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Wirecard-Aktie: Vertrauen soll wiederhergestellt werden – Maßnahmen zielen jedoch in falsche Richtung

Foto: Getty Images

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) buhlt derzeit um das Vertrauen der Investoren. Insbesondere, da zuletzt auch einige Rücktrittsforderungen gegen CEO und Visionär Markus Braun laut geworden sind, schienen Maßnahmen bloß eine Frage der Zeit. Auch der Druck auf den Aufsichtsrat wurde teilweise deutlich erhöht.

Diese Forderungen sind jedoch auf offene Ohren gestoßen: Wirecard hat inzwischen verkündet, dass man sich neu aufstellen werde. Insbesondere im Compliance-Bereich wurde jetzt im Vorstand aufgestockt. CEO Markus Braun soll sich demnach stärker auf die Vision von Wirecard und die Strategie konzentrieren. Sowie auf das Technologische, wo der Visionär ohne Zweifel ein starkes Know-how besitzt.

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Aber dennoch: Die derzeitigen Maßnahmen zeigen für mich in eine falsche Richtung, denn sie sind zukunftsgerichtet. Wobei es nach wie vor die Vergangenheit ist, die Investoren Sorgen bereiten sollte.

Vertrauen in der Zukunft gewinnen …?

Durch Restrukturierungen und das Gelübde der Besserung scheint Wirecard derzeit aus seinen Fehlern in der Vergangenheit lernen zu wollen. Die neue Ausrichtung, die Verstärkung im Bereich der Compliance, kann dabei zweifellos ein wichtiger Schritt sein. Insbesondere, um weitere Baustellen und Schwachstellen zu vermeiden.

Allerdings ist das jetzt für mich eigentlich nicht der Punkt, auch wenn diese Konsequenzen scheinbar an der Börse gut anzukommen scheinen. Wirecard besitzt nach wie vor operative Probleme. Und eines dieser Probleme ist und bleibt der Prüfbericht der KPMG, der alles andere als Klarheit geschaffen hat. Sowie wesentliche Vorwürfe in den Raum stellte, insbesondere im Geschäft mit den Drittpartnern, wo von einem Untersuchungshemmnis die Rede war. Ein Vorwurf, der noch immer nicht entkräftet ist.

Die Vergangenheit, insbesondere die Jahresabschlüsse zwischen 2016 und 2018, bergen daher ein hohes Maß an Unsicherheit. Sowie weitere Angriffsflächen für die  Financial Times und andere Kritiker. Es scheint dabei fraglich, wie diese Unsicherheiten künftig beseitigt werden sollen. Der Blick in die Zukunft mag dabei zwar womöglich von diesen Schwachstellen ablenken. Faktisch hat sich bei diesem Problem jedoch bislang noch nichts geändert, wobei Investoren bedenken sollten, dass genau dieser Prüfbericht der KPMG eigentlich ein für alle Mal für Klarheit sorgen sollte.

Um die Zukunft mache ich mir keine Sorgen

Erschwerend kommt für mich dabei hinzu, dass die Zukunft von Wirecard eigentlich kein Sorgenfeld gewesen ist. Dass das Management früher oder später in die Strukturen eines DAX-Konzerns wachsen würde, das war bloß eine Frage der Zeit. Zudem besitzt das Unternehmen den wachsenden Megatrend der digitalen Zahlungsdienstleistungen. Mal ganz im Ernst: Was sollte hier und jetzt noch vom Grundsatz schiefgehen?

Zudem zeigen seit ca. einem Jahr die Kooperationen und Partnerschaften, dass Wirecard in der ersten internationalen Liga angekommen ist. Ob SAP, Visa, Playmobil, die Mizuho Bank oder auch viele, viele weitere Kooperationen der letzten Jahre: Das Wachstum stimmt. Und die Reputation ebenfalls. Auch an den zukünftigen Aussichten hat sich daher eigentlich wenig verändert.

Was bleibt, ist daher die Unsicherheit bezüglich der Vergangenheit und ein Management, das jetzt Weichen für eine bessere, transparente Zukunft stellen möchte. Für mich eine Verschiebung der Wahrnehmung, die derzeit nicht zielführend ist. Beziehungsweise ein Indikator, dass sich der Markt jetzt vermehrt auf die falsche Richtung konzentriert. Wie gesagt: Die Probleme liegen in der Vergangenheit begründet.

Es bleibt für mich kritisch

Dass die Unsicherheiten nicht beseitigt werden konnten, das bleibt für mich ein kritisches Fazit, das wir leider ziehen müssen. Den Kritikern sind Tür und Tor geöffnet, um immer wieder auf vermeintliche Unregelmäßigkeiten zwischen den Jahren 2016 und 2018 herumreiten zu können. Das kritisierte Drittpartnergeschäft wird eine potenzielle Angriffsfläche bleiben. Hieran hat sich leider nichts verändert. Und das könnte trotz wachstumsstarker Zukunft ein Problem bleiben.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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