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Steigende Dividende & höhere Kurse: Wo wird die Aktie der Münchener Rück in 10 Jahren stehen?

Foto: (c) Munich Re

Investoren sollten stets versuchen, ein wenig in die Zukunft zu blicken. Zwar gilt es auch die Vergangenheit zu würdigen, beispielsweise in Form der aktuellen Bewertung. Im Endeffekt ist es jedoch die Zukunft, die Renditen einbringen wird.

Gerade in Zeiten des Coronavirus und kurzfristig unsicherer Aussichten kann das wichtiger sein denn je. Mit einem solchen Blickwinkel wird man als Investor schließlich die künftigen Senkrechtstarter identifizieren können. Bei denen womöglich bereits die Rückkehr zur Normalität ausreichend sein könnte für solide Renditen.

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Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick darauf, wo die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) in zehn Jahren stehen wird. Wobei drei Aspekte für die künftige Bewertung nach einem schwierigen Coronajahr entscheidend werden dürften: die Aktienrückkäufe, das Ergebniswachstum und auch die Dividende.

1. Die Aktienrückkäufe

Fangen wir zunächst mit den Aktienrückkäufen an: In Anbetracht eines schwierigen Geschäftsjahres und bedingt durch reichlich Protest der EU-Aufsichtsbehörden hat sich das Management der Münchener Rück dazu durchgerungen, in diesem Jahr die Aktienrückkäufe zu pausieren. Ein schwerer Schritt, denn gerade jetzt wären die Rückkäufe schließlich besonders effizient gewesen.

Wie auch immer: Für gewöhnlich kauft das Management in jedem Jahr für relativ fixe 1 Mrd. Euro eigene Aktien zurück und zieht diese ein. Wenn wir nach einem schwierigen Jahr 2020 also davon ausgehen, dass diese Kapitalmaßnahmen zumindest in acht der nächsten zehn Jahre erfolgen könnten, würde der DAX-Rückversicherer in den nächsten Jahren vermutlich 8 Mrd. Euro für sein Aktienrückkaufprogramm ausgeben.

Basierend auf einer aktuellen Marktkapitalisierung in Höhe von ca. 29,5 Mrd. Euro würde das bedeuten, dass der DAX-Konzern zukünftig ca. 3 % aller ausstehenden Aktien in jedem Jahr einziehen könnte. Oder eben innerhalb von acht Jahren (und theoretisch eine gleichbleibende Bewertung vorausgesetzt) ca. ein Viertel aller Anteilsscheine.

Bereits diese Perspektive verdeutlicht, dass die Aktie der Münchener Rück künftig Renditen liefern könnte, selbst wenn die Ergebnisse auf Vorjahresniveau stagnierten. Allerdings scheint der DAX-Rückversicherer davon ebenfalls weit entfernt zu sein.

2. Das Gewinnwachstum

Ursprünglich ist das Management ambitioniert in das neue Geschäftsjahr 2020 gestartet. Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2019 sollten die Ergebnisse erneut moderat gesteigert werden. Die Marke von 2,8 Mrd. Euro beim Gewinn schien das Ziel. Bedingt durch das Coronavirus, ausfallende Events und schlechtere Anlageergebnisse wird dieses Ziel jetzt jedoch nicht erreicht.

Zumindest kurzfristig nicht. Nach einer Coronazeit dürften die Aussichten für ein solches Ergebnis jedoch nicht schlecht stehen, wobei ein solcher Wert ca. einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 19,66 Euro entsprechen könnte. Rein rechnerisch ohne Aktienrückkäufe zumindest. Die spannende Frage ist dann jedoch: Wie wird es weitergehen?

Auf die nächsten zehn Jahre halte ich jedenfalls ein Gewinnwachstum von mindestens 5 % pro Jahr und gemessen an jeder einzelnen Aktie für wahrscheinlich. Zumal die Aktienrückkäufe bereits für ein anorganisches Ergebniswachstum von ca. 3 % sorgen könnten.

Unter diesen Prämissen könnte der Gewinn je Aktie jedenfalls auf ca. 29 Euro innerhalb eines gesamten Zeitraums von ca. zehn Jahren steigen. Mit Blick auf ein aktuelles Kursniveau von 205,60 Euro (01.06.2020, maßgeblich für alle Kurse) könnte hier die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,3 vergleichsweise preiswert sein. Wobei selbst diese Annahmen, auch in Anbetracht der möglichen wiederkehrenden Aktienrückkäufe vergleichsweise konservativ sein könnte.

3. Die Dividende

Zu guter Letzt und für die Rendite ebenfalls nicht unwichtig ist außerdem die Dividende. Die Münchener Rück zahlt schließlich inzwischen seit über 50 Jahren eine stets konstante Dividende aus. In diesem Jahr hat der DAX-Rückversicherer erneut gezeigt, wie wichtig dem Management die Ausschüttung ist. Das gefällt.

Doch auch hier dürfte es unter den bisherigen Annahmen einige Veränderungen geben: Derzeit zahlt das Management schließlich bewusst oder unbewusst ca. einen Anteil von 50 % des Gewinns an die Investoren aus. Gemessen an einer derzeitigen Dividende in Höhe von 9,80 Euro und einem ebenfalls aus dem Gewinnwachstum resultierenden Dividendenwachstum in Höhe von 5 % könnte dieser Wert in den nächsten zehn Jahren womöglich auf bis zu 15,20 Euro je Aktie anwachsen. Dabei würde der DAX-Rückversicherer bei dem aktuellen Aktienkursniveau auf eine Dividendenrendite von 7,39 % kommen. Ein starker Wert!

Die Dividende scheint jedenfalls weiterhin sicher, wobei im nächsten Jahr aufgrund schwächerer Ergebnisse vielleicht keine weitere Erhöhung lauern könnte. Mittel- bis langfristig und mit einem soliden Ergebniswachstum je Aktie dürfte das jedoch bloß eine Frage der Zeit sein.

Ist das realistisch?

Die jetzt interessanteste Frage ist jedoch, für wie realistisch du meine Annahmen hältst. Ich persönlich glaube, dass mein Szenario sogar vergleichsweise konservativ sein könnte. Zumindest, wie gesagt, nach dem durchwachsenen Geschäftsjahr 2020, nachdem es in den Folgejahren vermutlich wieder deutlich stärker operativ weitergehen wird. Unter diesen Prämissen gefällt mir jedenfalls, was ich sehe. Und dir?

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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