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Fünf historische Rezessionen und was wir aus ihnen lernen können

Investor denkt nach Strafzinsen
Foto: Getty Images

Steht uns eine weitere schwere Rezession bevor? Während die Wirtschaft zum Stillstand kommt, hilft es, zu wissen, dass wir das alles schon einmal erlebt haben – und die Lektion, die uns historische Rezessionen und globale Krisen gelehrt haben, ist, dass aus all dem etwas Gutes entstehen kann.

Fünf historische Rezessionen

1. Die Weltwirtschaftskrise – 1929 bis 1933

Während es in den USA die „Große Depression“ war, die durch den Crash an der Wall Street ausgelöst wurde, erlebte Großbritannien eine schwere Rezession, da die Nachfrage nach britischen Gütern zusammenbrach und die Arbeitslosigkeit in die Höhe schoss, was zu weit verbreiteter Armut führte. Was die Briten aus dieser Krise herausholte, war der Ausstieg aus dem Goldstandard. Dadurch konnte das Pfund zusammen mit den Zinssätzen fallen, was das Land wettbewerbsfähiger machte und den Wohnungsbau und die Industrie ankurbelte. Spätere Regierungen verstanden, dass man in Krisenzeiten entschlossen handeln muss und seine Währung nicht einschränken darf.

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2. Stagflation – 1973 bis 1976

Zusammen mit Flower Power und schlechten Haarschnitten sind die siebziger Jahre als das Ende des Nachkriegsbooms der 50er und 60er Jahre in Erinnerung. Dank des Jom-Kippur-Krieges vervierfachten sich die Ölpreise. Die Versuche von Premierminister Ted Heath, die Wirtschaft zum Wachsen zu bringen, ließen stattdessen die Inflation steigen, und Anfang 1974 führte der Bergarbeiterstreik zu der berüchtigten Drei-Tage-Woche. Mit der Inflation stieg auch die Arbeitslosigkeit, die 1975 bei stagnierender Wirtschaft – „Stagflation“ – auf 26 % stieg.

3. Das verarbeitende Gewerbe schmiert ab – 1980 bis 1981

1979 wurde Margaret Thatcher Premierministerin. Sie war entschlossen, den Niedergang Großbritanniens umzukehren. Sie erhöhte die Zinssätze, um die Inflation zu senken, und auch der Wert des Pfunds stieg dank des Nordseeöls. Trotz alledem stieg die Inflation in ihrem ersten Jahr auf 20 %. Ein perfekter Sturm aus hoher Inflation, hohen Kreditkosten und billigen Importen zerstörte ein Fünftel der britischen Produktion. Inzwischen hatten wir jedoch gelernt, dass die Wirtschaft zyklisch ist – Rezessionen dauern nicht ewig.

4. Immobilienboom und Rezession – 1990 bis 1992

Mitte der 1980er Jahre ging es den Briten wieder recht gut, mit niedrigerer Arbeitslosigkeit und einer Inflationsrate von unter 2,5 %. Aber niedrige Zinssätze und Steuersenkungen trieben den Immobilienmarkt nach oben. Bis 1988 lagen die Zinssätze bei bis zu 15 % – ein Alptraum für Hypothekenzahler.

Damals war Großbritannien Mitglied des Wechselkursmechanismus und konnte die Zinssätze nicht senken. Das Ergebnis waren über drei Millionen Arbeitslose und Pfändungen von Häusern in Rekordhöhe.

5. Danke, liebe Banken – 2008 bis 2009

Im Jahr 2007 ging Northern Rock in die Brüche, und ein Jahr später verließen die Mitarbeiter von Lehman Brothers das Gebäude mit ihren Habseligkeiten unterm Arm: Die Finanzkrise hatte begonnen. Wieder einmal begann sie in den USA, wo ein boomender Wohnungsmarkt globale Finanzinstitutionen dazu veranlasste, in der Hoffnung auf einen schnellen Gewinn „Subprime-Hypotheken“ in großem Umfang zu kaufen. Das lief nicht gut. Der Immobilienmarkt fiel, die Häuser waren weniger wert als die Hypotheken. Millionen verloren ihre Ersparnisse, ihre Arbeitsplätze und ihre Häuser.

Wir haben gelernt, dass unbezahlbare Schulden der Teufel sind.

Fünf Gründe, fröhlich zu sein

Die gegenwärtige Pandemie ist eine Tragödie für Tausende und eine ernsthafte Bedrohung für unsere Wirtschaft. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass wir tiefer als 2008 in eine Rezession verfallen werden. Aber wenn wir auf historische Rezessionen und globale Krisen zurückblicken, ist klar, dass sie Wachstumstreiber für Veränderungen sind – manchmal zum Guten.

1. Disruption bringt Innovation

Der Zweite Weltkrieg brachte die Computer- und Raketentechnologie mit sich. Großbritannien ist brillant in Sachen Innovation, besonders wenn die Briten mit dem Rücken zur Wand stehen. Ein neues Beatmungsgerät und ein freihändiger Türöffner sind nur der Anfang neuer Erfindungen, die die Wirtschaft in Zukunft ankurbeln könnten.

2. Große Unternehmen, die für das öffentliche Wohl zusammenarbeiten

Burberry stellt Schutzausrüstung her, McLaren stellt medizinische Beatmungsgeräte her, private Labore arbeiten mit der Regierung an Tests. Hoffen wir, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt wird, wenn dies vorbei ist.

3. Flexibles Arbeiten – wird uns das bleiben?

Der Chef von Barclays sagt, dass das Coronavirus einen nachhaltigen Einfluss darauf haben wird, wo die Mitarbeiter arbeiten, und dass Gebäude mit 1.000 Beschäftigten in ihnen „vielleicht der Vergangenheit angehören werden“. Könnte das teure Pendeln der Vergangenheit angehören?

4. Lokale Gemeinschaften sind wieder wichtig

Lokale Lebensmittelläden wieder lebenswichtig, Nachbarn, die dem NHS Beifall klatschen und Lebensmittel an Menschen in der Nähe liefern, mit denen sie noch nie zuvor gesprochen hatten. Könnten lokale Gemeinschaften und Wirtschaften einen Aufschwung erleben?

5. Die Erde heilt

Die Kohlendioxidemissionen sind dramatisch zurückgegangen, die Umweltverschmutzung ist verschwunden, Himmel und Luft sind klar, die Tierwelt blüht auf. Wie bereitwillig werden wir das opfern, wenn dies vorbei ist?

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Dieser Artikel wurde von Candy Wallace auf Englisch verfasst und am 30.04.2020 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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