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Royal Dutch Shell: Weniger Abhängigkeit vom Öl – die erste Investition beginnt … bald

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Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) hat in diesen Tagen einen Schritt verkündet, der viele Investoren womöglich ins Grübeln bringt: Der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern hat erklärt, dass man die Dividende kürzen werde. Damit trägt man unter anderem der aktuellen Entwicklung im Ölmarkt Rechnung.

Damit zeigt sich ein weiteres Mal: Die Abhängigkeit von den Ölpreisen ist im Grunde genommen mehr Fluch als Segen für den Konzern. Zwar ist man grundsätzlich eine Größe im Markt. Im Endeffekt besitzt man selbst jedoch bloß begrenzten Einfluss auf die Entwicklungen in dem Markt. Das führt zu einem hohen Risiko, wie sich jetzt gezeigt hat.

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Allerdings scheint das Management umzudenken und den britisch-niederländischen Öl- und Erdgasmulti künftig unabhängiger vom schwarzen Gold machen zu wollen. Weitere geplante Investitionen deuten jetzt jedenfalls darauf hin.

Das Management agiert

Wie das Management von Royal Dutch Shell jetzt in diesen Tagen verkündet hat, seien weitere Investitionen in den breiteren Ausbau des Konzerns geplant. Bereits im letzten Jahr hat man dabei angekündigt, dass insbesondere eine größere Elektrizitätssparte bis zum Jahre 2030 die Konzernstruktur erweitern soll. Das scheint jedoch nicht alles zu sein.

So soll künftig in einer Raffinerieanlage im Rheinland auch Bioflüssiggas hergestellt werden. Dieses soll für den klimaneutralen Betrieb von Lastwagen verwendet werden. Dafür investiert der Konzern in eine Verflüssigungsanlage, die diesem Vorhaben und der teilweisen Neuausrichtung dieses Standortes dienen soll.

Das dafür notwendige Erdgas möchte Royal Dutch Shell insbesondere von landwirtschaftlichen Biogasquellen beziehen. Gülle, ein Nebenprodukt der tierischen Landwirtschaft, wird demnach vorrangig der Lieferant der Quelle werden. Wobei das Gas im Endeffekt in der Anlage bei minus 162 Grad Celsius verflüssigt wird und als Treibstoff dienen kann.

Als Baubeginn für die geplante Anlage wird das Frühjahr des kommenden Jahres 2021 angepeilt, die Anlage soll künftig eine Jahresauslastung von 100.000 Tonnen des Bioflüssiggases besitzen. Damit möchte der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern einen weiteren Beitrag in Richtung Klimaneutralität leisten. Wobei der Ansatzpunkt im Güter- und Lkw-Verkehr grundsätzlich interessant gewählt ist.

Es geht um eine diversifiziertere Struktur

Die Klimaneutralität dürfte Investoren in diesen Tagen jedoch eher sekundär interessieren. Im Endeffekt ist es die Aussicht auf weitere Diversifikation innerhalb der Konzernstruktur, die hier vielversprechend ist. Und bei Royal Dutch Shell scheint dabei jetzt einiges in Gang zu kommen.

Die niedrigere Dividende könnte ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Dadurch wird Liquidität bewahrt, die im Endeffekt zur Sicherung der angespannten Lage verwendet werden kann. Und eben auch dazu, sich für eine bessere und weniger von den Ölpreisen abhängige Zukunft zu sorgen.

Ein Vorhaben, das Investoren jetzt mit Sicherheit unterstützen werden. Dass eine Abhängigkeit vom schwarzen Gold nicht nur positiv ist, das sehen wir, wie gesagt, jetzt in dieser volatilen Phase. Eine Neuausrichtung könnte hier etwas Abhilfe verschaffen.

Die Verflüssigungsanlage ist dabei zwar bloß ein kleiner Schritt. Allerdings ist es die Vision mit einer kompletten Neuorganisation, die unter anderem einen Elektrizitätsgeschäftsbereich in einer Größe von ca. einem Drittel des Gesamtkonzerns vorsieht, die hier eher für signifikante Verbesserungen sorgen dürfte. Bei Royal Dutch Shell ist der Stein des Anstoßes jetzt jedenfalls ins Rollen gebracht worden.

Investitionen in eine bessere Zukunft

Der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern investiert in eine bessere Zukunft. Dass Nachhaltigkeit dabei ebenfalls eine Rolle spielen soll, ist ein wichtiger, wenngleich nebensächlicher Pluspunkt. Primär geht es darum, von den fossilen Brennstoffen etwas wegzukommen.

Mit der neu geplanten Anlage dürfte Royal Dutch Shell einen wichtigen Schritt gehen. Auf den jedoch noch viele weitere folgen müssen, damit der Gesamtplan gelingt. Insbesondere im künftigen Segment der Elektrizität dürfte es in den kommenden Jahren noch viele berichtenswerte Schritte geben.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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