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Wo wird Tesla 2025 stehen? Nicht da, wo du vielleicht denkst!

Tesla (WKN: A1CX3T), das ist eine unendliche Geschichte mit immer neuen Wendungen. Viele sind von der Innovationskraft des Unternehmens, der einzigartigen Fähigkeit zum Einwerben von Kapital und dem Mut von Elon Musk begeistert. Andere stören sich an den zu vollmundigen Ankündigungen und den schwachen Finanzkennzahlen. Hier gibt es genauso viel zu lieben wie zu hassen.

Aber was hält die mittel- bis langfristige Zukunft für Tesla bereit? Manche spekulieren auf eine Pleite und andere darauf, dass Tesla der großartigste Autobauer der Welt wird. Ich denke jedoch, dass weder das eine noch das andere eintreten wird, sondern etwas ganz anderes. Die große Frage ist dann, was bis 2025 für Tesla-Aktionäre herausspringt.

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Pioniere haben es schwer

Oft ist vom First-Mover-Advantage die Rede. Dabei geht es darum, dass dasjenige Unternehmen, das zuerst eine neuartige Lösung breit ausrollt, über einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil verfügt. Beispiele dafür gibt es in allen Bereichen. Der vielseitige Kunststoff Polyurethan wurde 1937 zuerst bei der I.G. Farben synthetisiert und stellt noch heute bei den Nachfolgeunternehmen Covestro (WKN: 606214) und BASF (WKN: BASF11) ein wichtiges Standbein dar.

Adidas (WKN: A1EWWW) war der erste Schuhmacher, der in den 1920er-Jahren Stollenschuhe für Fußballer herstellte. Noch heute ist das Unternehmen aus dem Fußball nicht wegzudenken. Bosch startete 1902 die Massenfertigung von Magnetzündern und baute auf dieser Basis ein weltweites Imperium auf.

Das sind jedoch eher Anekdoten als Belege dafür, dass Pioniere immer von ihrem zeitlichen Vorsprung profitieren. Ganz im Gegenteil: Offshore-Windkraft wurde insbesondere von Visionär Arngolt Bekker vorangetrieben, aber nach der Fertigstellung des ersten Windparks BARD Offshore 1 war bald Schluss.

Solarzellenpionier Q-Cells hatte scheinbar alles: ein ambitioniertes Management, bestens qualifizierte Mitarbeiter, riesige Größenvorteile mit hochautomatisierten Fertigungsanlagen und Zugang zu erstklassiger Technologie. Heute ist die deutsche Hanwha Q Cells GmbH nur noch eine kleine Niederlassung eines koreanischen Konzerns.

U.S. Robotics war 1996 der Pionier beim intuitiv bedienbaren Handflächencomputer, also dem Vorläufer des Smartphones. Das neuartige Betriebssystem Palm OS hatte ein geniales Nutzungskonzept und der anfängliche Erfolg war riesig. Dieser Hersteller könnte mit einem anderen Management heute ein 100-Milliarden-Dollar-Konzern sein. Doch Palm OS ist tot.

Was uns das im Hinblick auf Tesla lehrt

Die vorhergehenden Beispiele zeigen, dass nach einem starken Start die unterschiedlichsten Verläufe möglich sind. Für manche stellt die ursprüngliche Innovation noch heute ein zentrales Geschäftsfeld dar. Andere gingen an ihrem eigenen Erfolg zugrunde, weil sie nicht den nächsten Entwicklungsschritt schafften. Wieder andere haben die Gewinne der ersten Jahre dazu genutzt, in ganz neue Geschäftsbereiche vorzustoßen.

Nun ist es so, dass Tesla vor einer Reihe von Herausforderungen steht. Zuallererst ist daran zu denken, dass das Unternehmen sich nicht selbst trägt. Jahr für Jahr werden Verluste aufgehäuft, sodass immer wieder der Kapitalmarkt mit allerlei Spezialeffekten davon überzeugt werden muss, dass die nächsten Milliarden den Sprung zur Gewinnmaschine finanzieren können. Das könnte sich jedoch früher oder später abnutzen.

Nach dem laufenden Geschäftsjahr steht jedenfalls aller Voraussicht nach erneut ein dickes Minus unterm Strich. Der aktuell erschreckend niedrige Ölpreis macht Elektroautos völlig unwirtschaftlich und der zunehmende Wettbewerb sorgt in einigen wichtigen Absatzregionen zu dramatisch sinkenden Marktanteilen. Dass daneben die aktuelle Rezession allgemein für Zurückhaltung am Automarkt sorgen dürfte, ergibt sich von selbst.

Tesla hat genug Geld auf der hohen Kante, um sich noch einige Zeit durchwursteln zu können. Aber irgendwann müssen die Investoren der Wahrheit ins Gesicht schauen: Tesla kann die Marktgesetze nicht auf den Kopf stellen. Es könnte daher gut sein, dass die eine oder andere geplante Fabrik mangels Wachstumskapital nicht hochgezogen werden kann. An dieser Stelle wird ein Umdenken stattfinden müssen. Denn wenn Tesla nicht mehr so wachsen kann, wie es heute gerne wollte, dann braucht es eine neue Strategie.

Der mögliche Weg von Tesla

Ich halte es für ein realistisches Szenario, dass über die nächsten zwei Jahre deutlich wird, dass andere Hersteller den Markt für Elektroautos von Tesla weitgehend übernehmen. Ohne klaren Blick nach vorn wird dann niemand mehr Milliarden in den Rachen des Pioniers werfen. Wie aber könnte die Neuausrichtung aussehen, die den Fortbestand des Unternehmens sichert?

Sie könnte vielleicht darin bestehen, den Konzern auf seine Stärken einzudampfen. Sowieso wollte Tesla nie ein Autobauer sein, sondern vielmehr ein Technologieunternehmen. Die Wettbewerbsvorteile des Unternehmens liegen in seinen Innovationsprozessen, die in so unterschiedlichen Bereichen wie Software, Computerhardware, Antriebstechnik und Batterien erstaunliche Ergebnisse hervorgebracht haben.

Warum also sollte sich Tesla mit so etwas Profanem wie der Massenfertigung von Automobilen befassen, wenn es doch stressfreier wäre, sich auf Hightech-Entwicklungen zu fokussieren? Teslas Pionier-Know-how auf vielen Gebieten ist begehrt.

Statt alles auf eigene Faust zu machen und dem Luftschloss des „Apples der Automobilindustrie“ hinterherzujagen, würde das Unternehmen offene digitale Plattformen, Effizienztechnologien und Batterieinnovationen schaffen und an Dritte lizenzieren, um die Elektromobilität beschleunigt auf ein höheres Niveau zu heben.

Teslas Wert im Jahr 2025

Ich bin zuversichtlich, dass Tesla auf diese Weise eine gute Rolle spielen könnte. Aber was wird das wert sein? Ein ähnlich eingedampfter Konzern ist Visteon (WKN: A1C6VY), der heute mit etwa 1,5 Mrd. US-Dollar bewertet wird. Continental (WKN: 543900) wiederum, einer der größten Zulieferer, bringt aktuell 15 Mrd. Euro auf die Waage, während der große Mobilitätsdienstleister Uber (WKN: A2PHHG) auf 48 Mrd. US-Dollar kommt.

Ich finde Tesla eigentlich besser als Uber und kann mir mit etwas Fantasie auch vorstellen, dass ein streng fokussiertes Tesla mehr wert ist als das in vielerlei Hinsicht deutlich größere Conti in seinen besten Zeiten (das waren etwa 50 Mrd. Euro Anfang 2018). Allerdings habe ich große Schwierigkeiten, einen Wert von 140 Mrd. US-Dollar (17.04.) zu erkennen.

Andererseits lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Sollte wider Erwarten etwa bei der Fahrzeugautonomie oder der Batterietechnik ein sensationeller Durchbruch gelingen, dann sind vielleicht doch auch Elon Musks größte Pläne realisierbar.

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Ralf Anders setzt mit Wertpapieren auf sinkende Tesla-Kurse. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla und empfiehlt Uber Technologies. 

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