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Lufthansa-Aktie vor Rettung: Das Drama geht weiter – oder fängt gerade erst an!

Quelle: Thomas Brantl

Zur Mitte dieser Woche hat sich eigentlich bereits eine Rettung der Lufthansa (WKN: 823212) abgezeichnet. Beziehungsweise die finalen Details, die frühzeitig durchgesickert sind. Demnach ist der Staat unter anderem mit 25 % plus einer Aktie bei der kriselnden Airline eingestiegen. Aber es gab auch andere Optionen wie beispielsweise eine Wandelschuldverschreibung.

Eine offizielle Bestätigung des Deals gibt es allerdings noch immer nicht. Das Bangen geht weiter und die finalen Konditionen werden noch immer ausgehandelt.

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Es könnte sich womöglich eine Baustelle abzeichnen, die viele Investoren gar nicht auf dem Schirm hatten. Schauen wir im Folgenden daher einmal, warum das Drama jetzt weitergeht. Oder womöglich gerade erst anfängt.

Airbus als politischer Stolperstein?

Es ist insbesondere das „Handelsblatt“, das jetzt ein weiteres Mal über den Wirtschaftskrimi berichtet hat, in dem sich die Lufthansa mitsamt dem möglichen Retter, dem deutschen Staat, befindet. Demnach gebe es jetzt ein Problem, bei dem scheinbar Uneinigkeit besteht: Nämlich Airbus.

Die Regierung fordert gemäß eines aktuellen Artikels, dass die Kranich-Airline bestellte Flugzeuge noch abnehmen soll. Eine solche Förderung dürfte jetzt in Zeiten des Coronavirus allerdings die finanziellen Probleme noch einmal vergrößern, und das Hilfspaket wäre dann vielleicht nicht ausreichend. Eine Zwickmühle, in der sich die Lufthansa befindet.

Generell sind viele Medien, unter anderem der „Aktionär“, zwar der Meinung, dass dieses Problem relativ kurzfristig aus der Welt geschafft werden könnte. Ein Scheitern würde schließlich eine Insolvenz der Lufthansa nach sich ziehen, wodurch Airbus ebenfalls nicht geholfen wäre. Allerdings ist das nicht der springende Punkt, den es dabei zu berücksichtigen gilt. Denn schon jetzt zeichnet sich eine kontrollierende Einflussnahme ab.

Das politische Drama geht erst los!

Wie wir nämlich anhand dieses Streitpunktes erkennen können, geht der politische Druck bereits im Vorfeld los. Man könnte natürlich anführen, dass es derzeit noch um die finalen Konditionen geht, die im Rahmen der Einigung diskutiert werden. Allerdings dürfte das mittel- bis langfristig nicht alles sein.

Genau solche operativen Entscheidungen sind es schließlich, die die Lufthansa wenn möglich nicht mit politischen Entscheidungsträgern und unterschiedlichen Interessen diskutieren wollte. Im Rahmen des Staatsdeals dürfte das allerdings bittere Realität werden.

Mit 25 % aller Aktien plus einer Aktie und zwei Aufsichtsratsmandaten ist die Kontrolle des Staates über die Kranich-Airline alles andere als klein. Entsprechend kann es auch zukünftig eine starke Einflussnahme in vielen Punkten geben. Ob es um Routen geht oder das Angebot generell. Solche Fragen könnten plötzlich aus dem Blickwinkel der Sozialdemokratie oder des Umweltschutzes diskutiert werden. Oder auch in der Spanne einer liberaleren Politik kontra einer sozialdemokratischen Sichtweise. Alleine die zwei Aufsichtsratsmandate könnten hier politischen Sprengstoff implizieren.

Investoren, passt besser auf!

Investoren sollten daher lieber sehr aufmerksam diese aktuellen Wendungen verfolgen. Ein weiteres Mal gilt, dass die Lufthansa noch nicht gerettet ist, aber der Druck sich bedeutend erhöht. Das Beispiel und die Verhandlungsmasse Airbus dürfte dabei bloß ein weiterer Anzeiger dafür sein, was zukünftig den Alltag bestimmen wird.

Die Vorzeichen stehen auf politische Entscheidungsfindung. Das Management wusste scheinbar, weshalb es ein solches Szenario bei der Rettung zu vermeiden gilt. Allerdings bleibt festzuhalten: Im Grunde genommen gab es keine Alternative. Das führt wohl auch künftig zu politischen Konsequenzen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien. 

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