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Das letzte Gefecht der Investmentfonds: Nicht-transparente ETFs

Der Anstieg der börsengehandelten Fonds war rasend schnell, angefangen bei Null vor 30 Jahren bis hin zu einem Vermögen von fast 5 Billionen US-Dollar. Heute stellen ETFs aufgrund der Verfügbarkeit des Intraday-Handels und der niedrigen Kosten eine große Bedrohung für traditionelle Investmentfonds dar.

Investmentfondsgesellschaften haben eine Antwort darauf gefunden: nicht transparente ETFs. Diese ETFs ahmen einige der eigenen Elemente traditioneller Investmentfonds nach, bieten den Anlegern jedoch die gleiche Leichtigkeit des Handels wie jeder börsengehandelte Fonds. Mit etwas niedrigeren Gebühren als ihre entsprechenden Investmentfonds – aber trotzdem höher als bei einem typischen Index-ETF – stellen nicht-transparente ETFs eine letzte Anstrengung der Anbieter von Investmentfonds dar, ihren Marktanteil zu erhalten und den Anlegern eine Alternative zu regulären ETFs zu bieten.

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Der erste Vorreiter bei nicht-transparenten ETFs

American Century Investments ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Akteur in der Investmentfondsbranche. Es ist auch das erste Unternehmen, das nicht-transparente ETFs auf den Markt gebracht hat. Die beiden Fonds bieten Anlegern ein potenzielles Engagement an beiden Enden des Wachstumswertspektrums, wobei sich der American Century Focused Dynamic Growth an Wachstumsinvestoren wendet, während der American Century Focused Large-Cap Value darauf ausgerichtet ist, Befürworter von Value-Aktien anzuziehen.

In den meisten Punkten werden sich die beiden Fonds wie jeder andere ETF verhalten. Die Anleger werden jedoch nicht täglich darüber informiert, welche Aktien die nicht-transparenten ETFs halten. Stattdessen folgen sie den Offenlegungsregeln für Investmentfonds und gewähren monatlich oder vierteljährlich einen Einblick. Der wachstumsorientierte American Century Growth ETF nennt Amazon.com (WKN:906866) als seinen Top-Pick zum 31. März, während das Value-Pendant Johnson & Johnson (WKN:853260) als seine größte Position nennt.

Vor- und Nachteile nicht-transparenter ETFs

Ob nicht-transparente ETFs gute Investitionen sind, hängt in vielerlei Hinsicht davon ab, welche Alternativen wir zum Vergleich heranziehen. Sie sind billiger als traditionelle Investmentfonds, wobei die beiden American Century-Angebote 0,42 % bis 0,45 % an jährlichen Kosten verursachen, verglichen mit 1 % oder mehr bei vielen Aktienfonds. Sie sind jedoch teurer als Index-ETFs, die oft Gebühren von 0,10 % oder weniger erheben.

Die Tatsache, dass die meisten Broker jetzt den provisionsfreien Handel mit Aktien und ETFs erlauben, beseitigt ein großes Kostenproblem, das ETFs traditionell gegenüber regulären Investmentfonds hatten. Nichtsdestotrotz werden diese neuen ETFs relativ weite Geld-Brief-Spannen aufweisen, wodurch sie für häufigen Handel weniger geeignet und für langfristige Anleger besser geeignet sind.

Diese beiden intransparenten ETFs bieten auch nicht dasselbe wie ein bestehender Investmentfonds, aber es ist möglich, dass andere Anbieter ETFs verwenden werden, die im Wesentlichen die zugrunde liegenden Investmentfonds-Strategien nachbilden. Wenn das geschieht, signalisiert es die Erkenntnis, dass der Wechsel von Investmentfonds zu ETFs nicht aufzuhalten ist.

Das größte Risiko für intransparente ETFs

Die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde hob einen Bereich hervor, der für diesen ETFs Anlass zur Sorge gibt. Im Rahmen der Genehmigung der neuen Fonds wiesen zwei SEC-Kommissare darauf hin, dass die Transparenz der Aktien in der Vergangenheit eine entscheidende Komponente war, um sicherzustellen, dass Investoren den wahren Wert der zugrunde liegenden Vermögenswerte verstehen, die sie durch den Kauf von ETF-Anteilen erwerben. Ohne zu wissen, um welche Vermögenswerte es sich dabei handelt, wird es unmöglich sein, zu überprüfen, ob die ETF-Preise dem wahren Wert nahe kommen. In Zeiten von Problemen am Markt, so die SEC-Kommissare, könnte dies auch hier zu Problemen führen.

Nicht-transparente ETFs bieten jedoch einen gewissen Schutz gegen diese Probleme. Auch wenn sie die tatsächlichen Aktien nicht offenlegen müssen, werden nicht-transparente ETF-Manager einige andere Informationen zur Verfügung stellen. Institutionelle Anleger, die die Schaffung und die neuen Blöcke von ETF-Anteilen verwalten, werden diese Informationen nutzen können, um zu entscheiden, welche Maßnahmen im Dienste des allgemeinen Anlegerpublikums angemessen sind. Das hat die Kommissare besänftigt, aber die SEC wird künftige Anträge prüfen müssen, um sicherzustellen, dass ähnliche Schutzvorkehrungen getroffen werden.

Wie es mit nicht-transparenten ETFs weitergeht

American Century hatte mit seinen nicht-transparenten ETFs ein perfektes Timing und startete Ende März, als die Märkte unten waren. Infolgedessen hat es bereits große Gewinne für die beiden Angebote verzeichnet. Da sich viele Anleger zu sehr auf die kurzfristige Performance konzentrieren, könnte dies zu großen Zuflüssen für die beiden undurchsichtigen ETFs von American Century führen. Das ist ein notwendiger Schritt, damit die neue Anlageklasse in der Anlegergemeinde auf breiterer Basis Fuß fassen kann – und um den Anbietern von Investmentfonds eine Möglichkeit zu geben, zu versuchen, die von ihnen verwalteten Vermögenswerte zu erhalten, anstatt zuzusehen, wie das Interesse an regulären Investmentfonds mit der Zeit schwindet.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 21.02.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. 

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon. The Motley Fool empfiehlt Johnson & Johnson und empfiehlt die folgenden Optionen: Short Januar 2022 $1940 Calls auf Amazon und Long Januar 2022 $1920 Calls auf Amazon. 

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