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KGV 8,5 – ist die Royal-Dutch-Shell-Aktie jetzt ein günstiger Kauf?!

Foto: Getty Images

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M) dürfte im Moment ein heißes Papier sein. Der Ölmulti, sonst immer so beliebt für seine sprudelnden Dividendenzahlungen, durchläuft wegen der Coronakrise womöglich nicht seine besten Monate.

Die Ursache ist leicht gefunden, wenn man sich die jüngsten Kapriolen des Ölpreises ansieht. Der Ölpreis weist aktuell eine extrem hohe Volatilität auf und fiel erst (Stand: 22.04.2020), gemessen an den Juni-Futures, auf den tiefsten Stand seit 1999.
Somit notierte ein Barrel der Nordseesorte Brent bei unter 16 US-Dollar.

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Dementsprechend hat die Royal-Dutch-Shell-Aktie in den letzten Wochen auch einiges an Luft abgegeben und notiert derzeit bei einem Kursniveau von knapp mehr als 15 Euro je Anteil (Schlusskurs 21.04.2020, maßgeblich für alle Berechnungen).

Für Value-Investoren und Dividendenliebhaber stellt sich nun die Frage, ob es sich hierbei um eine großartige Value-Chance handelt oder ob eine Investition in die Öl-Aktie ein Griff in das fallende Messer sein könnte. Dieser Überlegung möchte ich nachfolgend nachgehen.

Chancen-Risiken-Verhältnis: Folgen des Coronavirus

Zunächst möchte ich kurz auf das Geschäftsmodell von Royal Dutch Shell eingehen und abwägen, ob dieses kurz-, mittel- oder langfristig Schaden durch die Folgen des Coronavirus nehmen könnte. Denn es ist nicht sinnvoll, wenn wir aufgrund von Zahlen vergangener Jahre nun eine vermeintlich günstige Aktie identifizieren, aber diese Zahlen zukünftig nicht mehr erreicht werden, wenn das Unternehmen nachhaltigen Schaden durch die aktuelle Situation nimmt.

Dass der Ölpreis im Moment einschlägige Auswirkungen auf die Geschäfte von Royal Dutch Shell hat, haben wir bereits festgestellt. Der Ölmulti verdient große Teile seines Geldes damit, Öl zu fördern, zu verarbeiten und eben zu verkaufen. Wenn die Ölpreise am Markt sehr niedrig sind, ist die Gewinnmarge sehr niedrig, wenn sie denn überhaupt vorhanden ist.

Die Folgen des Coronavirus auf das Geschäftsmodell von Royal Dutch Shell sind unmittelbar: Kreuzfahrtschiffe fahren nicht, Flugzeuge fliegen nicht, Industrien stehen still – die Nachfrage nach Öl hat sich innerhalb weniger Wochen drastisch reduziert und somit zu einem Angebotsüberschuss geführt. Dass die OPEC bei den Fördermengen nicht wirklich auf einen grünen Zweig kommt beziehungsweise sehr zaghaft agiert, wirkt auch nicht preisstabilisierend.

Somit steht der Ölpreis nach wie vor unter Druck und das schadet den Geschäften von Royal Dutch Shell und auch anderen Ölunternehmen. Solange der Ölpreis sich also nicht stabilisiert und einen Mindestpreis von 30 US-Dollar je Barrel (eigene Schätzung) erreicht, dürfte sich die Situation für Royal Dutch Shell nicht allzu sehr aufhellen.

Das aktuelle Bewertungsniveau

Durch die Talfahrt des Ölpreises notiert die Royal-Dutch-Shell-Aktie momentan bei einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von nur 8,5, was durchaus günstig wirkt. Zudem winkt natürlich eine hohe Dividendenrendite von 11,46 %, sofern die Dividende nicht gestrichen wird.

Obwohl das Management von Royal Dutch Shell viel Wert auf die Dividende legt, ist nicht auszuschließen, dass die Auszahlung in den folgenden Quartalen unter die Räder kommen könnten.

Fazit

Kurzfristig sieht es also gar nicht so gut aus für das Ölunternehmen, da man deutlich weniger verdient als bei einem normalen Ölmarktumfeld. Doch im Gegensatz zu Reedereien und Fluggesellschaften, die Umsatzeinbrüche von nahezu 100 % zu beklagen haben, setzt Royal Dutch Shell nach wie vor Öl um – natürlich nicht so viel, wie sonst, und für viel weniger Geld, als sonst, aber es ist kein kompletter Umsatzausfall vorhanden.

Zudem verkauft Royal Dutch Shell auch Erdgas und bemüht sich seit geraumer Zeit im Bereich der erneuerbaren Energien, was zu einer gewissen Diversifikation bei den Umsätzen führt. Sofern Royal Dutch Shell also die kurzfristige Dürreperiode übersteht und die Konkurrenten eventuell nicht überstehen, könnten nach der Krise sogar höhere Marktanteile winken.

Und eines dürfte klar sein: Sobald die Nachfrage nach Öl signifikant nach oben schnellt, wird es in den Kassen von Royal Dutch Shell auch wieder sprudeln. Diejenigen, die dem Unternehmen das geschilderte Durchhaltevermögen zutrauen, könnten sich die Aktie daher etwas näher ansehen.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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