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Wirecard fällt und fällt – ist der Boden endlich erreicht?

Foto: Getty Images

Wirecard (WKN: 747206) kommt einfach nicht zur Ruhe. Bei diesem DAX-Konzern hat man das Gefühl, dass er von einem Drama zum nächsten taumelt. Zwischendurch steigt die Aktie gern mal wieder ein gutes Stück an und nähert sich sogar dem Allzeithoch, nur um innerhalb weniger Tage wieder abzustürzen.

Noch vor wenigen Wochen zählte die Aktie zu den wenigen DAX-Aktien, die noch mehr wert waren als am Jahresanfang. Doch seit der Veröffentlichung des Berichts der Bilanzprüfung, der ein chaotisches Bild des Unternehmens zeichnete, ist die Aktie massiv abgestürzt.

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Von etwa 140 Euro Ende April ging es auf nun weniger als 80 Euro je Anteilsschein bergab (Stand: 15.05.2020). Nun stellt sich die Frage, ob der Tiefpunkt endlich erreicht ist oder es einfach immer weiter bergab gehen könnte.

Was sagen die Geschäftszahlen?

Schauen wir uns ein paar Fakten an, um herauszufinden, welches Szenario wahrscheinlicher ist.

Vor wenigen Tagen wurden erste Eckdaten zum ersten Quartal gemeldet. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24 % auf 700,2 Mio. Euro und das EBITDA, also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, um 26 % auf 199,2 Mio. Euro gesteigert werden. Das sind durchaus robuste Werte, bedeuten aber für Wirecard einen Abschwung gegenüber dem rasanten Wachstum, das man bisher gewohnt war.

Im ersten Quartal des vergangenen Jahres beispielsweise ging es mit dem Umsatz um knapp 35 % und mit dem EBITDA um 40 % bergauf. Das ist zwar kein dramatischer Abschwung und angesichts der Situation in der Reisebranche und der Luftfahrt, die beide zu den großen Kunden gehören, ein robustes Ergebnis. Doch stellt sich die Frage, ob das jetzt der neue Standard wird oder in den nächsten Quartalen mit einer Zunahme des Wachstums zu rechnen ist.

Prognose wird beibehalten

Die Prognose, die mit den Zahlen mitgeliefert wurde, klingt auf jeden Fall optimistisch. Demnach wird weiterhin ein EBITDA im Bereich von 1,0 bis 1,12 Mrd. Euro für das Gesamtjahr erwartet. Man erwartet also, von der Coronakrise nicht ernsthaft beeinträchtigt zu werden.

Doch das EBITDA ist natürlich nur bedingt aussagekräftig, wenn es um die Bewertung des Unternehmens geht. Wie der Name schon sagt, werden in dieser Kennzahl einige unbequeme Einflüsse nicht berücksichtigt, die aber dennoch reale Kosten darstellen. Ich persönlich bevorzuge daher den Free Cashflow, der angibt, wie viel Geld auf den Konten des Unternehmens landet.

Da man anders als beispielsweise ein Autohersteller kein physisches Produkt herstellt, wird für den laufenden Betrieb nicht sehr viel Kapital benötigt. Aus dem gleichen Grund sind für das Wachstum auch keine exorbitanten Summen notwendig. Das sorgt dafür, dass der Cashflow vergleichsweise hoch ist. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres etwa sind 124 Mio. Euro in die Unternehmenskassen geflossen. Das war ein Anstieg um 73 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Allein in den ersten neun Monaten des letzten Jahres sind 411 Mio. Euro in die Kassen geflossen. Verglichen mit dem aktuellen Unternehmenswert von 10 Mrd. Euro entspricht das also dem 25-Fachen. Unterstellen wir nun, dass im letzten Quartal des Jahres ebenfalls noch einmal 100 Mio. dazugekommen sind, liegt die Bewertung beim 20-Fachen.

Allein basierend auf den Zahlen wirkt es so, als wäre nicht mehr viel Potenzial nach unten vorhanden. Ein großer Teil der eventuell günstigen Bewertung ist wohl einfach auf die Unsicherheit zurückzuführen. Denn wenn die Bilanzprüfung eines offengelegt hat, dann die Tatsache, dass Wirecard das wohl undurchsichtigste Unternehmen im DAX ist.

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Dennis Zeipert besitzt Wirecard-Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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