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Die größte Dividendenfalle, in die du hineintappen kannst!

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Es gibt wirklich viele gute Gründe, weshalb man in Dividendenaktien investieren sollte. Ja, sogar in ausschüttende Aktien mit hohen Dividendenrenditen. Gemeinhin können solche Ausschütter als unterbewertet gelten. Oder eben deinen passiven Einkünften einen starken Schub verleihen und dich bei deinem Vorhaben, finanziell frei zu werden, weit voranbringen.

Allerdings existiert dennoch eine gigantische Dividendenfalle, in die man als Einkommensinvestor auf keinen Fall hineintappen darf! Welche das ist? Das werden wir im Folgenden ein kleines bisschen näher erläutern.

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Achte nicht zu sehr auf Oberflächlichkeiten

Um es klar vorweg zu formulieren: Der größte Fehler, den man als Einkommensinvestor vermutlich machen kann, ist nur auf eine hohe Dividendenrendite in Kombination mit einer zuverlässigen Historie zu achten. Ein Fehler, der sich manchmal sehr teuer rächen kann.

Eine hohe Dividendenrendite kann zwar als Zeichen einer Unterbewertung gelten. Und, keine Frage: Eine starke, zuverlässige Historie ist ebenfalls ein Merkmal dafür, dass es mit der Ausschüttungshistorie in ähnlicher Weise weitergehen wird. Allerdings kann eine hohe Ausschüttungsrendite auch einer Kürzung zum Opfer fallen. Und eine Historie an zuverlässigen Ausschüttungen enden. Sicher ist in der Welt von Aktien und Börse schließlich nix und als Dividendenjäger hat man keinen Anspruch auf eine Fortführung der Ausschüttungen.

Die Historie und die Rendite sind und bleiben daher wichtige Bewertungskriterien, keine Frage. Ebenfalls wichtig sind jedoch das Geschäftsmodell und die Berücksichtigung von Chancen und Risiken. Sowie der Vergleich, ob nicht womöglich andere Aktien mit anderen Geschäftsmodellen und niedrigeren Renditen attraktiver sein könnten. Oder eben weniger riskant und dadurch nachhaltiger, was die Ausschüttungen anbelangt.

Im Endeffekt geht es auch beim Investieren in Dividendenaktien schließlich darum, die bestmöglichen Renditen einzufahren, wobei ein Teil hiervon auf Ausschüttungen basieren wird. Sollte es eine Kürzung geben und die Investitionsthese ist dadurch futsch, ist deinem Vermögensaufbau jedoch wenig geholfen. Und auch nicht deinem passiven Einkommen.

Das Coronavirus zeigt, wie wichtig ein solcher Ansatz ist

Jetzt in Zeiten des Coronavirus lernen wir als Investor überdies ein weiteres Mal, wie wichtig ein solcher Fokus auf das Geschäftsmodell sowie Chancen und Risiken ist. Und dass selbst die vermeintlich zuverlässigsten Aktien ihre Dividenden kürzen können.

Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) beispielsweise hat jetzt das erste Mal seit dem Jahre 1945 die eigene Dividende gekürzt. Und das sogar stark um zwei Drittel gemessen am vorherigen Wert. Oder auch eine Deutsche Euroshop (WKN: 748020), die seit dem Börsengang um den Jahrtausendwechsel stets eine konstante Dividende ausgezahlt hat, setzt diese plötzlich aus. Eine absolute Sicherheit gibt es daher nie.

Waren solche Kürzungen absehbar? Durch schwankende Ölpreise gerade in letzter Zeit vermutlich. Oder auch durch das Coronavirus, das bei der Deutschen Euroshop die Mietverhältnisse in Shoppingcentern belastet. Die konkreten Auswirkungen sind zwar nicht vorhersehbar gewesen. Allerdings hätte eine Chance-Risiko-Analyse hier womöglich gezeigt, dass es Risiken und Abhängigkeiten gibt, die man durchaus zu berücksichtigen hat. Und entsprechend durch Diversifikation oder auch Allokation würdigen sollte.

Sei nicht zu gierig bei Dividenden!

Im Endeffekt zeigt sich daher beim Investieren in Dividendenaktien gerade in Krisenzeiten: Weniger kann manchmal mehr sein. Oder eben weniger Risiko, dass eine Ausschüttung gekürzt wird. Und mehr an absoluten Dividenden, die auf dem Verrechnungskonto eintrudeln.

Wer sich jedoch bloß auf Dividendenrenditen und die Historie verlässt, der könnte teure Fehler begehen. Wobei Kürzungen oder Streichungen der Ausschüttungen schnell ganze Investitionsthesen vernichten.

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Vincent besitzt Aktien der Deutsche Euroshop und von Royal Dutch Shell. The Motley Fool empfiehlt Deutsche Euroshop.

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