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Henkel, P&G oder J&J? Auf diese defensive Konsumgüter-Aktie würde ich jetzt mit 3.000 Euro setzen!

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Mit defensiven Aktien gegen das Coronavirus oder gegen Crash-Risiken? Ja, das kann in diesen Tagen eine plausible Taktik sein. Zumindest in der letzten Woche waren die globalen Börsen teilweise wieder etwas auf Tauchstation. Der Mix aus Coronakrise und teureren Bewertungen könnte generell seinen Schatten auf viele Indizes werfen.

Der Bereich defensiver Konsumgüter könnte dadurch ein spannendes Segment für Investoren sein, die auf der Suche nach langfristig soliden Renditen sind. Aber auf welche Aktie sollte man jetzt beispielsweise mit 3.000 Euro setzen? Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf Henkel (WKN: 604840), Procter & Gamble (WKN: 852062) oder auch Johnson & Johnson (WKN: 853260), ehe ich dir meinen Favoriten verrate.

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Henkel: Günstig, aber auf Schrumpfkurs

Eine erste Aktie, die grundsätzlich interessant sein könnte, ist die von Henkel. Im deutschsprachigen Raum gilt die Aktie zumindest als das Maß der Dinge im Bereich Konsumgüter. Mit Marken wie Persil, Pril, Somat, Prit oder Patex verfügt das Unternehmen zudem über viele starke, wenngleich auch auf den ersten Blick etwas P-lastige Marken.

Die Bewertung könnte insbesondere für eine defensive Aktie aus dem Konsumgütersegment vergleichsweise preiswert sein. Dem derzeitigen Aktienkursniveau von 68,95 Euro (15.05.2020, maßgeblich für alle Kurse) steht beispielsweise ein 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 4,80 Euro gegenüber. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beläuft sich aufgerundet auf 14,4. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis hingegen auf unter 2. Und bei einer geplant konstant gehaltenen Dividende in Höhe von 1,85 Euro beläuft sich die Dividendenrendite auf 2,68 %. Grundsätzlich eine interessante Bewertung.

Investoren sollten jedoch bedenken, dass das Coronavirus direkte Auswirkungen auf Henkel hat. Im Konsumgüterbereich bleibt der DAX-Konzern zwar konstant, im Industriesegment und speziell in der Klebesparte hat es jedoch einige Einschränkungen gegeben. Die Umsätze sind dabei auf Jahresbasis insgesamt um 0,9 % eingebrochen. Das gilt es bei der aktuellen Bewertung zu berücksichtigen.

Procter & Gamble: Eine starke Dividende!

Eine zweite Aktie, die viele starke Marken im Bereich der Konsumgüter und des Hygienebedarfs besitzt, ist Procter & Gamble. Namen wie Always, Head & Shoulders, Gilette, Braun, Venus oder auch Oral-B gehören neben vielen weiteren zum Produktportfolio des US-Konzerns. Aus dem Alltag vieler Deutschen sind diese Dinge ebenfalls nicht wegzudenken.

Die Aktie von Procter & Gamble kommt gegenwärtig auf ein Kursniveau von 114,61 US-Dollar, bei einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 1,45 US-Dollar beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 79. Was ist hier los, fragst du dich: Ganz klar, Einmaleffekte. Im vorherigen Geschäftsjahr 2018 kam P&G, wie die Aktie in Kurzform genannt wird, beispielsweise noch auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,75 US-Dollar, wie im Jahr davor. Womöglich ein etwas aussagekräftigerer Wert, der hier die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 30,5 etwas moderater werden lässt. Wenngleich noch immer teuer.

Procter & Gamble zahlt zudem seit 64 Jahren stets mindestens einmal jährlich erhöhte Dividende aus. Derzeit winkt hier eine Dividendenrendite in Höhe von 2,75 %, wofür allerdings bereits ein Großteil des Gewinns ausgezahlt wird. Keine Frage: Die Bewertung von P&G ist bedeutend teurer als die von Henkel. Im letzten Quartal konnte Procter & Gamble allerdings seine Umsätze und Ergebnisse moderat in einer Spanne zwischen 5 und 10 % steigern. Aber ob das Wachstum diesen deutlichen Aufschlag rechtfertigt?

Johnson & Johnson: Das Mittelmaß?

Womöglich ist die Aktie von Johnson & Johnson hier etwas mehr Mittelmaß. Der ebenfalls US-amerikanische Konzern besitzt neben einer starken Hygiene- und Konsumsparte mit Marken wie bebe, o. b. oder auch Listerine jedoch ein zweites Standbein im Pharmabereich. Doch er umfasst auch einige bekannte Marken wie Olynth, Dolormin oder Immodium. Neben vielen weiteren aus der unbekannteren Pharmazie. Der US-Konzern ist jedenfalls gigantisch.

Auch von der Bewertung her? Einem derzeitigen Aktienkursniveau in Höhe von 150,44 US-Dollar steht jedenfalls ein 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 5,72 US-Dollar gegenüber. Dadurch beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 26,3. Zumindest moderater als sein US-Konkurrent. Ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von knapp 5 zeigt jedenfalls auch hier: Die Bewertung ist von einem Schnäppchen weit entfernt. Dafür winkt hier allerdings ebenfalls eine seit 58 Jahren stets jedes Jahr angehobene Dividende. Bei einer derzeit quartalsweisen Auszahlung in Höhe von 1,01 US-Dollar beläuft sich die Dividendenrendite wiederum auf 2,68 %.

Im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres 2020 konnte J&J, wie diese Aktie in Kurzform genannt wird, seinen Umsatz um 5,6 % auf bereinigter Basis steigern. Das Ergebnis stieg hingegen bereinigt um 9,5 %, was ein doch rasantes Wachstum ist. Gepaart mit der aktuellen Bewertung könnte das grundsätzlich attraktiv sein.

Wenn ich mich entscheiden müsste …

Wer die Wahl hat, der hat die Qual, heißt es doch so schön. Fest steht für mich jedenfalls, dass die Aktie von Procter & Gamble derzeit doch vergleichsweise teuer ist. Bleiben die Anteilsscheine von Henkel und Johnson & Johnson, wo mir die Wahl schwerfällt.

Henkel ist derzeit einfach besonders günstig, was an der durchwachsenen Perspektive liegt. Keine Frage, sollte der DAX-Konzern in eine Wachstumsspur zurückfinden, so wäre die Aktie erste Wahl. Für den Moment scheint es in meinen Augen jedoch eher Johnson & Johnson zu sein. Einerseits aufgrund der soliden Dividende, der moderateren Bewertung und seines ca. 10%igen Ergebniswachstums. Dadurch könnte der US-Konzern über einige Jahre in sein derzeitiges Bewertungsmaß hineinwachsen.

Allerdings könnte ich auch verstehen, wenn für so manchen die Wahl hier eher auf den DAX-Konzern fiele. Aber gerade mit 3.000 Euro könnte man seine Wetten jetzt ja womöglich auch etwas splitten.

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Vincent besitzt Aktien von Henkel. The Motley Fool empfiehlt Johnson&Johnson.

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