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Der eine ETF, um dein Vermögen gegen Geldentwertung und Chaos zu schützen – und doch am Aufschwung zu partizipieren

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Es sind unübersichtliche Zeiten zwischen Pandemie, Rezession, Konflikten und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Aber kommt die bessere Zukunft? Oder wird alles nur noch schlimmer? Keiner kann es wissen, weshalb wir uns besser für alle möglichen Szenarien absichern. Wer sich mit viel Mühe ein kleines (oder auch großes) Vermögen angespart hat, der will jetzt nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich gegen Risiken abzusichern. Ich denke, dass man mit einem einzigen ETF drei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

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Warum Absichern so schwierig ist

In normalen Zeiten ist es relativ einfach, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen: Man erhöht seinen Bargeldanteil und kassiert Zinsen. Das hat in der Vergangenheit meistens hervorragend funktioniert. Die jährliche Inflationsrate lag in der der Bundesrepublik nie über 8 %. Typischerweise wird man mit höheren Zinsen für die Geldentwertung entlohnt.

Heute befinden wir uns jedoch in der seltsamen Situation, dass die Risiken für Währungsturbulenzen angesichts der hohen Neuverschuldung in vielen Ländern stetig zunehmen, während weiterhin keine Zinsen bezahlt werden. Bargeld zu halten ist daher mit erheblichen Risiken verbunden. Es genügt ein Blick nach Argentinien, um einen Eindruck davon zu haben, wie einem das Geld sprichwörtlich durch die Finger rinnen kann.

Eine Alternative, um sich abzusichern, besteht im Erwerb von Derivaten wie Put-Optionsscheinen oder Bear-Zertifikaten. Diese steigen massiv im Wert, wenn die Indizes oder Aktienkurse, auf die sie sich beziehen, einbrechen. Deshalb kann man mit relativ kleinem Einsatz erhebliche Kursrisiken aus seinem Depot eliminieren. Was sich in der Theorie simpel anhört, ist in der Praxis allerdings keineswegs einfach umzusetzen.

Ohne eine geschickte Wahl von Einstiegszeitpunkt, Laufzeit, Basispreis und anderen Parametern sind die Erfolgsaussichten gering. Und selbst wenn der Einbruch irgendwann kommt, ist es höchst anspruchsvoll, einen guten Ausstiegszeitpunkt zu treffen. Beim letzten Einbruch im März zogen die Kurse schon nach wenigen Tagen wieder nach oben.

Zu bedenken ist außerdem, dass ein Einbrechen der Märkte nicht die einzige Möglichkeit darstellt, wie die wirtschaftlichen Spannungen sich entladen könnten. Statt der Börsen könnte beispielsweise auch der Dollar platzen. Wer dann einen Put-Optionsschein auf den Dow Jones besitzt, der verliert gleich doppelt. Natürlich könnte man mit einem Mix aus Währungs-, Zins- und Aktieninstrumenten weitere Risiken eliminieren. Aber durch die zusätzliche Komplexität entstehen fast zwangsläufig neue Risiken.

Der ETF, der gegen geopolitische Eskalation, Inflation und den abfahrenden Zug schützt

Es wird immer einen Fall geben, in dem man Einbußen in Kauf nehmen muss, egal, was man macht. Selbst Sachwerte unterliegen einem Preisrisiko. Allerdings denke ich, dass man mit einem diversifizierten Rohstoff-ETF mehrere Vorteile nutzen kann. Zunächst ist festzustellen, dass viele Rohstoffe wie etwa Öl, Baumwolle und Kupfer im Moment günstig notieren. Das Platzen einer Blase droht folglich kaum.

Und während Spotpreise in Sondersituation auch mal völlig einbrechen können, kann dies bei Future-Preisen, die sich auf die Lieferung zu einem bestimmten Tag in der Zukunft beziehen, kaum passieren. Dort stellen typischerweise die Herstellungskosten die Untergrenze dar. Rohstoffe, die sich nicht einmal zu ihren Selbstkosten verkaufen lassen, werden entweder in der Erde gelassen oder eingelagert. Bei anhaltend niedrigen Preisen steigen Produzenten aus, sodass Angebot und Nachfrage wieder in ein Gleichgewicht kommen.

Während die Risiken nach unten also begrenzt wirken, können Kursgewinne auf verschiedene Arten generiert werden. Falls sich die nahezu täglichen Provokationen der USA oder gewisse Aktionen etwa von China, Russland, Nordkorea oder Saudi-Arabien zu einem handfesten Konflikt auswachsen, dann könnte relativ schnell eine Rohstoffkrise entstehen, mit entsprechend hochschießenden Preisen.

Gleiches gilt für den Fall, dass das Vertrauen in die Währungen schwindet. Rohstoffe werden dann die ersten sein, welche nominell im Wert steigen, um die geringere Kaufkraft auszugleichen. Viel besser wäre aber natürlich, wenn nichts davon passieren würde und stattdessen ein riesiger Aufschwung einsetzt, um die verlorenen Monate der Coronakrise aufzuholen. Der Nachfragesog würde für deutlich steigende Rohstoffpreise sorgen.

Das heißt zusammengefasst, dass wir sowohl bei diversen Negativereignissen als auch bei positiven Entwicklungen zu den Gewinnern gehören können. Eine Möglichkeit, die beschriebene Strategie zu fahren, wäre eine Investition in den Deutsche Bank Liquid Commodity Index-Optimum Yield Balanced Index. Damit werden die Bereiche Energie, Edelmetalle, Basismetalle und Agrarrohstoffe auf einmal abgedeckt, und zwar mit statistisch vorteilhaften Terminkontrakten.

Nicht alles auf eine Karte setzen

Ich denke, dass ein ETF auf einen solchen Rohstoff-Index eine gute Ergänzung zu jedem Depot darstellt. Das Risikoprofil unterscheidet sich erheblich von alternativen Anlage- und Absicherungsinstrumenten. Damit trägt es aktiv dazu bei, die Wahrscheinlichkeit einschneidender Vermögensverluste zu senken.

Allerdings würde ich maximal ein Drittel der Anlagesumme in physischen Rohstoffen anlegen. Für den Rest bietet es sich an, entweder mit weiteren ETFs zu diversifizieren oder sich nach günstigen Einstiegsgelegenheiten bei robusten Aktien umzusehen, wo die Renditeaussichten typischerweise deutlich höher sind.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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