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Sixt-Aktie schockt mit Quartalsverlust: Doch Moment mal … ist das vielleicht eingepreist?!

Foto: Getty Images

Die Aktie von Sixt (WKN: 723133) gehört alles andere als zu den Profiteuren des Coronavirus. Viele Unternehmen definieren derzeit ihre Mobilität neu und setzen eher auf digitale Kommunikation. Private Reisen sind ebenfalls abgesagt: Kurzum, die Notwendigkeit für Mobilitätslösungen ist zumindest kurzfristig nicht mehr so stark vorhanden wie zuletzt.

Das hat auch bereits zu einigen operativen Einbußen geführt. Das familiengeführte Management hat verkündet, die Dividende aussetzen zu wollen. Selbst bei der Vorzugsaktie wird lediglich das Mindestmaß bezahlt, das einem kümmerlichen Rest entspricht.

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Nun jedenfalls können wir die ersten operativen Auswirkungen auch quantifizieren, denn das Management hat sich in die Bücher blicken lassen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren wissen müssen. Wobei vor allem das Stichwort eingepreister Quartalsverlust wichtig werden könnte.

Die Zahlen im Überblick

Wie das Sixt-Management nun prognostiziert hat, rechne man mit erheblichen Einbrüchen, insbesondere beim operativen Ergebnis. Das EBT werde demnach bei ca. minus 5 Mio. Euro liegen. Nach einem Vorjahreswert von immerhin plus 40 Mio. Euro. Das erste Quartal gehört jedoch häufig eher zu den schwächeren, weil das im Jahresverlauf zyklische Reisegeschäft noch nicht anzieht.

Die Umsätze sind ebenfalls leicht eingebrochen. Der Konzernumsatz wird bei ca. 484 Mio. Euro liegen, nach einem Vorjahreswert von 503,1 Mio. Euro. Damit steht kurzfristig eines fest: Das Wachstum hält nicht weiter an.

Auch für das zweite Quartal geht Sixt von einer schwächeren Entwicklung aus. Das derzeitige Quartal ist noch immer vom Coronavirus geprägt. Das spricht wohl für weitere operative Einbußen. Aber immerhin: Für die zweite Jahreshälfte geht das Management von einer sukzessiven Rückkehr zur Normalität bei der Nachfrage aus. Bereits mittelfristig sollte daher wieder der normale Alltag möglich sein.

Das Geschäftsjahr 2020 wird daher von kurzfristigen operativen Einbrüchen geprägt sein. Unterm Strich werden die Ergebnisse deutlich leiden und wohl auch die Umsätze leicht zurückgehen. Eine solche Entwicklung könnte inzwischen jedoch eingepreist sein. Vor allem, wenn wir die Vorzugsaktie dabei in den Vordergrund rücken.

Die fundamentale Bewertung im Blick

Die Sixt-Vorzugsaktie notiert gegenwärtig bei einem Kursniveau von 37,90 Euro (24.04.2020, maßgeblich für alle Kurse), was bedeutend unter dem Wert von noch vor einigen Monaten liegt. Bei einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 3,30 Euro würde das einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp über 11 entsprechen. Wobei dieser Wert erst mittelfristig wieder realistisch erscheint. Das aktuelle Geschäftsjahr 2020 wird, wie gesagt, von einem Einbruch bestimmt sein.

Doch selbst gemessen an den Umsätzen wird die günstige fundamentale Bewertung offensichtlich: Im letzten Geschäftsjahr 2019 kam die Sixt-Aktie auf einen Umsatz von über 70 Euro und entsprechend beläuft sich das Kurs-Umsatz-Verhältnis der Vorzugsaktie auf lediglich 0,54. Dabei rückt die Sixt-Aktie sogar näher an den Buchwert je Aktie heran, der bei 31,09 Euro liegt. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt somit bei 1,2.

Insgesamt ist die fundamentale Bewertung daher sehr preiswert und ein kurzfristiger operativer Einbruch könnte eingepreist sein. Zumal langfristig der Markt der Mobilität neu definiert wird und Sixt aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in diesem Bereich eine attraktive Wettbewerbsposition, speziell im europäischen Markt, besitzt.

Langfristig eine Chance?

Die Sixt-Aktie könnte langfristig durchaus eine günstige Chance sein. Wer jetzt das zyklische Risiko aussitzt und das langfristige Marktpotenzial und die preiswerte Bewertung in den Fokus rückt, der sollte hier zumindest grübeln. Ob die Aktie es im Endeffekt in dein Portfolio schafft, ist natürlich eine andere Frage. Jedoch eine, die jetzt sehr relevant sein kann.

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Vincent besitzt Aktien von Sixt. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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