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Vergiss Gold! Der nachwachsende Rohstoff Holz ist viel interessanter!

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Gold zieht Menschen magisch an. Infolge der Coronakrise markierte das Edelmetall Ende April in Euro gerechnet ein neues Rekordhoch. Dabei ist Gold laut Warren Buffett „einfach unnütz und wenn Marsmenschen das sähen, würden sie sich am Kopf kratzen“. Tatsächlich nimmt die Goldnachfrage aus der Industrie seit 2010 stetig ab und machte 2019 nur noch 7,5 % der gesamten Verwendung aus.

Neben der Schmuckindustrie sind stattdessen Zentralbanken und Investoren mit 44,1 % große Abnehmer. Dieser Anteil kann sich jederzeit umkehren, die Spekulation darauf, später jemand Dümmeren zu finden, der bereit ist, einen höheren Preis zu zahlen, wird dann nicht aufgehen.

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Als spannende Alternative beschäftige ich mich heute mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Ein Wald ist wie Gold eine Sachanlage, die vor Inflation schützt. Ich möchte mit Weyerhaeuser (WKN: 854357) auf den größten Waldbesitzer in Nordamerika und Svenksa Cellulosa (SCA) (WKN: 856193) mit dem bedeutendsten Waldbestand in Europa genauer eingehen.

Was spricht für ein Investment in den Rohstoff Holz?

Im Gegensatz zu den Rohstoffen Öl oder Gold hat Holz einen riesigen Vorteil: Bei nachhaltiger Bewirtschaftung wachsen die Bäume nach. Und Holz benötigt zwar mehrere Jahre, baut sich aber zu 100 % biologisch ab. Angesichts von jährlich 13 Millionen Tonnen zusätzlichem Kunststoffmüll in den Weltmeeren eine positive Eigenschaft.

Daher kann ich mir viele neue Anwendungsgebiete in der Industrie oder auch zur Energiegewinnung für den Rohstoff vorstellen. Die Prognosen mit niedrigen einstelligen Zuwächsen bei der Nachfrage nach Holz schätze ich daher als realistisch ein. Gleichzeitig nimmt der weltweite Forstbestand langsam, aber stetig ab. Vor allem in Südamerika und Afrika gehen jedes Jahr Millionen von Hektar verloren.

Weil die natürlichen Ressourcen irgendwann aufgebraucht sind, muss der Trend gestoppt werden. Die Produzenten werden verstärkt Kapital für Plantagen in die Hand nehmen. Die heutigen Preise sind dann im Export nicht zu halten. Daneben werden auch die Trends zu einer wachsenden Urbanisierung und der steigende weltweite Fleischkonsum zu immer kleineren Flächen führen, die für die Forstwirtschaft zur Verfügung stehen.

Beste Voraussetzungen, wie können die Firmen davon profitieren?

Beide Unternehmen erzielen große Teile ihres Gewinns mit der Bewirtschaftung ihrer Wälder. Daneben verdienen sie mit der Weiterverarbeitung der gefällten Bäume Geld. Die beiden stellen in eigenen Sägewerken Baumaterialien her. SCA ist allerdings weiter und tiefer in der Wertschöpfungskette diversifiziert. So fertigt man noch Zellstoffe und Papiere für weitere Anwendungsgebiete.

In den letzten beiden Jahren war SCA dadurch in der Lage, die operative Marge auf ein Niveau um 20 % zu steigern. Bei Weyerhaeuser lag die Marge 2018 auf ähnlichem Niveau, ist 2019 aber auf ca. 10 % eingebrochen. Das Unternehmen ist hier zu einem wesentlichen Teil von der Bauindustrie in den Vereinigten Staaten abhängig. Weyerhaeuser sollte in den nächsten Jahren davon profitieren, dass ähnlich wie in Deutschland in den letzten Jahren zu wenig gebaut wurde und das mittlere Alter der Häuser bei 40 Jahren liegt.

Bei SCA liegt der Fokus bis 2023 auf der Expansion der Kraftliner Papiere. Dabei handelt es sich um spezielles Papier für die Transportverpackung. Damit möchte der Konzern vom wachsenden E-Commerce-Geschäft profitieren und investiert dafür 7,5 Mrd. Schwedische Kronen.

Und sind die Aktien auch spannend bewertet?

Beide Firmen haben mit ihren Wäldern riesige Vermögen in der Bilanz stehen. Bei beiden besteht das Vermögen zu über 70 % aus dem Forstbestand. Da ich an die Werthaltigkeit glaube, ist ein Kauf immer dann sinnvoll, wenn wir eine Sicherheitsmarge auf das Eigenkapital erhalten. Mit anderen Worten kaufen wir dann einen Baum, der dem Unternehmen selbst gehört, mit einem Rabatt.

Weyerhaeuser verfügte am 31.03.2020 über 8,1 Mrd. US-Dollar Eigenkapital. Zu diesem Zeitpunkt waren 746 Mio. Aktien ausständig. Der Buchwert je Aktie beträgt damit 10,83 US-Dollar. Die Aktie notiert allerdings am 29.05.2020 bei 21,44 US-Dollar. Von Sicherheitsmarge kann hier auf den ersten Blick keine Rede sein.

Bei SCA betrug das Eigenkapital zum Ende des ersten Quartals 68,3 Mrd. Schwedische Kronen. Insgesamt waren 702,3 Mio. Aktien ausständig. Der Buchwert liegt je Anteilschein damit bei 97,18 Schwedischen Kronen. Für eine Aktie muss man aktuell 115,70 Schwedische Kronen bezahlen. Auch hier gibt es damit momentan kein Schnäppchen.

Jetzt kaufen?

Beide Aktien sind mir aktuell zu teuer. Allerdings war vor allem SCA während der ersten Panik an den Märkten im Zuge der Coronapandemie auf ein interessantes Niveau abgerutscht. Ich halte das Unternehmen aufgrund seiner breiteren Aufstellung für das spannendere Unternehmen.

Mit dem Fokus auf nachhaltige Verpackungslösungen liegt man in meinen Augen goldrichtig. Sollte es noch mal zu einer ähnlichen Verkaufswelle kommen, werde ich mich intensiv mit dem Unternehmen auseinandersetzen. Bei Weyerhaeuser ist mir der Fokus auf das schwankende Baugeschäft in Amerika hingegen zu stark. Außerdem ist mir die Bewertung aktuell viel zu hoch.

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Florian Hainzl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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