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Obacht, Schnäppchenjäger: 3 Aktien mit KGV unter 12, die man jetzt kennen sollte!

Foto: Getty Images

Wie misst man eine günstige Aktie? Für viele Investoren dürfte es dabei bevorzugt noch immer einen Weg geben: die fundamentalen Kennzahlen. Insbesondere das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist ein Wert, der in der Welt der Value-Investoren Anklang findet. Auch wenn der Kontext natürlich entscheidender ist als die bloße Kennzahl.

Ein KGV, wie diese Kennzahl in Kurzform häufiger genannt wird, von unter 12 kann dabei teilweise als Schnäppchen gewertet werden. Vor allem, wenn mittel- bis langfristig ein moderates Wachstum lauern könnte, das die Bewertung konsequent preiswerter werden lässt.

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Appetit auf solche Aktien bekommen? Falls ja, dann gib jetzt lieber fein acht. Denn im Folgenden wollen wir einen Foolishen Blick auf drei Aktien werfen, die jetzt mit einem KGV von unter 12 glänzen können. Und darauf, was es ansonsten noch zu beachten gilt.

Fresenius: Knapp, aber es passt noch!

Eine erste Aktie, die gerade noch diese Messlatte erfüllt, ist die von Fresenius (WKN: 578560). Der DAX-Gesundheitskonzern notiert dabei auf einem Aktienkursniveau von 39,07 Euro (01.05.2020, maßgeblich für alle Kurse). Gemessen an einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,38 Euro beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis dadurch auf 11,55. Kleiner Spoiler: Das ist der höchste Wert, den wir hier heute haben.

Doch auch andere Kennzahlen könnten die derzeit preiswerte Bewertung unterstreichen. Fresenius’ Jahresumsatz betrug zuletzt beispielsweise 63,52 Euro, wodurch das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei ca. 0,62 liegt. Ein Wert unter 1 kann hier im Normalfall als preiswert angesehen sehen. Zudem beläuft sich die Dividendenrendite bei einer anvisierten Dividende von 0,84 Euro auf 2,14 %. Wobei wir hier bedenken sollten, dass Fresenius lediglich einen Anteil von ca. einem Viertel des Gewinns für die Ausschüttung verwendet.

Keine Frage: Kurzfristig dürfte das Coronavirus auch den Gesundheitsbereich treffen. Die Krankenhäuser sind gegenwärtig weniger ausgelastet, nicht notwendige Operationen werden verschoben. Mittelfristig rechnet das Management allerdings mit einem Gewinnwachstum im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich. Das könnte die Bewertung heute wie ein Schnäppchen aussehen lassen.

Allianz: KGV von unter 10

Eine DAX-Aktie, die sogar auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10 kommt, ist die der Allianz (WKN: 840400). Der Münchener Versicherer konnte im letzten Jahr seinen Gewinn auf 18,90 Euro steigern. Bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 170,64 Euro beläuft sich das KGV auf lediglich 9,02. Ein günstiger Wert für die Allianz.

Insbesondere bei der derzeitigen Dividende wird das ebenfalls ersichtlich: Nach einem hervorragenden Geschäftsjahr 2019 hat das Management beschlossen, 9,60 Euro je Aktie auszuzahlen. Das entspricht mehr als einem Jahrzehnt an konstanten Zahlungen, die jetzt durch das Coronavirus das Prädikat krisenerprobt erhalten. Beim aktuellen Aktienkursniveau beläuft sich die Dividendenrendite außerdem auf 5,62 %.

Wird die Allianz in diesem Geschäftsjahr an die hervorragenden Ergebnisse des Vorjahres heranreichen? Nein, wohl eher nicht. Das Management rechnet mit einem moderaten Einbruch, vielleicht wird es eher ein operatives Ergebnis in mittlerer bis höherer einstelliger Milliardenhöhe. Wird die Allianz jedoch mittelfristig an die bisherige Erfolgsspur anknüpfen können? Auch hierfür stehen die Zeichen nicht schlecht. Bislang ist die Allianz schließlich von einem steten, moderaten organischen Wachstum ausgegangen. In coronalosen Zeiten dürfte das entsprechend wieder der Fall sein.

HeidelbergCement: Nach Stagnation bepreist?

Ein KGV von 8 gilt für viele Investoren regelmäßig wie eine Bewertung, die nach Stagnation aussieht. Die Aktie von HeidelbergCement (WKN: 604700) könnte an ein solches Ideal heranreicht. Bei einem aktuellen Aktienkursniveau von 43,69 Euro und einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 5,50 Euro beläuft sich das KGV derzeit auf 7,94. Die magische 8 ist somit in Griffweite.

Auch bei der Aktie von HeidelbergCement könnte eine attraktive Dividendenperle lauern. Demnach plant der DAX-Konzern für 2019 mit einer Dividende in Höhe von 2,20 Euro, das ist bereits die zehnte Dividendenerhöhung in Folge. Womöglich lauert hier ein spannender, konstanter und stetiger Erhöher, der außerdem mit einem Ausschüttungsverhältnis von eher moderaten 40 % glänzen kann.

Die derzeitige Dividendenrendite beläuft sich dennoch auf attraktive 5,08 % und könnte entsprechend sicher und nachhaltig sein. Die Nachfrage nach Zement und Baustoffen könnte in unsicheren Zeiten natürlich niedriger werden. Doch selbst operative Stagnation oder ein moderates Nachgeben könnten hier noch immer eine vergleichsweise günstige Aktie übrig lassen.

KGV unter 12: Im DAX locker möglich!

Wie wir unterm Strich daher sehen können, ist sogar im DAX eine starke, günstige Klasse vorhanden. Die Aktien von Fresenius, der Allianz und von HeidelbergCement kommen derzeit auf KGVs von unter 12. Zudem weisen sie auch attraktive Dividenden aus, die ebenfalls einen Blick wert sein könnten. Vielleicht ist jetzt die Chance für Schnäppchenjäger da, die eine oder andere Chance etwas mehr in den Fokus zu rücken.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz und von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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