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In diese DAX-Aktie würde ich jetzt sogar 5.000 Euro investieren, um mein Geld auf 20 Jahre ziemlich sicher zu vermehren!

Chips Roulette
Foto: Getty Images

Sicherheit und Börse? Das passt nicht sonderlich gut zusammen. Insbesondere, da kurzfristig viel passieren kann, wie wir in den letzten zwei, drei Monaten gesehen haben. Sowie speziell auch im Kontext bloß einer einzelnen Aktie, die vermeintliche Sicherheit verspricht.

Auch wenn ich das nicht mit 100%iger Sicherheit beschreien möchte, so glaube ich dennoch, dass bei einer DAX-Aktie die Chancen hervorragend sind, auf Sicht von 20 Jahren sein Geld relativ konservativ zu vermehren. Und die deshalb auch eine prinzipiell höhere Investition von 5.000 Euro verdient haben könnte.

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Welche Aktie das ist? Das kann ich dir vorab relativ schnell sagen: die der Münchener Rück (WKN: 843002). Allerdings sollten dich insbesondere die Gründe für diese Einschätzung interessieren. Dafür brauche ich allerdings zwei, drei Überschriften mehr.

Das Geschäftsmodell ist solide

Ein erster Aspekt, der in meinen Augen für die Aktie der Münchener Rück und ihre starke, defensive Klasse über zwei Jahrzehnte (mindestens!) hinweg spricht, ist das Geschäftsmodell selbst. Der Name verrät es im Grunde schon: Der DAX-Konzern ist im Bereich der Rückversicherungen eine Größe. Besitzt allerdings mit der Ergo auch einen Namen, der im Direktversicherungsbereich aktiv ist und zuletzt immer profitabler wurde. Allerdings bleiben wir für heute bei der Rückversicherung.

Das Geschäft der Rückversicherung ist dabei vom Grundsatz her ziemlich einfach: Katastrophen, Großschäden oder neue Bedrohungen wie Cyberrisiken wollen adäquat abgesichert werden. Die Direktversicherer übernehmen dabei häufig bloß die kleineren Risiken, wie die eines Autounfalls. Holen sich allerdings auch Unterstützung, wenn es um Naturkatastrophen oder Großschäden sonstiger Art geht. Oder eben auch um neue Bedrohungen wie Cyberrisiken.

Das führt bei der Münchener Rück als Branchenprimus zu relativ soliden Umsätzen und Prämieneinnahmen, wobei es die Erfahrung des Managements und die Größe ist, die langfristig zu Profitabilität führen. Sowie zu einer adäquaten Versicherung über Jahre und Jahrzehnte hinweg, die eben zu zuverlässigen Gewinnen und Ergebnissen führt. Im Grunde genommen ein Geschäftsmodell, das so lange funktioniert, wie es Risiken für Vermögenswerte gibt. Sprich, vom Grundsatz her so lange, wie es Menschen gibt, die Vermögenswerte vor Risiken schützen wollen.

Die Risiken im Überblick

Wird es dabei einige Risiken oder Schwierigkeiten geben? Natürlich. Denn, wie gesagt: Kurzfristig ist vieles möglich und eben auch ein schlechteres einzelnes Geschäftsjahr. Gerade der Bereich der Versicherungen ist kurzfristig nicht vorhersehbar. Und Großschadensereignisse in einer signifikanten Häufung können einzelne Geschäftsjahre auch mal ordentlich belasten. Da das allerdings das täglich Brot der Münchener Rück ist, sollten Investoren damit rechnen. Sowie davon ausgehen, dass das Management weiß, wie es Risiken langfristig kalkuliert. Zumal Schadensereignisse auch zu höheren Prämieneinnahmen führen.

Ein weiteres Risiko ist zudem die Konkurrenz. Grundsätzlich ist die Münchener Rück zwar der Branchenprimus. Im letzten Jahrzehnt gab es insbesondere Hedgefonds, die auf der Suche nach Rendite versucht haben, günstigere Versicherungslösungen anzubieten. Ein Vorhaben, das nicht sonderlich glückte, weshalb sich einige Akteure die Pfoten verbrannt haben. Deshalb kann dieser Aspekt inzwischen vernachlässigt werden.

Probleme der Direktversicherer wie eben Digitalisierungen treffen den Rückversicherungsmarkt nicht so stark und sind eher etwas, das es bei der Ergo zu berücksichtigen gilt. Insgesamt ist und bleibt das Geschäftsmodell der Münchener Rück daher sehr solide. Und defensiv, was die grundsätzliche Ausrichtung angeht. Es bleibt dabei, dass das Unternehmen operativ funktionieren kann, solange es Vermögenswerte gibt, die rückversichert werden wollen.

Der Casus Kacksus: Die Dividende!

Warum ich allerdings auf Sicht von zwei Jahrzehnten so optimistisch bin, dass man als Investor der Münchener Rück sein Geld vermehren kann, hängt mit dem Geschäftsmodell und den Risiken zusammen. Allerdings auch mit dem, was daraus folgt. Das heißt: Insbesondere der Dividende.

Historisch gesehen ist die Münchener Rück nämlich stets so profitabel gewesen, dass man in einem Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert stets eine konstante Dividende zahlen konnte. Zuletzt belief sich die Ausschüttung je Aktie auf 9,80 Euro, was bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 194,15 Euro (25.05.2020, maßgeblich für alle Kurse) einer Dividendenrendite von 5,04 % entsprechen würde.

Alleine 20 Jahre weiterhin konstanter Dividenden, resultierend aus dem zuverlässigen Geschäftsmodell, würden daher brutto zu einer Verdopplung des Einsatzes führen. Zumal die Münchener Rück weiterhin mit konstanten Auszahlungen kalkuliert. Und extra eine milliardenschwere Schwankungsrückstellung gebildet hat, um schwierige Jahre zu kompensieren.

Insgesamt ist viel bei der Münchener Rück daher auf Beständigkeit und Zuverlässigkeit der Dividende ausgelegt, was Mut für die Zukunft macht. Das könnte ein defensiver Mix sein, um sein eigenes Vermögen vergleichsweise sicher und langfristig zu vermehren.

Es gibt Risiken, aber …

Unterm Strich sollte man daher zwar nicht aus den Augen lassen, dass es auch bei der Aktie der Münchener Rück gewisse Risiken gibt. Keine Frage: Unvorhersehbarkeiten oder Fehler des Managements können immer eintreten. Davor ist keine Aktie gefeit. Wenn ich jedoch das operative Geschäft betrachte und zugleich die Dividende, so gefällt mir der Chance-Risiko-Mix der Münchener Rück doch sehr.

Ob das allerdings ausreichend ist, um den Markt auch zu schlagen, ist eine andere Frage. Wer jedoch Sicherheit priorisiert, der kann hier durchaus einen näheren Blick riskieren. Und auch, wer selbst mit höheren Einsätzen in einzelne defensive Aktien investieren möchte.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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