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Coronacrash-Zwischenstand: 5 Aktien, die nach wie vor Schwierigkeiten haben

Der Coronacrash erreichte gegen Mitte März seinen Höhepunkt. Seither konnten sich Indizes wie der Dow Jones, der NASDAQ und der deutsche DAX wieder erholen, obwohl nach wie vor eine gewisse Volatilität vorhanden zu sein scheint.

Auf der einen Seite gibt es Unternehmen, deren Aktien den Crash in der Zwischenzeit mehr oder weniger bereits abgeschüttelt haben, da ihre Geschäftsmodelle nicht unter den Folgen des Coronavirus leiden oder sogar davon profitieren könnten.

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Auf der anderen Seite gibt es Unternehmen, die nach wie vor Schwierigkeiten haben, operativ in die Gänge zu kommen. Vor allem durch die Coronakrise sind die Geschäftsmodelle dieser Firmen kurzzeitig starken Belastungen ausgesetzt. Die Schwierigkeiten hat der Markt entsprechend abgestraft, indem die Aktien auf Talfahrt geschickt worden sind.

Nachfolgend möchten wir uns gemeinsam fünf Aktien ansehen, die sich seit der Talfahrt vor einem Monat kaum oder gar nicht erholen konnten.

Daimler

Der deutsche Autobauer Daimler (WKN: 710000) hat bereits seit geraumer Zeit – unabhängig von der Coronakrise – Schwierigkeiten. Durch den Wandel zur E-Mobilität und die zunehmende Notwendigkeit von Digitalisierungen der Produkte steht die gesamte deutsche Automobilbranche unter Druck.

2020 sollte das Jahr werden, wo die Dinge richtig angegangen werden. Jedoch machte das Coronavirus den Schwaben einen Strich durch die Rechnung. Die Produktion liegt momentan nahezu brach und meiner Meinung nach ist es völlig unklar, wie es generell mit der Nachfrage nach Autos weitergehen wird. Immerhin sind die wirtschaftlichen Auswirkungen noch nicht endgültig messbar und es ist davon auszugehen, dass viele Privatleute den Konsumgürtel in Zukunft enger schnallen müssen.

Deutsche Euroshop

Auch die Shoppingcenter-Investmentgesellschaft Deutsche Euroshop (WKN: 748020) hatte bereits vor der Coronakrise mit einem abfallenden Kurs zu kämpfen. Kein Wunder, denn hier schien die zunehmende Bedrohung durch den E-Commerce in den Vordergrund zu rücken.

Durch die Coronakrise müssen vielerorts die Shoppingcenter und Einzelhandelsgeschäfte geschlossen bleiben, was in Ladenschließungen resultieren könnte. Erhöht sich die Leerstandsquote, verringern sich die Einnahmen der Deutschen Euroshop. Keine rosigen Aussichten, zumal in Zeiten von Corona der E-Commerce zusätzlich befeuert wird.

Deutsche Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa (WKN: 823212) ist durch die Coronakrise deutlich unter die Räder gekommen. Aufgrund der Tatsache, dass der Reise- und Flugverkehr nahezu stillsteht, muss der Kranich-Konzern dementsprechend auf den Großteil seiner Umsätze verzichten.

Die aktuell günstigen Ölpreise dürften nur ein schwacher Trost sein, denn die Deutsche Lufthansa muss ihre Fixkosten stemmen, ohne wirklich über Einnahmen zu verfügen. Erschwerend kommt hinzu, dass man bisher nicht sagen kann, ab wann der Flugverkehr wieder einigermaßen zur Normalität zurückkehren könnte.

Royal Dutch Shell

Die Tatsache, dass die Deutsche Lufthansa und viele weitere Fluggesellschaften kaum mehr fliegen und daher kaum Öl nachfragen, drückt die Preise für Öl im Moment sehr. Hinzu kommen selbstverständlich auch Kreuzfahrtschiffe und ganze Industriezweige, die allesamt im Moment kaum Öl nachfragen.

Ist das Angebot von Öl wesentlich höher als die Nachfragen, fallen die Preise, was für Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M) alles andere als positiv ist. Die Umsätze des Ölmultis fallen selbstredend nicht auf null, dennoch sprudeln hier die Umsätze gewiss nicht mehr so wie bei einer normalen Ölnachfrage.

TUI

Als Konzern, der alle Bereiche im Tourismus abdeckt, leidet auch die TUI (WKN: TUAG00) nach wie vor unter den Folgen des Coronavirus. Denn solange keine Reisen stattfinden können und die Kunden zaghaft darin sind, ihren Urlaub zu planen und zu buchen, fließen kaum Umsätze in die Unternehmenskassen.

Ganz im Gegenteil: Als Reiseveranstalter ist TUI auch noch dazu verpflichtet, Kundengelder zurückzuzahlen, wenn die Reise abgesagt werden muss. Somit verlässt unablässig Liquidität das Unternehmen, was die Problematik nur noch verschlimmert.

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Diese fünf Aktien sind alle in verschiedenen Bereichen tätig, dennoch haben alle eine Gemeinsamkeit. Durch die Folgen der Coronakrise treten kurz- und mittelfristig große Schwierigkeiten auf, die es zu bewältigen gilt.

Da die Geschäfte dieser Unternehmen nach wie vor leiden, sind auch die Kurse seit dem Crash vor einem Monat kaum bis gar nicht vom Fleck gekommen.

Zweifelsohne scheinen die Aktien daher im Moment auf den ersten Blick günstig bewertet, jedoch sollte man vor einer Investition genau abwägen, ob die Unternehmen die Coronakrise überstehen und nach der Krise langfristig wieder zu Gewinnern werden könnten.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Deutsche Euroshop.

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