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Netflix spart mächtig ein: Kann man Konkurrent Walt Disney bei dieser Kennzahl die Stirn bieten?

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Der Streaming-Krieg zwischen Netflix (WKN: 552484) und Walt Disney (WKN: 855686) gewinnt womöglich immer weiter an Fahrt, trotz beziehungsweise gerade aufgrund des Coronavirus. Dabei kann Disney+ mit inzwischen 50 Mio. Streamern glänzen, die man seit dem Start vor ca. einem halben Jahr gewinnen konnte. Und das, obwohl man noch nicht mal in allen Teilen unseres Planeten vertreten ist.

Das hat dazu geführt, dass selbst Netflix-CEO Reed Hastings vor dem bahnbrechenden Erfolg des Maus-Haus seinen Hut gezogen hat. Walt Disney sei ein fulminanter Start und ein Erfolg sondergleichen gelungen. Ein Kompliment, das man zumindest im Moment noch leicht geben kann, zumal der Platzhirsch noch mehr als die dreifache Menge an Streamern besitzt.

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Aber Disney holt auf, beziehungsweise ist bereits beim Content seinem Wettbewerber enteilt. Nun jedenfalls scheint Netflix an einer Stelle auf die Bremse zu drücken. Schauen wir im Folgenden daher einmal, ob das womöglich zu etwas mehr Konkurrenzfähigkeit führen wird.

Netflix spart ein, aber auch genug?

Wie in diesen Tagen bekannt geworden ist, wird der Streaming-Platzhirsch voraussichtlich kostenseitig zwangsläufig auf die Bremse treten müssen. Demnach werde sich der freie Mittelabfluss (negative freie Cashflow) nicht wie ursprünglich geplant bei ca. 2,5 Mrd. US-Dollar einfinden, sondern bloß bei ca. einer Milliarde US-Dollar. Eine Ersparnis von 1,5 Mrd. US-Dollar.

Dieser Betrag soll einen direkten Ursprung besitzen: den Content. Durch das Coronavirus würden einige Produktionen auf der Strecke bleiben oder verschoben werden, was zwar auch die jeweiligen Inhalte verschiebt. Allerdings auch einen Effekt auf das diesjährige Zahlenwerk besitzen wird.

Die eingesparten 1,5 Mrd. US-Dollar entsprächen dabei einem Anteil von ziemlich genau 10 % des diesjährigen Content-Budgets von insgesamt 15 Mrd. US-Dollar. Oder, anders formuliert, die Kostenbasis für die Inhalte wird jetzt kurzfristig kleiner. Aber reicht das auch, um mit Verfolger Disney+ mitzuhalten?

Um es an dieser Stelle relativ einfach zu formulieren: Nein, es reicht nicht. Das Maus-Haus hat angekündigt, lediglich eine Milliarde US-Dollar zunächst für Content ausgeben zu wollen. Hier zahlt sich aus, dass man bereits über massenhaft Inhalte verfügt, die monetarisiert werden können. Neue Produktionen aus etablierten Franchises können lediglich das i-Tüpfelchen sein. Viele erwerben allerdings Disney+, eben weil sie wissen, was sie erwartet: Massenhaft beliebter und geschätzter Content für Groß und Klein.

Keine guten Neuigkeiten für Netflix

Im Grunde genommen sind die aktuellen Meldungen daher keine guten News für den Platzhirsch Netflix. Die Quartalszahlen waren zwar solide und das Nutzerwachstum stimmt im Wachstumsmarkt des Streaming noch immer. Allerdings ist und bleibt es langfristig der Inhalt, der über Erfolg und Misserfolg einzelner Modelle entscheidet. Und natürlich auch der Preis.

Netflix ist gezwungen, speziell bei den Inhalten nachzulegen. Mit Stranger Things und einigen anderen Formaten sind zwar einige Achtungserfolge gelungen. Allerdings kann man bei Weitem noch nicht mit dem Disney-Kosmos gleichziehen. Zumal das Maus-Haus erst an der Oberfläche seiner Inhalte kratzt.

Um konkurrenzfähig zu bleiben und den Verbrauchern weiter langfristig Geld für die eigenen Inhalte entlocken zu können, wird man daher konsequent Content produzieren müssen. Das ist zwar teuer und führt unter anderem zu höheren Preiskonditionen. Ist jedoch langfristig der einzige Weg, wie Netflix sich Walt Disney auf Distanz halten kann.

Ein Spread, der keinen interessiert

Im Grunde ist der Spread zwischen den Ausgaben von Netflix und Walt Disney daher eine Kennzahl, die keinen interessiert. Oder zumindest nicht in der Weise interpretiert werden sollte, wie man es meinen könnte. Die niedrigeren Ausgaben bei Netflix können für einen geringeren Wettbewerbsvorteil und weniger Content sorgen. Zwar lediglich bedingt durch das Coronavirus, allerdings ist jetzt der Wettbewerb intensiv.

Langfristig wird Netflix weiter investieren müssen, um irgendwann einmal einen Fundus an Inhalten wie Walt Disney vorweisen zu können. Das ist einerseits teuer. Und führt andererseits kostenseitig zu keinem Vorteil gegenüber Disney+.

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Vincent besitzt Aktien von Walt Disney. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $60 Call auf Walt Disney.

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