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Royal Dutch Shell: Hat die Dividendenkürzung etwa auch Vorteile?

Es klingt eigentlich wie ein schlechter Scherz, ist aber inzwischen Realität: Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) hat seine Dividende gekürzt. Das erst Mal seit über 75 Jahren, dass der britisch-niederländische Konzern seine Ausschüttung jetzt gesenkt hat. Und das auch noch recht deutlich.

Von einer vorherigen Ausschüttung in Höhe von 0,47 US-Dollar pro Quartal geht es jetzt zunächst hinab auf 0,16 US-Dollar im Vierteljahr. Ob das bereits der Tiefpunkt ist? Wir werden es sehen. Das dürfte mit Sicherheit auch davon abhängen, wie lange der Ölmarkt benötigt, um wieder ins Gleichgewicht zurückzufinden.

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Die spannende Frage ist allerdings: Resultieren aus der Kürzung der Dividende vielleicht sogar Vorteile? Die einfache Antwort: Ja. Aber schauen wir im Folgenden einmal, warum diese nicht bloß kurzfristiger Natur sein müssen.

Kurzfristig: Mehr Liquidität

Ein erster Vorteil ist offensichtlich und ein Grund, weshalb Royal Dutch Shell diesen Schritt gegangen ist. Eine Dividendenhistorie mit einem Dreivierteljahrhundert an stets stabilen Ausschüttungen schmeißt man ja schließlich nicht einfach so weg.

Royal Dutch Shell erhält durch die Kürzung nämlich eine ganze Menge Liquidität. Insbesondere die vierteljährlichen Auszahlungen haben einen Milliardenbetrag gekostet, der jetzt eingespart werden kann. In einer Zeit, in der die Ölpreise niedrig sind. Und der britisch-niederländische Konzern bereits im ersten Quartal mit einem Verlust von 24 Mio. US-Dollar in die roten Zahlen gerutscht ist. Wobei der freie Cashflow mit über 12 Mrd. US-Dollar positiv geblieben ist.

Dennoch: Royal Dutch Shell wird sparen müssen, um diese womöglich länger unsichere Zeit durchstehen zu können. Investitionen sind dabei bereits zurückgefahren worden und auch die Aktienrückkäufe wurden bereits einkassiert. Der Erhalt von Liquidität ist dabei zunächst das oberste Gebot, um die Krise meistern zu können.

Mittel- bis langfristig: Flexiblere Möglichkeiten

Allerdings ist das nicht der einzige Vorteil, den die Aktie von Royal Dutch Shell durch die Dividendenkürzungen besitzen dürfte. Nein, insbesondere mittel- bis langfristig und in wieder stabileren Marktphasen ergeben sich durch die Kürzung vermutlich neue Möglichkeiten. Die wiederum mittel- bis langfristig gigantische Auswirkungen haben könnten.

Royal Dutch Shell plant schließlich, sich aus Sicht des Gesamtkonzerns neu aufstellen zu wollen. Ursprünglich ist dabei geplant gewesen, bis zum Geschäftsjahr 2030 eine Elektrizitätssparte aufzubauen, die in etwa ein Drittel des Gesamtkonzerns einnehmen soll. Ob diese Prognose haltbar ist, das werden wir vermutlich erst nach der derzeitigen Ölschwemme und Wirtschaftskrise sehen können.

Durch mögliche Einsparungen bei der Dividende, auch in den kommenden Jahren, könnten mehr Mittel frei werden, um diese Vision zu verfolgen. Wobei Elektrizität dem Gesamtkonzern ein drittes und womöglich etwas stabileres Marktumfeld ermöglichen könnte. Eine Vision, die in Zeiten der Ölschwemme daher vielleicht dringender wird denn je.

Des Weiteren könnte Royal Dutch Shell künftig insgesamt seine Kapitalrückführungen flexibler gestalten. Beispielsweise mit konsequent etwas weniger Dividende und mehr Aktienrückkäufen. Wobei Spekulationen diesbezüglich natürlich noch hypothetisch sind. Zunächst gilt es erst einmal, ein stabileres Marktumfeld zu erreichen.

Der Einschnitt ist da: Jetzt geht es um die Möglichkeiten

Wie wir daher effektiv sehen können, ist eine Zäsur bei der Dividende bereits vorhanden. Royal Dutch Shell hat die Dividende signifikant gekürzt. Das führt kurzfristig zu mehr Liquidität und ist vermutlich das Wichtigste, was es jetzt zu halten gilt.

Aber auch mittel- bis langfristig könnten sich neue Wege und mehr Investitionsmöglichkeiten in Richtung Konzernneuausrichtung auftun. Es bleibt spannend, wie das Management diese neue Situation nutzen wird.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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