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Vor gut einem Monat stand der DAX ganz tief unten: Doch danach lieferten Wirecard und Infineon dem Anleger ein Kursfeuerwerk!

Was war das bis jetzt nur für ein Jahr. Ich glaube, vielen Investoren wird es wahrscheinlich für immer als ein gewisses Highlight in Erinnerung bleiben, denn solche extremen Kursschwankungen wie in den letzten drei Monaten sieht man wirklich selten an den Märkten. Und das alles nur wegen eines neuartigen Virus, das sich rasend schnell über den Erdball ausgebreitet hat.

Doch erst wurde das Coronavirus an den Börsen irgendwie überhaupt nicht wahrgenommen, und so erklommen die großen Indizes im Februar dieses Jahres erst einmal neue absolute Höchststände. Aber als dann klar wurde, dass die von dem Virus ausgelöste weltweite Pandemie hohe wirtschaftliche Schäden anrichten würde, brachen alle Dämme und die Kurse fielen, getrieben von Panik, bis Mitte März ins Bodenlose.

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Um den 18.03.2020 herum sahen die deutschen Aktien dann ihren diesjährigen Tiefststand und der DAX zeigte an diesem Tag mit 8.442 Zählern gegenüber seinem Höchststand vom Februar ein Minus von fast 39 % an. Von diesem Punkt aus ging es aber bis heute schon wieder ein ganzes Stück aufwärts. Und die zwei DAX-Werte mit der besten Performance seit ihren Tiefstständen schauen wir uns heute in diesem Artikel einmal kurz an.

Wirecard

Der Wert aus dem DAX, der seit seinem Tiefpunkt im März bis jetzt am meisten zulegen konnte, ist die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard (WKN: 747206). Das Unternehmen ist im Bereich Financial Commerce eine der am schnellsten wachsenden Plattformen und hat sich zum Ziel gesetzt, die Zukunft digitaler Zahlungslösungen maßgeblich zu gestalten.

Ihren diesjährigen Höchststand markierte die Wirecard-Aktie am 12.02.2020 mit einem Kurs von 144,00 Euro. Doch dann ging es im Zuge der Coronakrise kräftig abwärts und man dachte, der freie Fall wäre gar nicht mehr zu stoppen. Aber am 19.03.2020 erreichten die Papiere von Wirecard mit 83,24 Euro ihren bisherigen Tiefststand in diesem Jahr. Was dann folgte, war eine massive Aufholjagd und aktuell notiert die Aktie von Wirecard mit 131,48 Euro (24.04.2020) nur noch gut 9 % unter ihrer Höchstmarke vom Februar dieses Jahres. Insgesamt ist sie von ihrem Tiefpunkt aus bis heute also um rund 58 % gestiegen.

Ein Grund für die erfreuliche Entwicklung von Wirecard dürfte sein, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG keine Belege für Bilanzmanipulationen bei dem Unternehmen gefunden hat. Ein weiterer liegt wahrscheinlich in der Tatsache, dass gerade Wirecard aufgrund seines Geschäftsmodells eventuell sogar von der Coronakrise profitieren könnte. Denn bargeldloses Bezahlen wird nun aus Sicherheitsgründen von vielen Einzelhändlern und Geschäften forciert. Es könnte also durchaus sein, dass die Wirecard-Aktie noch länger positive Tendenzen zeigt.

Infineon

Den zweiten Platz unter den DAX-Werten, die von ihrem diesjährigen Tiefststand aus am meisten aufholen konnten, belegt der im Landkreis München ansässige Konzern Infineon (WKN: 623100). Der führende Anbieter von Halbleiterlösungen konnte sich also in den letzten fünf Wochen durchaus behaupten. Schauen wir uns die Entwicklung also einmal etwas genauer an.

Die Infineon-Aktie kletterte dieses Jahr in der Spitze bis auf 22,86 Euro (13.02.2020), um dann in der vom Coronavirus ausgelösten Korrektur über 50 % in die Tiefe zu stürzen. Die Papiere von Infineon waren dadurch am 18.03.2020 mit 10,68 Euro zum absoluten Schnäppchen geworden. Denn so tief lag ihr Kurs schon seit dem Jahr 2016 nicht mehr. Doch auch Infineon startete eine Gegenbewegung und die Aktie notiert heute mit einem Kursniveau von 15,33 Euro (24.04.2020) schon wieder knapp 44 % höher.

Dies könnte daran liegen, dass Infineon trotz der Coronakrise über genügend Liquidität verfügt, um die derzeitige Situation zu meistern und der Konzern keinen Bedarf für Staatshilfe oder eine Kapitalerhöhung sieht. Ob dies in den nächsten Monaten so bleiben wird, muss abgewartet werden. Doch ich denke, Infineon sollte Möglichkeiten finden, die aktuell weltweit etwas angespannte wirtschaftliche Lage ohne größeren Schaden zu überstehen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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