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Oh Schreck: Beißt das Lufthansa-Management etwa in die Hand, die sie am Leben hält?

Quelle: Thomas Brantl

Die Aktie der Lufthansa (WKN: 823212) hat derzeit existenzielle Probleme. Das Coronavirus hat zu einem operativen Stillstand geführt. Ohne fremde Hilfe, das heißt insbesondere Staatshilfe, würde die Kranich-Airline wohl über kurz oder lang dem Beispiel von Thomas Cook folgen. Und in die Insolvenz rutschen.

Die möglichen Konditionen werden gegenwärtig zwischen den Beteiligten ausgelotet. Ob es zu einer Staatsbeteiligung kommt, zu einem Kredit oder zu einer Mischform, das ist noch offen. Das Säbelrasseln hat allerdings bereits begonnen, um die Konditionen insbesondere für die Lufthansa möglichst gut zu gestalten.

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Auch auf der Hauptversammlung am Dienstag dieser Woche gab es erneut eine Wasserstandsmeldung. Und ein weiteres Werben gegen eine staatliche Beteiligung. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren dazu wissen müssen. Und ob das Management der Kranich-Airline womöglich in die Hand beißt, die das Überleben sichert. Und einen mit finanziellen Mitteln füttern könnte.

Der CEO warnt

Erneut war es niemand Geringeres als Lufthansa-CEO Carsten Spohr, der mahnende Worte in den Mund genommen hat. Insbesondere eine zu hohe Schuldenlast sei für die Kranich-Airline zu vermeiden. Ansonsten würde eine Überschuldung das Unternehmen auf Jahre hinweg förmlich lähmen.

Der deutsche Staat müsse dabei aufpassen, den Wettbewerb nicht zu verzerren. Durch eine zu hohe Schuldenlast würde der internationale Wettbewerb in eine Schieflage geraten. Zum Nachteil der Lufthansa. In anderen Staaten würden die jeweiligen Hilfen für die Airlines daher derart gestaltet, dass diese sich gesundsanieren können. Durch ein unterschiedliches Vorgehen anderer Staaten dürfe der Wettbewerb nicht aus den Fugen geraten, so sinngemäß der Wortlaut.

Doch auch vor einer möglichen direkten Staatsbeteiligung hat Spohr gewarnt. Eine staatliche Geschäftsführung sei nicht erstrebenswert. Auch in der Bundesregierung würde sich demnach eigentlich niemand eine staatlich gelenkte Lufthansa wünschen, so der Unternehmenschef. Es klingt ein bisschen so, als würde da jemand versuchen, das Maximale für sich herauszuholen. In einer durchaus prekären Situation, in der man eigentlich über wenige Wahlmöglichkeiten verfügt.

Der Boden der Realität wird kommen

De Facto scheint Spohr sich eine Finanzspritze ohne Bedingungen und Mitsprache, idealerweise sogar ohne Zinsen und Tilgung, zumindest in einem gewissen Umfang zu wünschen. Oder, wenn wir das weiterdenken, in irgendeiner Weise ein Geschenk. Ein Geschenk jedoch, das es vermutlich in dieser Form nicht geben wird.

Da der deutsche Staat mit Steuergeldern hantiert, wird es zumindest auf eine hohe Verschuldung hinauslaufen. Oder eben auf eine Beteiligung. Oder vielleicht auf eine Mischform, bei der sowohl die Mitsprache als auch die Schuldenlast in einem überschaubaren Rahmen bleiben werden. Dass derartige Forderungen jetzt zwecks Stärkung der Verhandlungsposition lauter werden, ist daher verständlich. Dürfte jedoch vermutlich auf taube Ohren stoßen.

Für Investoren gilt überdies weiterhin die Gefahr, dass entweder die Verschuldung eintreten wird oder aber eine signifikante Verwässerung durch Staatshilfen. Oder, wie gesagt, eine Mischform aus beidem. Wobei die Kranich-Airline selbst wenig Optionen hat. Sofern man eine Insolvenz über kurz oder lang vermeiden möchte, wird das Angebot wohl angenommen werden müssen.

Ist dieser Mix attraktiv?

Es stellt sich weiterhin eine Kernfrage: Ist dieser Mix der zugegebenermaßen günstigen Bewertung attraktiv? Fest steht jedenfalls, dass die Lufthansa aus eigener Kraft die Krise nicht wird meistern können. Das belastet natürlich auch die Verhandlungsposition.

Wir können an dieser Stelle glücklicherweise noch anführen, dass das Management noch nicht in die Hand gebissen hat, die es füttern möchte. Wenn es bei dieser Verhandlungsposition bliebe, würde das allerdings vermutlich noch eintreten.

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