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Canopy Growth crasht 17 % nach Zahlen: Gehört jetzt die gesamte Cannabis-Branche in Sippenhaft?

Die Aktie von Canopy Growth (WKN: A140QA) hat ein eher unrühmliches Ende der Woche hingelegt. Alleine am Freitag korrigierten die Anteilsscheine von ziemlich genau 20,00 Euro auf ein Aktienkursniveau von 15,90 Euro (29.05.2020, maßgeblich für alle Kurse) bis zum Handelsende. Das entsprach einem Minus von ca. 17 % im Tagesvergleich.

Was die Gründe für diese Entwicklung gewesen sind, das lässt sich eigentlich ziemlich einfach konkretisieren: durchwachsene Quartalszahlen. Aber wie sollten Investoren mit diesem prominenten Beispiel für die Cannabis-Branche umgehen? Gehören jetzt womöglich alle Aktien dieses Bereiches in Sippenhaft?

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Spannende Fragen, denen wir im Folgenden einmal auf den Grund gehen wollen. Aber dafür werfen wir zunächst lieber einen Blick auf die frisch präsentierten Zahlen.

Die Zahlen von Canopy Growth im Quick-Check!

Canopy Growth hat seine Investoren in vielerlei Hinsicht enttäuscht. Bereits die Umsätze sind zwar im Jahresvergleich um 15 % auf 107,9 Mio. Kanadische Dollar (CAD) gewachsen. Das hat jedoch nicht einmal ansatzweise den durchschnittlichen Analystenkonsens in Höhe von 128,9 Mio. CAD getroffen. Ein möglicher Grund, weshalb die Aktie so stark nachgegeben hat.

Doch auch ergebnisseitig gab es wenig Grund zur Freude: Bedingt durch hohe Abschreibungen musste Canopy Growth einen Verlust in Höhe von 1,32 Mrd. CAD verkünden. Oder je Aktie einen Wert in Höhe von 3,72 CAD, was wirklich erheblich ist. Auch das Ziel von einem positiven Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen innerhalb dieses Jahres scheint mit diesem Zahlenwerk dahin. Tatsächlich hat das Management sogar die eigene Erwartungshaltung für das laufende Jahr zurückgezogen.

Das Coronavirus dürfte dabei ebenfalls die Cannabis-Branche treffen, zumindest weist das Management eindeutig hierauf hin. Die viel spannendere Frage dürfte jetzt allerdings lauten, wie Investoren im Markt des Cannabis generell agieren sollten, nach diesen durchwachsenen Zahlen des Platzhirschs.

Es gibt einige Faktoren, die sich jetzt rächen

Generell zeigt sich, dass die Cannabis-Branche ein Segment sein könnte, das eben nicht vom Coronavirus profitieren kann. Man könnte zwar anführen, dass mehr Menschen denn je nach Zerstreuung in dieser von Einschränkungen geprägten Zeit suchen könnten. Der Konsum von Cannabis könnte dabei ein Weg sein. Der jedoch offensichtlich nicht so stark genutzt wird, wie es Investoren im Cannabis-Markt gerne hätten.

Dabei scheint Cannabis für die Verbraucher eben noch nicht alltäglich geworden zu sein, zumal die Shops in den USA beispielsweise geöffnet geblieben sind. Es habe auch einige Hamsterkäufe gegeben, wie einige Medien berichten. Das hat sich jedoch offensichtlich nicht auf die Umsatzzahlen von Canopy Growth niedergeschlagen, wie die aktuellen Quartalszahlen zeigen. Wobei es spannend zu sehen ist, wie das Zahlenwerk im zweiten Quartal ausfallen wird. Insbesondere hier könnte das Coronavirus schließlich voll einschlagen. Vielleicht auch einige Hamsterkäufe?

In jedem Fall scheint sich jedoch die hohe Bewertung vieler Cannabis-Aktien jetzt zu rächen. Marihuana galt als Hot-Stock-Segment, das jetzt in der Krise womöglich weiter ausgepreist wird. Investoren sollten daher zumindest wählerisch sein, in was sie investieren. Beziehungsweise, welche Geschäftsmodelle sie am attraktivsten finden.

Spannende Entwicklung!

Canopy Growth kann als Platzhirsch im Cannabis-Markt natürlich eine gewisse Signalwirkung haben. Wobei speziell der Verlust, der aus Abschreibungen resultierte, natürlich nicht überbewertet werden sollte. Dennoch gilt, dass sich auch dieser ambitioniert bewertete Markt jetzt in der Coronakrise befindet und sich erst zeigen wird, wie die Verbraucher in unsicheren Zeiten agieren.

Für Investoren ist und bleibt ein wichtiges Fazit, dass man wählerisch sein sollte, was Bewertungen und Geschäftsmodelle innerhalb der Branche angeht. Die Unsicherheit in diesem noch recht jungen Markt könnte hoch bleiben und die Bewertungen sind es teilweise ebenfalls. Ein Mix, der für volatile Zeiten sorgen könnte.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Canopy Growth.

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