weit sein, dass die Brennstoffzelle in Großserie gefertigt werde, spekulierte der Autor. Er verwies aber auch auf Skeptiker, die damals noch große Hürden sahen. Diese sollten zunächst recht bekommen.

Zwischenzeitlich ist ein Teil von Ballard im Daimler (WKN: 710000)-Konzern aufgegangen, der nun in ein Joint Venture mit AB Volvo (WKN: 871229) eingebracht werden soll. Trotz der immer wieder auftretenden Geldsorgen hat Ballard jedoch stets einen Weg gefunden, um weiterzumachen und sich als Spezialist gegen die Konzerne zu behaupten. Heute liegen beeindruckende 40 Jahre intensive Forschung hinter dem kanadischen Unternehmen, ohne jemals größere Umsätze generiert zu haben.

Die Technologie, die von vielen bereits abgeschrieben wurde, erlebt nun allerdings eine beispiellose Renaissance. Es ist nicht nur das deutsche Konjunkturprogramm, das Milliarden bereitstellen will, um die Wasserstoffwirtschaft anzuschieben. Mehrere andere Länder wollen auch entsprechende Kompetenzen aufbauen und sich zu Leitmärkten entwickeln. Zudem kristallisiert sich auch immer mehr heraus, dass Brennstoffzellen bei Schiffen, Zügen, Fernbussen, Lkws und Lieferfahrzeugen eine attraktive Alternative darstellen.

Zuletzt wurde bekannt, dass ABB (WKN: 919730) zusammen mit Hydrogène de France große Systeme für Ozeanriesen zur Marktreife führen will und dass in Italien bald Wasserstoffzüge fahren werden. Auch wenn Ballard nicht jedes Mal der Lieferant der Brennstoffzellentechnologie ist, hellen sich die Aussichten des Unternehmens mit jeder weiteren Meldung auf. Als Spezialist ist Ballard auf starke Partner angewiesen, die die notwendigen Investitionen in den Aufbau der Infrastruktur tragen können.

Jede Tankstelle, jede Wasserstoffpipeline und jedes Brennstoffzellenfahrzeug macht die Wasserstoffwirtschaft größer und senkt die operativen Systemkosten. Gleichzeitig sinken über die größeren Stückzahlen entlang der Wertschöpfungskette die Fertigungskosten. Von daher ist für mich glasklar, dass hier eine Spirale in Gang gesetzt wird, von der Ballard massiv profitieren könnte.

Was die Zahlen sagen

Beide Unternehmen stehen also potenziell definitiv vor einer großartigen Zukunft. Wie sie im quantitativen Vergleich dastehen, zeigen die folgenden Zahlen:

Endor Ballard
Aktienkurs in EUR (08.06.) 107,00 11,06
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 154 2699
Umsatz Q1/2020 in Mio. EUR 11,6 24,0
Wachstum im Vorjahresvergleich 90,5% 50,0%
Operatives Ergebnis Q1/2020 in Mio. EUR (2019 profitabel) -9,3
Mitarbeiter 78 500–1.000

Tabelle: recherchiert vom Autor auf Basis von Unternehmensangaben

Leider ist die Berichterstattung der im Freiverkehr notierten Endor nicht sehr transparent. Der Geschäftsbericht 2019 lässt noch auf sich warten und detaillierte Zwischenberichte gibt es nicht. So müssen wir uns mit dem Verfügbaren zufriedengeben.

Interessanterweise sind die beiden beim Umsatz nicht so weit auseinander. Endor wächst im Moment schneller und könnte sich an die Kanadier heranpirschen. Zudem arbeitet der Controller-Hersteller im Gegensatz zum Brennstoffzellenpionier profitabel. Trotzdem ist Ballard an der Börse im Moment fast 18-mal so viel wert. Ich finde, das überrascht. Schließlich sind beide Nischenplayer mit einer starken Technologieposition und aussichtsreichen Wachstumsmärkten.

Natürlich ist Endor im Vergleich zu Logitech (WKN: A0J3YT) noch sehr klein, aber die Produkte haben hohen Wiedererkennungswert und sind bei E-Sports-Fans begehrt. Auf der anderen Seite ist es noch längst keine ausgemachte Sache, dass Ballard seine Marktposition behaupten kann, sobald es richtig losgeht mit der Wasserstoffwirtschaft. Starke Wettbewerber gibt es schließlich genug, von der ebenfalls kanadischen Hydrogenics über das oben genannte Daimler-Joint-Venture und Bosch bis hin zu Fronius in Österreich – und die Asiaten gibt es ja auch noch.

Mein Fazit: Ich habe mich schon vor Jahren von den Perspektiven der abgasfreien H2-Mobilität begeistern lassen. Das wird riesig über die nächsten 20 Jahre, da bin ich ganz sicher. Und doch gewinnt in diesem Duell für mich klar Endor, wo ebenfalls viele Jahre gutes Wachstum möglich sind und die Bewertung trotz der gewaltigen Kursgewinne durchaus noch Luft nach oben lässt.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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