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Flucht aus Papiergold? Was steckt dahinter?

Foto: Getty Images

In den letzten Wochen und Monaten schien es zunächst so, als wäre auch der einst sichere Hafen Gold anfällig für die Auswirkungen des Coronavirus. Erkenntlich war dies durch starke Kursverluste im Rahmen des allgemeinen Abwärtsdrucks am Aktienmarkt.

Doch das ist kein Wunder. Denn vergangene Krisen haben schon gezeigt, dass in der ersten Phase einer Crash-artigen Bewegung sämtliche Anlageklassen unter Druck kommen. Selbiges Schicksal traf daher auch bekannte Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum.

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Gold-Performance im Corona-Crash

Ein Grund hierfür liegt unter anderem darin, dass eine Vielzahl an risikoorientierten Anlegern Wertpapiere mithilfe von Krediten erworben hat. Besichert wurden diese Lombardkredite mit dem eignen Wertpapierdepot. Als die Kurse während des Crashs von einer Woche auf die andere um knapp 20 % verloren haben, war folglich die Sicherheitsleistung stark reduziert. Daher standen viele Anleger vor der Wahl, entweder Positionen mit einem großen Verlust zu veräußern oder frisches Kapital in das Aktiendepot einzuzahlen, um die Sicherheitsleistung wieder zu erfüllen. An der Börse nennt man dies Margin-Call.

Jedoch waren viele Anleger so stark investiert, dass sie kein frisches Kapital auf der hohen Kante liegen hatten (umsonst wurde ja kein Lombardkredit aufgenommen). Um Kapital zu beschaffen, wurde daher das Tafelsilber verkauft, das in den letzten Wochen und Monaten gute Renditen abgeworfen hatte. Und dies trifft unter anderem auf Edelmetalle und Kryptowährungen zu.

Als der Abwärtsdruck an den Aktienmärkten versiegte, wurde jedoch sehr schnell klar, dass der derzeitige Goldpreis eine ideale Einstiegsgelegenheit ist, wonach die Kurse dynamisch in eine Aufwärtsbewegung übergegangen sind und der Goldpreis in Euro bereits ein neues Allzeithoch verzeichnen konnte.

Unterschied zwischen Papiergold und physischem Gold

Nichtsdestotrotz hält das gelblich schimmernde Edelmetall Anleger auf der ganzen Welt in Atem. Denn abseits der stark beobachteten Aktien-, Anleihen- und Devisenmärkte gibt es derzeit eine fundamentale Veränderung der Nachfrage, die einen Paradigmenwechsel nach sich zieht.

Zunächst muss man zwischen Papiergold und physischem Gold unterscheiden. Physisches Gold in Form von Münzen und Barren wird wohl den meisten Foolishen Anlegern ein Begriff sein. Denn beinahe jeder hatte schon mal eine Goldmünze in Händen. Anders sieht es bei Papiergold aus. Denn hierbei handelt es sich um ein Wertpapier, dass ein Recht auf eine zukünftige Lieferung von physischem Gold verbrieft. Jedoch handelt es sich hier nur um ein Recht, wonach eine physische Lieferung in der Zukunft nicht zwingend ist.

Aufgrund von geringeren Transaktionskosten und niedrigeren Differenzen zwischen den An- und Verkaufskursen fand der überwiegende Anteil des Goldhandels in der Vergangenheit mit Papiergold statt. Dem folgte auch die Preisfestsetzung, das heißt, dass der Goldpreis derzeit ausschließlich durch den Handel mit Papiergold beeinflusst wird.

Flucht aus Papiergold und der große Run auf physisches Gold

Unabhängig von der Preisfestsetzung sieht man derzeit einen starken Trend in Richtung physisches Gold. Denn während an der Terminbörse für Edelmetalle (COMEX) im März diesen Jahres lediglich 2.914 Anträge auf Auslieferung von physischem Gold gestellt wurden, haben sich diese Anträge auf 28.120 im April beinahe verzehnfacht.

Des Weiteren erkennt man durch eine kurze Onlinerecherche, dass eine Vielzahl an Goldbarren und Goldmünzen derzeit ausverkauft ist. Der Grund hierfür besteht im Zusammenspiel einer höheren Nachfrage und einer Angebotsverkürzung, da auch viele Lieferketten der Goldproduzenten durch das Coronavirus beeinträchtigt sind.

Die Gründe für eine erhöhte Nachfrage sind vielseitiger und bestehen in der erhöhten Unsicherheit im Rahmen der Corona-Krise und dem schwindenden Vertrauen in unsere wichtigsten Fiat-Währungen, den Euro und US-Dollar. Denn Anleihekäufe von Notenbanken in einem unbegrenzten Maß könnten über kurz oder lang dafür sorgen, dass erhebliche Zweifel an der Werthaltigkeit dieser Währungen entstehen.

Mögliche Auswirkungen

Sollte sich der Trend in Richtung physisches Gold weiterhin dynamisch entwickeln, wäre es aus meiner Sicht sogar vorstellbar, dass in der Zukunft die Preisfestsetzung von Gold ausschließlich durch die Nachfrage nach physischem Gold und nicht nach Papiergold zustande kommt. Mögliche Auswirkungen in diesem Szenario wären stark steigende Goldnotierungen und eine zunehmende Verknappung von physischem Gold.

Anleger, die diese Entwicklung antizipieren, können im Falle eines Eintritts dieses Szenarios stark profitieren. Aufgrund der höheren Sicherheit und Werthaltigkeit würde ich in diesem Fall jedenfalls physischem Gold und Anteilen an Goldminen dem Papiergold gegenüber den Vorzug geben.

Jedoch muss man meine Analyse auch dahin gehend limitieren, dass wir derzeit erst am Anfang einer möglichen Veränderung stehen, wonach zum Beispiel die Zahl der Auslieferungsanträge in den nächsten Monaten ein guter Indikator für zukünftige Entwicklungen sein könnte.

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