The Motley Fool

Wirecard-Aktie: Warum für mich ab jetzt Warren Buffetts erste Börsenregel gilt!

Wirecard (WKN: 747206) hat in diesen Tagen die Ergebnisse der Sonderprüfung präsentiert und die Investoren geschockt. Ein Abschlag von weit über 20 % am ersten Handelstag zeigt, dass die Ergebnisse die Investoren nicht beruhigt haben. Sondern noch weiter verunsichert.

Wobei wirklich viele Fragen offen geblieben sind. Das Prüfwerk weist inhaltliche Mängel und wenig klare Aussagen vor allem im Drittpartnergeschäft auf. Des Weiteren ist der Bericht ein Beispiel dafür, wie eine Prüfung vermutlich nicht ablaufen sollte: Mangelnde Kooperation und auch Kommunikation scheinen Themen gewesen zu sein, die die Prüfer der KPMG hier sehr bewusst durchscheinen lassen wollten.

3 Aktien, die jetzt von der Digitalisierung der Welt profitieren Das Coronavirus verändert nachhaltig die Welt, in der wir leben. Die Digitalisierung der Welt ist nicht mehr aufzuhalten und erfährt aktuelle eine massive Beschleunigung. The Motely Fool hat jetzt 3 Unternehmen identifiziert, die von diesem Mega-Trend in 2020 und den kommenden Jahren stark profitieren werden. Für uns Kerninvestments der neuen, digitalen Welt 2.0. Fordere die kostenlose Analyse jetzt hier ab..

Für mich gilt ab jetzt daher Warren Buffetts erste Börsenregel bei der Aktie von Wirecard: Verliere niemals Geld. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was das konkret am Beispiel des DAX-Zahlungsdienstleister bedeutet.

Die Risiken überwiegen für mich

Der Bericht sollte eigentlich für Klarheit sorgen und die Vorwürfe der „Financial Times“, insbesondere im Geschäft mit den Drittpartnern, entkräften. Allerdings ist das genaue Gegenteil der Fall. Weiterhin offene Fragen sind ein gefundenes Fressen für alle Kritiker. Und womöglich auch für die „Financial Times“ rund um das Autorenteam McCrum, die hier wohl ebenfalls die Ergebnisse genau studieren werden.

Das Risiko ist in meinen Augen nach der Veröffentlichung dieses Sonderberichts eigentlich noch größer geworden. Es sind sehr viele Dinge weiterhin unklar, wobei die Frage besteht, warum die Prüfaspekte im Unklaren blieben. Mangelnde Kooperation der Drittpartner mag ein Grund sein. Das verzögerte Ausliefern eigener Unterlagen durch die Wirecard AG wirft jedenfalls kein gutes Licht auf den Zahlungsdienstleister selbst. Und die Prüfer haben das relativ klar im Rahmen ihres Abschlussberichts moniert.

Ein halbes Jahr der Prüfung ohne klare Ergebnisse und ohne Entlastung sind daher für Investoren eine bittere Pille. Zeitgleich erhöht sich das Risiko. Sowohl durch Kritiker wie die „Financial Times“, aber auch dadurch, dass an den Vorwürfen speziell im Drittpartnergeschäft etwas dran sein könnte (expliziter Konjunktiv!). Allerdings ist es schon seltsam, dass diese nicht mit den Prüfern kooperiert haben und erst zögerlich und bloß teilweise Unterlagen zur Verfügung stellten. Auch das wird vermutlich weiterführende Fragen aufwerfen.

Der Chancen-Risiken-Mix stimmt für mich nicht mehr

Wirecard besitzt gewiss einige Chancen. Die Prognose eines operativen Ergebnisses von einer Milliarde Euro klingelt den meisten Investoren dabei wohl in den Ohren. Genauso wie das operative Ergebnis von 3,8 Mrd. Euro bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025. Allerdings sind für mich diese Wachstumschancen das Risiko nicht mehr wert.

Dass Wirecard jetzt nicht die gewünschten Ergebnisse in einer ausreichenden und einwandfreien Qualität geliefert hat, erhöht das Risiko sogar noch enorm. Die Vorwürfe scheinen jedenfalls nicht entkräftet und die Unsicherheit bezüglich der bilanziellen Risiken wird anhalten.

Als Investoren ist es allerdings unsere Aufgabe, gut kalkulierte Risiken einzugehen, natürlich unter Würdigung der Chancen. Da das Kalkulieren der Risiken jetzt jedoch noch schwieriger wird, ist es für mich bald an der Zeit, die Reißleine zu ziehen. Einfach, um weitere Überraschungen, Risiken und Unsicherheiten im Portfolio zu vermeiden.

Sich vom Verlierer trennen, um weitere Verluste zu vermeiden

Besitzt die Aktie von Wirecard daher ein weiteres Wachstumspotenzial? Keine Frage: Ja. Allerdings sind weitere Verluste hier ebenfalls nicht ausgeschlossen. Die Kritik wird jedenfalls anhalten und der Fokus auf das Wachstum scheint in meinen Augen einfach nicht möglich zu sein.

Daher werde ich in den kommenden Wochen zumindest bei einem großen Teil meiner Aktienposition die Reißleine ziehen. Auch in dem Wissen, dass es im Markt der Zahlungsdienstleister andere Akteure mit weniger Problemen gibt. Bei ebenfalls großen Chancen. Jedoch bedeutend weniger Risiko.

Ist das die „nächste Netflix“ (und ein Corona-Gewinner)?

Wegen Corona-Isolation nimmt zurzeit ein Trend doppelt an Fahrt auf, der frühe Investoren so glücklich machen könnte wie die Netflix-Investoren der ersten Stunde: Gaming. Netflix hat seine Aktionäre bereits auf diese Entwicklung vorbereitet „Wir konkurrieren mit diesem disruptiven Trend… und wir werden ihn vermutlich verlieren…!“. Dieses Unternehmen könnte Netflix als König des Next-Gen-Entertainment entthronen. Wir möchten dir gerne alle Einzelheiten über dieses Unternehmen an die Hand geben.

Fordere unseren neuen kostenlosen Spezialreport „Die Gaming-Industrie steht vor einem neuen Schub – Das ist unsere Top-Empfehlung“ jetzt an!

Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Diese Aktien empfehlen wir jetzt zum Kauf

Die Post-Corona Ära: Die neue Normalität +++ Worauf du dich jetzt einstellen solltest +++ Wo die Redaktion des Stock Advisor Deutschland jetzt die größten Kaufchancen sieht+++Die 3 besten Kennzahlen für deinen Sicherheits-Depotcheck+++

Welche Aktien haben jetzt die besten Chancen , in der Post-Corona Ära zu bestehen und davon zu profitieren?

Wir sind fest davon überzeugt, dass Investoren langfristig belohnt werden, wenn sie jetzt bewährte Foolishe Kriterien beachten.

Teste jetzt 30 Tage lang Stock Advisor Deutschland und erhalten sofortigen Zugriff auf alle aktuellen Kaufempfehlungen und Inhalte!

Klick hier für alle Details!