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Verkauft Warren Buffett jetzt so viel, weil ihn der „Druck der Vergangenheit“ einholt?

Das Verhalten von Warren Buffett in der aktuellen Korrektur beziehungsweise den jetzigen Ausläufern gibt noch immer Rätsel auf. Das Orakel von Omaha hat kaum Aktien gekauft. Tatsächlich sogar in den letzten Wochen und Monaten weiterhin Cash gemacht. Das führt zu einem konsequenten Ausbau der eigenen Cash-Position bei Berkshire Hathaway (WKN: AYJQ2), die per Ende des letzten Quartals bereits bei beeindruckenden 137 Mrd. US-Dollar lag.

Über die Gründe und den Plan wird derzeit viel sinniert. Wobei es ein Sicherheitsgedanke sein dürfte, der Warren Buffett und Munger vorsichtig werden lässt. Aber anscheinend auch die Identifikation von langfristigen Chancen. Ob das ein Grund für Pessimismus für die kommenden Monate, Quartale oder Jahre ist, scheint eine Frage zu sein, die man durchaus einmal stellen sollte.

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Jetzt wird allerdings noch eine andere These diskutiert, weshalb Berkshire Hathaway plötzlich so einen Verkaufsdruck verspürt: Warren Buffett könnte den Druck der Veränderung spüren. Das wirft wiederum weitere Fragen auf, die für uns Investoren interessanter denn je sein können.

Zu großer Fokus auf Old Economy?

Dass Warren Buffett jetzt einen gewissen Verkaufsdruck spürt, scheint offensichtlich zu sein: Alleine in den letzten Wochen und Monaten hat das Orakel von Omaha schließlich seine Positionen an den Fluggesellschaften komplett zusammengestrichen. Seiner Einschätzung nach habe sich das Marktumfeld grundlegend verändert.

Aber auch die Beteiligung an Goldman Sachs wurde zuletzt deutlich reduziert. Eine größere Gewinnerposition im Zuge der letzten Finanzkrise, wo der Starinvestor sehr aktiv auf preiswerte Bankaktien gesetzt hat. Zwei Schritte, die für Analysten für eines sprechen könnten: Warren Buffett spürt den Druck der Vergangenheit. Beziehungsweise den Druck eines sich verändernden Marktes und einer von Disruption bedrohten alten Wirtschaftsordnung.

Das Orakel von Omaha würde dabei, auch aufgrund seines Circle of Competence, zu sehr in der Old Economy feststecken. Das habe nicht bloß zu verpassten Chancen geführt. Nein, sondern ist jetzt auch ein Grund, weshalb Berkshire Hathaway weiterhin Cash machen muss, um sich von dieser Portfolio-Ausrichtung zu trennen. Ist das etwa der Grund, weshalb Berkshire Hathaway jetzt eher ein aktives Portfolio-Management durch Verkäufe betreibt?

Eine interessante Frage, die eines außer Acht lässt

Grundsätzlich könnte an dieser Perspektive etwas dran sein: Warren Buffett schätzt einfach verständliche Geschäftsmodelle aus „seiner Zeit“. In den letzten Jahren waren es jedoch starke technologische Aktien, die die größten Renditen eingefahren haben. Von einer gewissen Überholung zu sprechen, scheint daher zunächst naheliegend.

Eine Antwort für das Verkaufen bleibt uns eine solche Erklärung jedoch schuldig: Wenn Warren Buffett jetzt den Verkaufsdruck teilweise bei der Old Economy spürt, weshalb kauft der Lenker von Berkshire Hathaway bei seiner Beteiligung jetzt nicht? Warum wird nicht in Apple nachgekauft? Oder in eigene Aktien? Oder in Amazon, wo man zuletzt ebenfalls eine kleine Position aufgebaut hat? Fragen, die eines zeigen dürften: Ein hypothetischer Verkaufsdruck ist eine Antwort auf bloß einen Aspekt von Buffetts derzeitigem Verhalten.

Über alldem steht sowieso in gewisser Weise die Frage: Ist das Old-School-Value-Investing mit einem Unternehmensfokus nach Warren Buffett out? Auch diese Frage kann man kritisch beantworten. Tech-Aktien dominieren zwar derzeit den Börsenalltag und haben zuletzt die besten Renditen eingefahren. Aber auch klassische, etablierte und zeitlose Geschäftsmodelle können weiterhin über Jahre und Jahrzehnte hinweg solide Renditen generieren.

Es wird keine Schwarz-Weiß-Antwort geben

Warren Buffetts derzeitiges Verhalten durch eine platte Aussage wie „Die Vergangenheit holt ihn ein“ zu beantworten, scheint daher ein wenig kurz gedacht. Es mag womöglich die Bereinigung des Portfolios von Berkshire Hathaway durch Verkäufe erklären. Nicht jedoch die im Gegenzug ebenfalls fehlenden Käufe.

Die Skepsis des Orakels von Omaha für den Gesamtmarkt scheint in meinen Augen daher noch immer die ganzheitlichere, plausiblere Erklärung. Ob an dieser Sichtweise etwas dran ist, ist natürlich eine andere Frage.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple  und Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon, Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short June 2020 $205 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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