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Oh, oh, hat sich der Wirecard-CEO hier etwa gerade selbst entlassen?

Foto: Wirecard AG

Wirecard (WKN: 747206)-CEO Markus Braun hat in diesen Tagen für reichlich Schlagzeilen gesorgt. Einerseits, weil er Aktien vom DAX-Zahlungsdienstleister gekauft hat. Der Markt hat das als Zeichen der Zuversicht in dieser schwierigen Zeit gewertet. Zumal das Volumen mit rund 2,5 Mio. Euro alles andere als gering gewesen ist.

Es gab allerdings auch gemischte Nachrichten. So hat der Aufsichtsrat von Wirecard den Verbleib an der Spitze des DAX-Konzerns mit Auflagen versehen. Demnach werde der Vertrag nicht verlängert, sofern Wirecard kein eingeschränktes Testat für das Geschäftsjahr 2019 erhält. Oder aber, wenn die Ermittlungen der BaFin ein rechtliches Nachspiel hätten. So zumindest sinngemäß der Tenor der Gerüchteküche.

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Jetzt könnten sich beide Meldungen jedoch zu einer verknüpfen und die Frage aufploppen, ob sich Markus Braun womöglich mit seinen Insiderkäufen selbst quasi entlassen hat. Denn die BaFin überprüft die Käufe des CEO und es könnte ein Nachspiel geben. Schauen wir im Folgenden einmal, was Investoren wissen sollten.

BaFin prüft Insiderkäufe

Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass selbst dieser vermeintlich positive Schritt jetzt ein Nachspiel haben könnte, aber es scheint wahr zu sein: Wie Bloomberg zum Ende der Woche unter Berufung auf eine Sprecherin der BaFin titelt, prüfe die Behörde, ob der Vorstandsvorsitzende mit seinen Käufen gegen die Regeln zum Schutz von Marktmissbrauch verstoßen habe.

Casus Knacksus der Ermittlungen ist eine Sperrfrist vor der Veröffentlichung von kritischen Zwischenberichten. Gemäß der europäischen Marktmissbrauchsverordnung dürften Insider in einem Zeitfenster von 30 Tagen vor der Veröffentlichung von Zwischen- und Jahresberichten keine Aktien des eigenen Unternehmens kaufen und verkaufen. Eine Richtlinie, gegen die hier womöglich verstoßen wird.

Die Insiderkäufe haben schließlich am 28. Mai stattgefunden, die Veröffentlichung des Jahresabschlusses wird derzeit auf den 18. Juni datiert. Ein Zeitfenster, das kürzer ist als 30 Tage. Da können wir wenig dran rütteln.

Die Beteiligungsgesellschaft von Markus Braun, die MB Beteiligungsgesellschaft, hat den Vorgang inzwischen kommentiert. Die Transaktion sei nicht zu beanstanden und die kapitalmarktrechtlichen Vorgaben wurden uneingeschränkt eingehalten, so der Tenor der Meldung. Es bleibt abzuwarten, ob und gegebenenfalls welches Nachspiel das haben wird.

Allerdings: Wirecard-CEO Braun dürfte hierdurch nicht gefährdet sein

Fest steht nun jedenfalls: Die BaFin prüft jetzt auch an anderer Stelle gegen den Wirecard-CEO. Allerdings dürften die Chancen nicht schlecht dafür stehen, dass das keine Auswirkungen auf das Beschäftigungsverhältnis von Braun hat. Denn hierbei geht es nicht um Wirecard, das in ein schlechtes Licht gerückt wird. Sondern eher um Brauns persönliche Finanzen. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Ich schätze, dass die Auflage für einen Verbleib von Braun eher in die Richtung gedeutet wird, dass die Ermittlungen der BaFin bezüglich der Äußerungen des Managements vor der Veröffentlichung des KPMG-Berichts nicht beanstandet werden sollten. Das könnte schließlich auf das Unternehmen selbst zurückfallen. Und Braun als CEO entsprechend für den Aufsichrsrat nicht mehr tragbar sein.

Fest steht ebenfalls: Braun scheint in diesen Tagen ein Pechvogel zu sein, der wenig Fettnäpfchen auslässt. Allerdings sollten Investoren auch bedenken, dass der visionäre CEO Wirecard zu dem gemacht hat, was das Unternehmen heute ist. Ein Abgang könnte zu einem größeren Kompetenzverlust führen.

Das mediale Interesse ist hoch …

Genauso zeigen die aktuellen Meldungen, dass das mediale Interesse an Wirecard und Braun hoch ist. Vermutlich noch höher, seitdem der Aufsichtsrat auch einen potenziellen Abgang in Aussicht gestellt hat, sofern das Testat oder der Ausgang der Ermittlungen nicht stimmen.

Foolishe Investoren sollten hier jedoch fair bleiben. Und das wirklich unglückliche Timing von Braun, das eigentlich wenig mit dem Unternehmen selbst zu tun hat, nicht auf Wirecard projizieren. Es bleibt jedoch auch bei dem Zwischenfazit, dass die Nervosität vieler Anleger noch immer hoch ist.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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