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Fliegt die Lufthansa-Aktie bald aus dem DAX? Das müssen Anleger dazu wissen

Um die Aktie der Deutschen Lufthansa (WKN: 823212) steht es seit Ausbruch der Coronakrise nicht gut. Das Unternehmen hat mit massiven Umsatzausfällen zu kämpfen und muss Kundengelder für abgesagte Flüge erstatten. Bis vor Kurzem stand auch noch offen, ob und wie der Staat der Vorzeige-Airline unter die Arme greifen würde.

Mittlerweile stehen zwar die Bedingungen des möglichen Deals, aber noch ist nichts in trockenen Tüchern. Zuletzt hatte die EU gefordert, dass die Deutsche Lufthansa in München und Frankfurt wichtige Start- und Landerechte für Wettbewerber freigibt. Trotz der Fragwürdigkeit dieser Forderungen scheint die Deutsche Lufthansa neuesten Medienberichten zufolge diesen Bedingungen nun ebenfalls zuzustimmen – vorbehaltlich der endgültigen Zusage einer außerordentlichen Hauptversammlung.

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Die Lufthansa-Aktie geht durch die wohl schlimmste eigene Unternehmenskrise überhaupt. Um den Konzern zu retten, scheint der Vorstand auf vielerlei Kompromisse eingehen zu müssen. Diese Kompromisse schwächen das Unternehmen in meinen Augen deutlich. Nun scheint es auch so, dass die Lufthansa bald nicht mehr als Aktie im DAX vertreten sein könnte. Das sollten Anleger jedenfalls dazu auf dem Schirm haben.

Die Lufthansa-Aktie könnte bald aus dem DAX ausscheiden

Durch die Kursturbulenzen, die die Lufthansa-Aktie gegenwärtig durchmacht, könnte sie nun sogar aus dem DAX fliegen. Ein Auswahlkriterium für die DAX-Mitgliedschaft ist nämlich die Streubesitz-Marktkapitalisierung. Bei einem Free Float von etwa 73 % kommt die Marktkapitalisierung im Streubesitz im Moment auf ungefähr 3.150 Mio. Euro (Stand beider Angaben: 31.05.2020).

Die sogenannte Fast-Exit-Regel besagt, dass ein Unternehmen aus dem DAX genommen wird, wenn es eines der beiden Kriterien (Börsenumsatz Parketthandel und oben genannte Marktkapitalisierung) zeitweise nicht mehr erreicht. Genauer gesagt, wenn die Deutsche Lufthansa bei einem der Werte nicht mehr zu den 45 größten Unternehmen gehört.

Die Folgen für die Deutsche Lufthansa

Sollte es wirklich zu diesem Szenario kommen, könnte das ein weiterer bitterer Effekt für ein deutsches Kultunternehmen und dessen bestehende Aktionäre sein. Besonders ärgerlich wäre es, da die Kranich-Airline bereits seit 32 Jahren Teil der ersten deutschen Börsenliga ist.

Dieser DAX-Rausschmiss würde meines Erachtens zu einem weiteren Image- und vor allem Vertrauensverlust bei Aktionären führen. Außerdem wären indexabbildende Fonds dazu gezwungen, die Lufthansa-Aktie zu verkaufen, was entsprechend für eine negative Kursbewegung sorgen könnte.

Lufthansa: Poor Dog oder Turnaround-Kandidat?

Insgesamt kriegt die Deutsche Lufthansa in diesem Jahr ordentlich ihr Fett weg. Das Coronavirus hat der Fluggesellschaft regelrecht das Geschäftsmodell entzogen, die sinkenden Ölpreise haben zusätzlich für finanzielle Probleme gesorgt (da man sich am Terminmarkt gegen steigende Ölpreise abgesichert hatte) und nun könnte man obendrauf mit einem Rausschmiss aus dem DAX bestraft werden.

Die Staatshilfe scheint zunehmend in greifbare Nähe zu rücken, allerdings kann man sich über die Bedingungen des Deals durchaus streiten. Die Kranich-Airline muss einige Kompromisse eingehen, sowohl seitens der Bundesregierung als auch seitens der Europäischen Union.

Altaktionäre haben meiner Meinung nach bei den besprochenen Bedingungen nichts zu lachen. Die Unsicherheit, wie es mit der Deutschen Lufthansa in Zukunft weitergehen könnte, ist eher als hoch einzuschätzen.

Es könnte durchaus sein, dass sich die Deutsche Lufthansa nach einigen Jahren von diesen sehr starken Turbulenzen erholt und wieder profitabel wirtschaftet und sich sogar weitere Marktanteile holt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind jedoch für mich persönlich zu viele Fragezeichen vorhanden, weshalb auch nicht auszuschließen ist, dass eine Investition zum jetzigen Zeitpunkt, mehr Risiken als Chancen beinhaltet.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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