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Kann die Slack-Aktie uns zu Millionären machen?

Foto: The Motley Fool.

Der bekannte Investor und Autor Peter Lynch prägte in seinem Buch „Der Börse einen Schritt voraus“ den Begriff „Multibagger“, um den Kursanstieg einer Aktie zu beschreiben, die sich mehr als verdoppelt. Ein 10-Bagger ist eine Aktie, die auf das 10-Fache ihrer ursprünglichen Investition angewachsen ist. Manche nennen solche eher selten vorkommenden Aktien „Millionärsmacher“. Anleger, die diese außergewöhnlichen Aktien suchen, sollten sich nach einem führenden Unternehmen umsehen, das auf einem riesigen Wachstumsmarkt gewinnt.

Ein solches Unternehmen könnte Slack Technologies (WKN: A2PGZL) sein, das durch die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Coronaviruspandemie Rückenwind erfährt, das aber auch mit einem kapitalkräftigen Konkurrenten zu tun hat. Werfen wir einen genaueren Blick auf dieses Unternehmen und schließen unsere Analyse mit der Beantwortung der folgenden Frage ab: Kann dieser Spezialist für Kommunikationsplattformen eine Millionärsmacher-Aktie sein?

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Das Geschäftsmodell von Slack

Die Software von Slack lässt sich vereinfacht ausgedrückt als Alternative zu E-Mail für Teams erklären, aber sie leistet viel mehr, als nur den fast 49 Jahre alten elektronischen Briefkasten zu ersetzen. Slack-Nachrichten werden an „Kanäle“ gesendet und nicht an eine Einzelperson weitergeleitet. Kanäle können für Organisationen, Projekte oder sogar Interessengruppen ab zwei Personen eingerichtet werden. Sobald ein Kanal eingerichtet ist, werden Personen hinzugefügt und die Zusammenarbeit kann beginnen. Dieses einzigartige Team-Design ist vielleicht der Grund, warum 87 % der Benutzer sagen, dass es „die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb ihrer Organisation verbessert“. Aber die Plattform dient nicht nur dem Austausch von Nachrichten; sie lässt sich in mehr als 2.000 Anwendungen einbinden und macht die Software damit zu einer zentralen Drehscheibe, um Dinge zu erledigen.

Die Benutzer lieben die Plattform. In ihrer Gewinnmitteilung für das vierte Quartal gab sie 110.000 zahlende Kunden an, 25 % mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen auf Abonnementbasis haben für das letzte Geschäftsjahr, das am 31. Januar 2020 endete, 630 Millionen US-Dollar erreicht, was einem Zuwachs von 57 % gegenüber 2019 entspricht. Sobald ein Kunde mit der Nutzung des Produkts beginnt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er die Nutzung innerhalb des gesamten Unternehmens ausweitet oder zu einem teureren Abo-Paket wechselt. Infolgedessen liegt die sogenannte Netto-Dollar-Retentionsrate (ein Maß für die Kundentreue) des Unternehmens bei mindestens 132 %, seitdem diese Kennzahl gemeldet wurde.

Zuletzt stieg die Nutzung der Plattform gewaltig an.

Der Coronaschub

Viele Unternehmen mussten aufgrund der Coronaviruspandemie buchstäblich über Nacht groß angelegte Vorkehrungen für die Fernarbeit treffen. Dieser beispiellose Schritt hat die Bereitschaft der Kunden, für Slack zu bezahlen, beschleunigt. Über einen Zeitraum von acht Wochen im Februar und März konnte das Unternehmen über 9.000 neue zahlende Kunden gewinnen, was gegenüber den 5.000 Kunden, die es im letzten Quartal hinzugewonnen hatte, eine Steigerung um 80 % bedeutet.

Diese Pandemie wird wahrscheinlich dazu führen, dass Fernarbeit für die Beschäftigten zur Routine wird, sodass es nicht bei einem einmaligen Phänomen bleibt. Angesichts der Tatsache, dass über 550.000 Unternehmen und Institutionen in gewissem Umfang das kostenlose Angebot mit begrenztem Funktionsumfang von Slack nutzen, könnte dieser beschleunigte Übergang zu kostenpflichtigen Abopaketen erst der Anfang sein. Aber dieser Trend drängt die Unternehmen genauso dazu, dem Konkurrenzprodukt von Microsoft (WKN: 870747) eine Chance zu geben.

Kann David Goliath besiegen?

Das mächtige Softwareimperium bündelt seine Slack-ähnliche Anwendung namens Teams als Teil seines Premiumbüropakets für Unternehmen, Microsoft 365 (bisher Office 365). Seit November berichtete das Unternehmen, dass sich die Zahl der täglichen aktiven Benutzer auf 44 Millionen mehr als verdoppelt hat, und CEO Satya Nadella gab an, dass es sich dabei um die am schnellsten wachsende Anwendung in der Geschichte des Unternehmens handelt.

Wenn man sich die Sache etwas genauer anschaut, erweisen sich Vergleiche zwischen den Plattformen als etwas schwierig. Microsoft definiert die tägliche aktive Nutzung als „die maximale Anzahl täglicher Benutzer, die innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums bewusst eine Aktion über den Desktop-Client, den mobilen Client und den Web-Client ausführen“. Kleine Aktionen wie der Beitritt zu einer Besprechung oder die Beantwortung eines Chats in Teams zählen als „bewusste Handlung“.

Microsoft Teams Slack
Erstveröffentlichung März 2017 August 2013
Zuletzt berichtete täglich aktive Nutzer 44 Mio. 12,5 Mio.
Verfügbare Sprachen 53 8
Anzahl Kunden (Organisationen) über 50.000 120.000 (bezahlt)

550.000 (kostenfrei)

Anzahl verknüpfbarer Apps 400+ 2.000+

Tabelle erstellt vom Autor, Daten basierend auf Angaben von Wikipedia und Pressemeldungen der Unternehmen

Die Bedeutung von „tägliche aktive Nutzung“ unterscheidet sich deutlich bei Slack. Im Oktober 2019 veröffentlichte das Unternehmen einen Blogbeitrag mit dem übersetzten Titel „Nicht alle täglichen aktiven Nutzer sind gleich geschaffen“, der zahlreiche Aktivitätsmesswerte aufwies. Darunter befindet sich einer, der zeigte, dass seine 12 Millionen aktiven täglichen Nutzer mehr als 9 Stunden auf der Plattform verbringen und durchschnittlich 90 Minuten mit dem Tool interagieren.

Die Kundentreue dieser Plattform ist hoch und es gelingt, auch Kunden des Software-Goliaths abzuwerben. Bei seinem jüngsten Quartalsbericht erklärte CEO Stewart Butterfield, dass vier von fünf der größten Vertragsabschlüsse von Slack im vierten Quartal gegen Microsoft Teams waren, und erklärte, „die Mehrheit unserer 1-Million-Dollar-Kunden nutzt auch Office 365 …“.

Da Millionen von Unternehmen auf der ganzen Welt noch immer von jahrzehntealter E-Mail-Technologie abhängig sind (die niemand wirklich mag), befindet sich der Kampf um Kunden in diesem riesigen Markt noch in den Anfängen.

Die wichtigsten Erkenntnisse für Investoren

Könnte Slack also angesichts der guten Geschäftsentwicklung eine 10-fache Rendite für Investoren erzielen? Lasst uns bei dem Software-as-a-Service-Giganten Adobe (NASDAQ:ADBE) nach einem Anhaltspunkt Ausschau halten. Er weist eine aktuelle Marktkapitalisierung von 165 Milliarden US-Dollar auf, was etwas mehr als das 10-Fache der 15,7 Milliarden US-Dollar von Slack ausmacht. Das Unternehmen ist Marktführer in zwei riesigen Softwaresegmenten: Dokumentenmanagement und Tools für Kreative.

Einer ähnlichen Logik folgend, müsste der Spezialist für Kollaborationsplattformen in seinem aktuellen Geschäft klarer Marktführer sein und entweder in komplementäre Märkte expandieren oder ein komplett neues Geschäftsfeld erobern. Dies ist eine große Aufgabe, wenn man bedenkt, wo das Unternehmen heute steht. Im Moment sehen die Chancen dafür, dass die Slack-Aktien Millionäre machen wird, also ziemlich gering aus.

Aber das bedeutet nicht, dass es sich um eine lausige Investition handeln muss. Letztes Jahr wurden pro Tag 129 Milliarden geschäftliche E-Mails verschickt – das ist eine Welt voller großartiger Möglichkeiten für Slack.

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Dieser Artikel wurde von Brian Withers auf Englisch verfasst und am 25.04.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.
Teresa Kersten, eine Angestellte von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Boards von The Motley Fool. Brian Withers besitzt Aktien von Slack Technologies. The Motley Fool besitzt Aktien von und empfiehlt Microsoft und Slack Technologies. The Motley Fool empfiehlt Adobe Systems.

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