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TUI-Aktie: Lösungen sind in Sicht, der Reibach wird zurückkommen

Foto: Getty Images

Was wird aus TUI (WKN: TUAG00)? Das fragen sich derzeit viele Anleger. Jede kleinste Meldung zum Sommerurlaub treibt den Aktienkurs zweistellig nach oben oder unten. Bei Kursen von unter 5 Euro ist der führende Tourismuskonzern weniger wert als der Gewinn der letzten vier Geschäftsjahre. Das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu normalen Jahresumsätzen liegt unter 0,2. Hier lockt eine gewaltige Chance, die Trader und Langfristanleger gleichermaßen anlockt.

Aber alles kommt jetzt natürlich darauf an, dass die Normalität zurückkommt – und zwar möglichst schnell. Noch sind die Zweifel daran groß. Es gibt jedoch einige Entwicklungen, die Hoffnung machen.

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TUI wird überleben

Einige Konkurrenten, darunter Pauschalreisen-Pionier Thomas Cook, mussten bereits aufgeben und manch einer hatte befürchtet, dass TUI ein ähnliches Schicksal bevorsteht. Andererseits bedeutet die Marktbereinigung – die unter anderem Hotels, Airlines, Freizeitparks und Veranstalter betrifft –, dass die Stärksten erhebliche Marktanteile gewinnen können.

Da sich TUI bereits Ende März einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,8 Mrd. Euro sichern konnte, stehen die Chancen ausgezeichnet, dass der Konzern zu diesen Starken gehören wird. Am 10. Mai beliefen sich die liquiden Mittel auf 2,1 Mrd. Euro. Bei einem monatlichen Mittelabfluss in Höhe von 250 bis 300 Mio. Euro reicht das Geld, um selbst im schlimmsten Fall die bis zum Winter anfallenden Ausfälle auszugleichen.

Trotzdem müsste der Konzern sich nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten umschauen, sollte das Sommergeschäft in diesem Jahr weitgehend ausfallen. Dann würde eine starke Verwässerung der Anteile drohen.

Warum es wahrscheinlich besser kommt

Vieles hängt auch davon ab, wie die Aussichten für 2021 und danach eingeschätzt werden. Hilfreich wäre dabei, wenn wir bis zum Herbst wüssten, ob einer der vielen derzeit getesteten Impfstoffe zuverlässig wirkt. Damit wäre absehbar, dass die Geschäfte schon 2021 wieder einigermaßen rundlaufen könnten. Der führende US-Virologe Dr. Anthony Fauci gibt sich auf alle Fälle zuversichtlich.

Angesichts der nie zuvor gesehenen Forschungsanstrengungen und der beschleunigten klinischen Tests denke ich, dass zumindest Ärzte, Pfleger und andere Arbeitnehmer mit kritischen Tätigkeiten nächstes Jahr geimpft werden können. Kurzfristig kommt es jedoch für TUI darauf an, die Verluste im Zaum zu halten, um nicht in einigen Monaten doch noch eine größere Eigenkapitalerhöhung durchführen zu müssen.

Hier sehe ich eine Reihe von Faktoren, die dem Konzern jetzt in die Hände spielen. So werden zwar sicherlich viel weniger Leute als in normalen Zeiten eine Flugreise ins Ausland buchen, aber diejenigen, die sich dafür entscheiden, dürften sich mit hoher Wahrscheinlichkeit an einen starken Veranstalter wie TUI wenden, um im Ernstfall nicht auf sich allein gestellt zu sein.

Darum ist TUI besonders gut positioniert

TUI hat auch den Vorteil, dass fast die komplette Wertschöpfungskette vom Flug bis zum All-inclusive-Hotel abgedeckt und so ein durchgehendes Sicherheitskonzept erarbeitet werden kann, das Vertrauen schafft. Dabei könnten auch die jüngsten technisch-wissenschaftlichen Errungenschaften eine Rolle spielen.

Dabei denke ich zum Beispiel an die sich immer mehr durchsetzende UV-Desinfektion, mit der es möglich ist, Luft und Oberflächen virusfrei zu bekommen. Installiert in Transferbussen und Toiletten kann damit ein deutlich höherer Hygienestandard erzielt werden. Montiert auf einem Robotersystem kann der Prozess sogar vollautomatisiert ablaufen – ideal für weitläufige Hotelanlagen und Flughäfen.

Eine andere wichtige Innovation betrifft die zunehmende Verfügbarkeit von schnellen und billigen Coronavirustests. Beispielsweise rollt Siemens Healthineers (WKN: SHL100) gerade massenhaft Testkits sowohl für Antikörper als auch SARS-CoV-2 weltweit aus, von denen das Unternehmen überzeugt ist, dass es erheblich zur Verbesserung des Lagebilds beitragen wird. Politiker werden auf Basis dieser Informationen eher bereit sein, Lockerungen zu erlauben.

Noch wichtiger für TUI wäre jedoch ein mobiles System, wie die deutsche ICHORtec es verspricht. Es hört sich an wie die eierlegende Wollmilchsau: hohe Präzision, günstig, unkompliziert anzuwenden und Resultate in weniger als drei Minuten. Hotelanlagen könnten so routinemäßige Tests durchführen. Sobald die Zulassung da ist, sollen Produktionspartner hinzugezogen werden, um so schnell wie möglich auf große Stückzahlen zu kommen.

Der Sommer kann kommen

Island öffnet wieder für Touristen und hat dafür einen ausgewogenen Mix aus Quarantäne, Tests und Verhaltensregeln ausgearbeitet. Das könnte als Vorbild für andere beliebte Urlaubsziele dienen. Je besser die Informationslage, die Hygiene und die Testkits werden, desto mehr Handlungsspielraum besteht für die politischen Entscheidungsträger und die Urlaubsbranche.

TUI als einer der Marktführer, sollte in der Lage sein, auch anspruchsvollere Konzepte umzusetzen und damit das Vertrauen der Reisewilligen zu gewinnen. Die Verfügbarkeit von günstigeren Schnelltests und automatisierter UV-Desinfektion könnte dabei eine wichtige Rolle spielen.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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