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AFC Energy-Aktie steigt über 340 % und 2 interessante Wasserstoff-News

Wasserstoffaktien zählen eher zu den Technologiewerten. Dementsprechend krisenanfällig sollten sie sein. Doch während der aktuellen Coronaviruskrise ist genau das Gegenteil festzustellen und dies hat einen Grund: Der Wasserstoffsektor ist ein aufstrebender Zukunftsmarkt und wird politisch unterstützt.

Tatsächlich ist es in dieser Krise wahrscheinlicher, dass alte Industrien in die Insolvenz gehen als Firmen aus dem Wasserstoffsektor. So konnte Nel (WKN: A0B733) zuletzt von einem um 46 % gestiegenen Auftragsbestand berichten und seinen langfristig positiven Ausblick bestätigen. Der Sektorausbau setzt sich also trotz allgemeiner Wirtschaftskrise weiter fort. Dennoch könnten die Corona-Einschränkungen auch für diese Unternehmen noch Folgen haben, die wir heute noch nicht absehen können.

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AFC Energy mit positiver Meldung

Eine etwas weniger bekannte Brennstoffzellenfirma ist die britische AFC Energy (WKN: A0MNJ0). Sie konnte in den vergangenen zwölf Monaten über 340 % steigen (22.05.2020) und sich zuletzt vom März-Crash wieder etwas erholen.

Grund dafür war eine Zwischenmitteilung der Firma. Sie erhielt zuletzt viele neue Anfragen für ihre mobilen Energieerzeugungssysteme. Immer mehr Baufirmen schwenken von diesel- auf wasserstoffbetriebene Systeme um, weil sie strengeren Umweltvorschriften gerecht werden müssen.

AFC Energy hat in den vergangenen zwei Monaten keine Mitarbeiter entlassen oder beurlaubt, da weder in der Forschung noch in der Produktion eine Verringerung der Arbeit festzustellen war (22.05.2020). Allerdings räumte AFC Energy seinen Mitarbeitern, wo es machbar war, die Möglichkeit ein, von zu Hause zu arbeiten.

Zudem gab es zuletzt zwei weitere interessante Meldungen aus der Welt des Wasserstoffs.

Wissenschaftler forschen an günstigen Brennstoffzellen

Brennstoffzellen müssen günstiger werden, wenn sie sich im Massenmarkt durchsetzen wollen. Darüber ist sich die Industrie einig. Knackpunkt dabei ist der Edelmetalleinsatz. Bisher wird immer noch viel teures Platin verwendet. Zudem beruhen traditionelle Brennstoffzellen auf der Sauerstoffreduktionsreaktion, die relativ langsam verläuft und somit die Effizienz begrenzt.

Könnte man also den Edelmetalleinsatz reduzieren oder es durch andere Rohstoffe ersetzen, würden die Kosten deutlich sinken. Dies haben sich Forscher des Argonne National Laboratory vom US-Energieministerium zum Ziel gesetzt, die eine platinfreie Brennstoffzelle entwickeln konnten. Sie verwendeten stattdessen ein Gemisch aus Eisen, Stick- und Kohlenstoff, das bei der Herstellung auf 900 bis 1.100 Grad erhitzt wird.

Dabei werden die Eisen- mit vier Stickstoffatomen ver- und in einer Kohlenstoffschicht gebunden. Eisen ist sehr viel häufiger in der Natur vorzufinden und ist zudem kostengünstiger als Platin.

Alstom testet erfolgreich Wasserstoffzüge             

Der große französische Industriekonzern Alstom (WKN: A0F7BK) hat seit September 2018 über 18.000 Kilometer in Deutschland einen Praxistest mit zwei Wasserstoffzügen durchgeführt, der nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Im Schienenverkehr wird die Technologie als Alternative zur Diesellok gesehen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen wird deshalb nun 14 der Coradia-iLint-Modelle bestellen und damit ab 2022 im Weser-Elbe-Netz ihre bisherigen Dieselzüge ersetzen.

„Unsere beiden Vorserienzüge des Coradia iLint haben in den vergangenen eineinhalb Jahren bewiesen, dass Brennstoffzellentechnologie im täglichen Fahrgastbetrieb erfolgreich eingesetzt werden kann. Damit sind wir ein wichtiger Impulsgeber auf dem Weg zur emissionsfreien und nachhaltigen Mobilität im Schienenverkehr“, so Dr. Jörg Nikutta, Alstom-Direktor für Deutschland und Österreich. Wasserstoffzüge stellen überall dort eine Alternative dar, wo keine Oberleitungen möglich sind.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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