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Dividendenaktie Münchener Rück: Licht und Schatten im frischen Zahlenwerk!

Foto: Getty Images.

Die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) gilt für viele Investoren als Fels in der Brandung. Und tatsächlich: Zumindest in einer Hinsicht macht der DAX-Konzern seinem Ruf alle Ehre. Auch in diesem Jahr gab es ein weiteres Mal eine moderat erhöhte Dividende von 9,80 Euro je Aktie. Durch den niedrigeren Aktienkurs konnten Investoren zwischenzeitlich sogar eine mittlere einstellige Dividendenrendite ergattern.

Nichtsdestotrotz führt das Coronavirus jetzt zu einigen Einschnitten im operativen Zahlenwerk. Allerdings hat sich das bereits angedeutet, denn das Management hat hier ebenfalls im Vorfeld verkündet, dass die bisherigen Prognosen wohl schwer zu erreichen sein werden.

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Werfen wir daher einen Blick auf das aktuelle Zahlenwerk. Und darauf, warum es reichlich Licht geben dürfte im Kontext der Quartalszahlen, die eigentlich vom Coronavirus überschattet werden.

Zahlen, Daten, Fakten

Wie das Management der Münchener Rück verkünden musste, gab es einen signifikanten Gewinnrückgang innerhalb der letzten drei Monate. Unterm Strich brach der Gewinn um zwei Drittel im Jahresvergleich weg. Der DAX-Rückversicherer konnte demnach lediglich einen Gewinn von 222 Mio. Euro einfahren. Immerhin: Die Münchener Rück bleibt in den schwarzen Zahlen.

Ein Grund für dieses vergleichsweise schlechte Abschneiden sind Rückstellungen in einem Umfang von 800 Mio. Euro, die der Rückversicherer bereits für Versicherungsschäden gebildet hat. Des Weiteren führten Absagen wegen der Coronapandemie zu einem negativen Effekt in Höhe von 973 Mio. Euro. Nach lediglich 283 Mio. Euro vor einem Jahr. Es zeigt sich: Das Coronavirus hat den Versicherer in gewisser Weise im Griff.

Dabei reichten sogar die Prämieneinnahmen aus der Schadens- und Unfallversicherung nicht aus, um die Kosten zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag demnach bei rund 106 %, was dieses Missverhältnis unterstreicht. Ein Wert von über 100 % zeigt an, dass der DAX-Rückversicherer mehr auszahlen muss, als er einnimmt.

Allerdings hat ein hervorragendes Kapitalanlageergebnis in Höhe von 1,9 Mrd. Euro (ein Anstieg übrigens um 9 % im Jahresvergleich) ein Abrutschen in die roten Zahlen verhindert. So weit zu den Basics und ich denke, wir können konstatieren: Das erste Quartal war definitiv durchwachsen.

Es gibt allerdings auch Lichtblicke

Dabei sollten sich Investoren einerseits stets in den Hinterkopf rufen, dass das genau das Geschäft der Münchener Rück ist. Im Endeffekt wird es immer einzelne Quartale geben, die aufgrund von Großschadensereignissen, Pandemien oder Katastrophen durchwachsen sind. Dafür allerdings auch andere, die solider sind. Oder eben alltäglicher, wo der Rückversicherer stark profitabel sein wird.

Allerdings existieren auch bereits kurzfristig einige Lichtblicke, die man diesem Zahlenwerk ebenfalls entnehmen kann. Demnach rechnet der Rückversicherer damit, dass jetzt die Prämieneinnahmen, auch aufgrund des Coronavirus, steigen werden. Im Rahmen der Erneuerungsrunde zum ersten April konnte das Geschäftsvolumen um rund 25 % auf 2,1 Mrd. Euro gesteigert werden, was insbesondere auf ein starkes Wachstum im asiatischen Raum zurückgeführt werden kann. Die Region, in der das Coronavirus zuerst grassierte.

Das Management rechnet außerdem damit, dass sich in einer zweiten Erneuerungsrunde zum Juli hin dieser Trend bestätigen wird. Größere Schäden führen dabei mittelfristig zu mehr Prämienvolumen. Entweder, weil die Versicherungslösungen teurer werden. Oder aber, weil andere Kunden plötzlich die Notwendigkeit gewisser Versicherungsleistungen sehen.

Das schwache Zahlenwerk jetzt im ersten Quartal könnte daher das Neugeschäftsvolumen der Münchener Rück stark beleben. Und in den kommenden Quartalen oder auch Jahren zu einem moderaten Wachstum führen.

Ein bisschen wie Yin und Yang

Im Endeffekt ist das Geschäftsmodell der Münchener Rück daher stets ein zweischneidiges Schwert. Ein bisschen wie Yin und Yang. Gibt es keinerlei Katastrophen, so fallen die Quartalszahlen zwar solider aus. Durch weniger Risiko sinken jedoch auch die Prämien und die soliden Quartalszahlen besitzen den Preis durchwachsenerer Aussichten.

Gibt es hingegen eine Katastrophe oder ein Großschadensereignis, ist das Zahlenwerk kurzfristig durchwachsen. Dann besteht jedoch die Perspektive steigender Prämieneinnahmen. Beziehungsweise eines sich weiter belebenden Geschäftsvolumens.

Jetzt, in Zeiten der Coronakrise, hat die Münchener Rück jedenfalls das erste, durchwachsene Quartal solide gemeistert und ist profitabel geblieben. Ein Zeichen der Stärke in einer unsicheren Zeit. Und womöglich ein Indikator für ein moderates Wachstum in einer Post-Corona-Phase.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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