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3 ETF-Strategien, die die Rendite deutlich steigern können

Foto: Getty Images

Warren Buffett rät dem uninformierten Anleger, seine Investments so breit wie möglich zu streuen. Er selbst würde dafür einen Indexfonds (ETF) auf den S&P-500-Index wählen, der den breiten amerikanischen Markt widerspiegelt.

Die Vorteile liegen auf der Hand. So fallen bei ETFs kaum Kosten an und über einen langen Zeitraum schafft es kaum ein managergeführter Fonds, besser als der breite Markt abzuschneiden. Zwar muss der Anleger auch hier Schwankungen wie zuletzt von -40 % oder mehr aushalten können, aber über die breite Streuung ist eine schnelle Erholung immer wieder sehr wahrscheinlich. Genau genommen hat sich der Markt historisch gesehen noch nie nicht wieder erholt oder später nicht wieder neue Hochs markiert.

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Gut, aber gibt es nicht vielleicht Möglichkeiten, noch mehr Rendite mit ETFs zu erzielen und gleichzeitig die Risiken zu senken? Hier sind drei Möglichkeiten.

1. In Korrekturen nachkaufen

Wenn du schon länger meine Artikel liest, wirst du bereits wissen, dass der beste Kaufzeitpunkt immer fallende Kurse sind. Du könntest dir dazu drei Marken setzen, bei denen du nach einem Rückgang vom Hoch nachkaufen oder einsteigen könntest, zum Beispiel bei -25 %, -50 % und -75 %.

Dies ist eine der wenigen Strategien, mit denen du den Index mit sich selbst übertreffen kannst. Die Masse der Anleger verkauft aber meistens genau im Tief und verpasst den nächsten Aufschwung. Diese Variante führt hingegen zu einer drastischen Reduktion der eigenen Rendite.

Auch ein regelmäßiger Kauf, also bei fallenden und steigenden Kursen, führt bestenfalls zu einer Rendite, wie sie der Index vorgibt. Ein Nachkauf in der Korrektur ist zudem psychologisch sinnvoll, da der Anleger so keine Angst mehr vor einem Crash haben muss und genau weiß, was dann zu tun ist. Wenn du beispielsweise im März 2020 beherzt den DAX gekauft hast, kannst du jetzt schon wieder auf eine Rendite von über 52 % (05.06.2020) blicken, und dies mit einem breit gestreuten ETF.

2. Weltweit streuen

Eine zweite Möglichkeit, die Rendite mit ETFs zu steigern, ist eine weltweite Streuung der Aktien-ETFs. Damit ist eine regionale Streuung beziehungsweise eine Abdeckung möglichst aller wichtigen Regionen gemeint.

Der Grund dafür ist einfach: Auch wenn wir subjektiv annehmen, dass sich alle Märkte gleich entwickeln, und denken, dass Aktien doch gleich Aktien sind, stimmt dies objektiv gesehen nicht. So haben sich beispielsweise Schwellenländeranlagen wie der DAXglobal BRIC Performance-Index (WKN: A0C4CJ) über die vergangenen zwei Jahrzehnte deutlich besser als Industrieländeraktien entwickelt.

Der japanische Markt ist hingegen von 1990 bis 2009 nur gefallen, während viele andere Indizes gestiegen sind. Es gibt keine Garantie dafür, dass dies nicht auch einmal mit dem amerikanischen oder europäischen Markt passieren könnte.

3. Regelmäßiges Wiederherstellen der Gleichgewichtung

Im Laufe der Zeit werden sich die gehaltenen ETFs unterschiedlich entwickeln, wodurch es dazu kommen kann, dass eine Position plötzlich doppelt so hoch als ursprünglich gewichtet ist. Wer beispielsweise einmal im Jahr die Gleichgewichtung wiederherstellt, verkauft bei den stärker gestiegenen ETFs und kauft bei den zurückgebliebenen Fonds nach.

Diese Methode senkt die Schwankungen des Gesamtdepots, erhöht aber auch die Rendite, da auch hierbei antizyklisch gehandelt und bei Rücksetzern gekauft wird. Zwar mag es Fonds geben, die über mehrere Jahre fallen, aber in den meisten Fällen steigen gerade jene mit einer schlechten Periode im Folgejahr umso stärker und gleichen somit die Einzelfälle mehr als aus.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien und ETFs. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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