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Marktcrash: Warren Buffett kauft diese Aktien

Warren Buffett ist einer der größten Investoren der Geschichte. Seine langfristige Erfolgsbilanz ist beispiellos. Besonders während eines Marktcrashs lohnt es sich, zu beobachten, wie das Orakel von Omaha investiert.

In diesem Jahr tätigte Buffetts Holdinggesellschaft, Berkshire Hathaway mehrere bemerkenswerte Geschäfte. Vor einigen Wochen schien Buffett Aktien von angeschlagenen Fluggesellschaften zu kaufen, darunter Delta Air Lines. Dies fiel zahllosen Value-Investoren auf.

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Aufgrund des Coronavirus ist der Flugverkehr für Privatpersonen praktisch nicht mehr existent. Es wird offensichtlich, dass der gesamte Sektor eine Rettungsaktion benötigt, wahrscheinlich auf globaler Basis. Aber Buffett und Berkshire sind dafür bekannt, dass sie Risiken eingehen, wenn sonst niemand dazu bereit ist. Während des Marktabsturzes 2008 beispielsweise sicherte er sich fantastische Deals bei einer Reihe von Blue-Chip-Aktien, auch wenn der Rest des Marktes vorsichtig blieb.

Wenn du aus der Baisse Kapital schlagen willst, könntest du Buffett folgen und Aktien von US-Fluggesellschaften wie Delta kaufen. Was ist mit kanadischen Fluggesellschaften wie Air Canada?

Dieser Marktcrash ist anders

Bei früheren Einbrüchen ließ sich Buffett Zeit.

Im Februar 2009, dem genauen Tiefpunkt der Finanzkrise, meldete Forbes, dass “Warren Buffett nur wenige Tage vor dem Valentinstag zu Tiffany & Co. reiste, aber der Milliardär hatte am Ende keinen Schmuck dort gekauft, sondern stattdessen 250 Millionen US-Dollar der Schulden des Unternehmens übernommen.”

Die Schuld zahlte jährliche Zinsen von 10 %. Das war ein ziemliches Schnäppchen für ein solches Blue-Chip-Unternehmen. In den vergangenen Wochen und Monaten machte Buffett ähnliche Geschäfte mit Goldman Sachs, General Electric und Swiss Re.

Indem er auf eine Verschärfung der Krise wartete, sicherte sich Buffett den größtmöglichen Gewinn. Er investierte nicht groß, als die Marktstimmung nachließ. Er investierte erst, als die Marktstimmung am Tiefpunkt war.

Das ist es, was den jüngsten Marktcrash bemerkenswert macht. Diesmal hat Buffett früh gekauft.

Am 11. März stockte Berkshire Hathaway, bereits der größte Aktionär von Delta, seinen Aktienbestand noch weiter auf. Die Aufstockung der Anteile bedeutete für Buffett eine eindeutig optimistische Haltung, da er bereits der zweitgrößte Aktionär von United Airlines, American Airlines und Southwest Airlines war.

Es scheint, als hätte Buffett darauf gewettet, dass gut finanzierte Konkurrenten von ihren qualitativ schlechteren Konkurrenten profitieren könnten. “Der gegenwärtige Rückgang im Reiseverkehr … könnte den finanziell gesünderen Fluggesellschaften wie Delta helfen, wenn die Krise schuldenbelastete Konkurrenten wie Norwegian Air Shuttle aus dem Weg räumt”, bemerkte das Wall Street Journal.

Moment mal

Vielleicht ist dieser Marktcrash nicht anders als in der Vergangenheit.

Wenige Tage, nachdem Berkshire seine Delta-Position erhöht hatte, erreichte uns eine weitere Nachricht. Die Luftfahrtindustrie begann, Lobbyarbeit für 50 Milliarden US-Dollar an finanzieller Unterstützung zu betreiben. Das ist das Dreifache dessen, was sie nach 9/11 bekommen hatte. Die Delta-Aktien fielen um ein Drittel, als die Fluggesellschaft enthüllte, dass sie jeden Tag mehr als 60 Millionen US-Dollar in bar verbrannte. Standard & Poor’s stufte die Kreditwürdigkeit von Delta auf “Schrott” herab.

Am 3. April schien Berkshire das Handtuch zu werfen und Delta- und Southwest-Aktien im Wert von 350 Millionen US-Dollar zu verkaufen. Dies brachte seine Anteile unter 10 %, was bedeutet, dass alle zukünftigen Verkäufe möglicherweise nicht gemeldet werden. Es ist möglich, dass Berkshire seine Position vollständig aufgelöst hat. Das wäre nicht überraschend, da die größten Dominosteine noch fallen werden.

Zu diesem Zeitpunkt ist eine Investition in Fluggesellschaften wie der Kauf von Bankaktien Anfang 2009. Es gibt eine Menge Geld zu verdienen, aber es gibt auch eine Menge Geld zu verlieren. Die Gewinner und Verlierer zu kennen, ist eine Frage des Zufalls. Welche Unternehmen werden direkte Unterstützung von der Bundesregierung erhalten und zu welchen Bedingungen? Selbst bei einer Rettungsaktion sagen viele Fluglinienanalysten, dass mehr Finanzmittel erforderlich sein werden.

Wenn man heute in Fluggesellschaften investieren will, spielt man ein reines Glücksspiel. Das mag für einige überzeugend sein, aber für erfahrene Value-Investoren wie Buffett scheint das Risiko unkalkulierbar zu sein.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien), Delta Air Lines und Southwest Airlines und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $200 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short Januar 2021 $200 Putts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short Juni 2020 $205 Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Ryan Vanzo auf Englisch verfasst und am 08.04.2020 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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