The Motley Fool

Oh Schreck: Intensivieren sich die Ermittlungen der BaFin bei Wirecard jetzt etwa?

Foto: Getty Images

Wirecard (WKN: 747206) hat mit seinem Prüfbericht hohe Wellen geschlagen. Alleine die Aktie ist seitdem ordentlich zweistellig korrigiert. In einem Gesamtmarkt, der sich zuletzt wieder deutlich positiv entwickelte, ist das ein gigantisches Zeichen für den mit dem Prüfbericht der KPMG verbundenen Vertrauensverlust.

Das hat bereits die BaFin alarmiert, die zwischenzeitlich erklärt hat, dass man die Äußerungen des Managements im Vorfeld des Berichts etwas genauer unter die Lupe nehmen möchte. Eine brisante Wendung, die sich jetzt womöglich intensivieren könnte.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

In den letzten Tagen können Investoren sogar die Worte Anzeige oder Staatsanwaltschaft lesen. Aber was sollte man hierzu wissen? Eine spannende Frage, der wir im Folgenden einmal aus einem Foolishen Blickwinkel auf den Grund gehen wollen.

Die BaFin erklärt ihr Vorgehen

Im Grunde genommen sind es Äußerungen, die niemand Geringerer als BaFin-Chef Felix Hufeld jetzt getätigt hat. Demnach werde sich seine Behörde die letzten Entwicklungen etwas genauer ansehen und es hätten mehrere Prüfungen stattgefunden, so der Funktionär der Börsenaufsicht. Gemäß der Informationen, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen, wollte Hufeld dabei nicht konkretisieren, ob es auch zu einer Sonderprüfung durch die Börsenaufsicht komme. Dem anscheinend größtmöglichen Druck- und Prüfmittel der Aufsichtsbehörde.

Die inhaltlichen Prüfungen sind eigentlich inzwischen bekannt: Die Börsenaufsicht untersucht demnach, ob es im Prüfbericht und dem Verhalten im Vorfeld Mängel gegeben hat. Beispielsweise ist die Möglichkeit des Zurückhaltens veröffentlichungspflichtiger Informationen dabei ein Thema. Oder auch ob es Falschinformationen gegeben hat. Ein solcher konkreter Ansatz hatte sich abgezeichnet.

Auch das Thema Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ist dabei noch hypothetisch. Ein solches Vorgehen komme schließlich lediglich dann in Betracht, wenn es Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten gegeben habe oder Fragen nicht geklärt werden konnten. Die BaFin bringt somit etwas Druck in die ganze Angelegenheit. Inhaltlich ist ihr Ermittlungsrahmen jedoch weitgehend unverändert.

Müssen sich Investoren jetzt fürchten?

Eine Sonderprüfung wäre für Wirecard alles andere als toll an dieser Stelle. Und auch für Investoren könnte das erneut Druck nach sich ziehen. Allerdings haben die inhaltlichen Mängel des Prüfberichts generell bereits gezeigt, dass dieses Thema vermutlich noch nicht überstanden ist. Auch an dieser Front hat sich an der Ausgangslage entsprechend wenig verändert.

Zudem bleibt abzuwarten, ob Wirecard und sein Management etwas zu befürchten haben werden. Und es bleibt im Endeffekt der rechtlichen Würdigung der Äußerungen im Vorfeld überlassen, wie man diese interpretiert. Unternehmenschef Braun beispielsweise hat gesagt, dass es keinerlei Anlass gebe, die nachträglich Korrekturen erfördern würden. Auch die KPMG konnte zumindest keinerlei substanziellen Sachverhalte finden, die Korrekturen rechtfertigen würden. Allerdings insbesondere im Drittpartnergeschäft auch nicht gegenteilig beweisen, dass alles gebucht und bilanziert worden ist. Genau dieses Verschweigen dürfte dabei der Casus knacksus sein, den es rechtlich zu bewerten gilt.

Wie gesagt, der Druck steigt. Im Endeffekt könnte es für Investoren allerdings gut sein, wenn die BaFin ihrerseits Ermittlungen anstellt. Auch wenn es von behördlicher Seite erfolgt: Eine rechtliche Würdigung der ganzen Causa könnte Wirecard und den Investoren einen weiteren Blickwinkel geben. Wie auch immer der letztlich aussehen mag.

Es wird weiter ermittelt …

Fest steht jedenfalls: Die Unsicherheit bei Wirecard ist noch immer hoch. Die Ermittlungen der BaFin zeigen, dass das Thema noch nicht abgehakt ist. Und dass das Wachstum des DAX-Zahlungsdienstleisters leider noch immer nicht im Vordergrund steht. Wer investiert bleibt und an die Erfolgsgeschichte glaubt, der sollte sich jedenfalls auf weitere Unsicherheiten einstellen. Und womöglich auf einen volatilen Ritt, je nachdem, was künftig durch die Behörden ans Tageslicht gefördert wird.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

Du kannst alle Details und unsere Tipps dazu erfahren, indem du unseren kostenlosen Spezialreport hier anforderst.

Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!