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Der bessere Kauf: Ford Motors vs. General Motors

Autofabriken in Nordamerika sind geschlossen, und es ist nicht klar, wann sie wieder öffnen werden. Sowohl Ford Motor (WKN: 502391) als auch General Motors (WKN: A1C9CM) bemühen sich, die Kosten zu senken, in der Hoffnung, dass ihre Liquiditätsreserven ausreichen, bis der Ausbruch des Coronavirus unter Kontrolle ist.

Es ist eine harte Zeit, um im Automobilgeschäft tätig zu sein. Warum sollten wir also jetzt überhaupt daran denken, GM- oder Ford-Aktien zu kaufen?

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Zunächst einmal kann in der Regel der Kauf von Aktien erfolgreicher Unternehmen in schwierigen Zeiten ein großer Schritt für Investoren sein. Genauer gesagt kann der Kauf von Autoaktien in Rezessionen ein besonders großer Schritt sein, da Autohersteller dazu tendieren, bei einer Erholung frühzeitig einen starken Anstieg zu erleben.

Lass uns einmal anschauen, wie die Ford-Aktien nach der Wirtschaftskrise 2008-2009 in die Höhe geschnellt sind. Ende 2008 fielen sie unter 2 Dollar – Ende 2010 lagen sie bei über 16 Dollar.

DATA BY YCHARTS. DAS DIAGRAMM ZEIGT DEN KURS DER FORD-AKTIE VON ANFANG 2006 BIS ENDE 2010.

Wir sind uns wahrscheinlich einig, dass – zumindest Ende 2019 – Ford und GM beide erfolgreiche Unternehmen waren. Beide hatten hochsolide Bilanzen, starke Positionen in hochprofitablen Marktsegmenten, fähige Managementteams und eine gute Pipeline mit Zukunftsprodukten.

Aber jetzt sind beide Aktien billig. Welche ist unter den gegebenen Umständen der bessere Kauf?

Ist Ford oder GM im Moment die bessere Aktie?

In normalen Zeiten beginnen wir solche Vergleiche mit einem Blick auf die Aktienkurse und die jüngste Geschichte, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob die eine Aktie derzeit eine höhere Bewertung als die andere haben könnte.

Aber in diesem Fall… nun, hier ist zu sehen, wie sich die beiden im vergangenen Jahr bis zu diesem vergangenen Freitag, dem 10. April, entwickelt haben.

DATA BY YCHARTS.

Lass uns folgendes versuchen: Wenn wir – nur um der Diskussion Willen – davon ausgehen, dass sich ein Großteil der Welt von der Coronavirus-Pandemie (und dem wirtschaftlichen Schlamassel, das sie hinterlässt) erholen wird, können wir vielleicht etwas von den relativen Bewertungen der Aktien anhand der Gewinne des letzten Jahres lernen, um herauszufinden, wo die Dinge vor Beginn der Pandemie standen.

Da die beiden Unternehmen unterschiedliche Bilanzierungsmethoden für die Bewertung ihrer Pensionsfonds verwenden, werden wir den “bereinigten” Gewinn je Aktie verwenden, wobei einmalige Kosten (insbesondere die hohen rentenbezogenen Ausgaben, die Ford Ende 2019 tragen musste) nicht berücksichtigt werden.

Auf dieser Grundlage verdiente Ford im Jahr 2019 1,19 Dollar pro Aktie, und GM verdiente 4,82 Dollar pro Aktie. Nimmt man die Schlusskurse der beiden Aktien vom Freitag, so ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 4,5 für Ford und 4,9 für GM.

Vorteil: Ford, aber wahrscheinlich ist dieser nicht bedeutend genug.

Der Stand der Dinge vor dem Coronavirus

Vor dem Ausbruch von COVID-19 nahmen beide Unternehmen Veränderungen vor, um die Kosten langfristig zu senken und ihre Gewinnspannen nachhaltig zu verbessern. Beide investierten bereits und investieren weiterhin aggressiv in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen sowie in Bemühungen zur Entwicklung und Kommerzialisierung selbstfahrender Fahrzeuge.

Ende 2019 waren die Anstrengungen von GM zur Margensteigerung weiter fortgeschritten als die von Ford. Die bereinigte operative Gewinnmarge von GM lag 2019 bei 6,1 %, gegenüber nur 4,1 % bei Ford. GM hatte Erfolg mit seinen Crossover-SUVs und neuen Pickups in Originalgröße, während Ford gerade dabei war, seine eigenen neuen SUVs auf den Markt zu bringen und sich auf einen völlig neuen F-150 vorzubereiten, der für Ende 2020 erwartet wird.

Zu diesem Zeitpunkt freute sich GM darauf, im Laufe dieses Jahres völlig neue Versionen einiger seiner wichtigsten Gewinntreiber, der Fullsize-SUVs, auf den Markt zu bringen. GM hatte auch (und hat dies vermutlich immer noch) neue Versionen seiner mittelgroßen Pickups in Planung sowie ein neuen elektrischen SUV für Cadillac, den wir für März erwartet haben. GM hat die Markteinführung vorerst auf Eis gelegt.

Ford hatte auch andere neue Modelle im Visier, die seine Margen verbessert hätten, vor allem einen brandneuen Bronco SUV und den elektrischen Mustang Mach-E. Wäre die Pandemie nicht gewesen, hätte Ford den neuen Bronco und den kleineren, auf dem Escape basierenden Bronco Sport letzte Woche auf der jetzt abgesagten New York International Auto Show vorführen können.

Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir nicht, welche dieser geplanten Produkte sich verzögern werden und für wie lange. GM und Ford wissen es vielleicht selbst nicht genau.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ende 2019 hatte Ford einen glaubwürdigen Plan im Gange, um seine Performance bis Ende 2021 zu steigern – aber GM hat bereits bessere performt. Vorteil: GM.

Wie ist der Stand der Dinge?

GM und Ford haben sich in der Krise größtenteils ähnlich entwickelt. Beide Unternehmen haben ihre Fabriken in Nordamerika und an anderen Standorten geschlossen (außerhalb Chinas, Südkoreas und Japans sind die meisten Autofabriken in der ganzen Welt derzeit geschlossen). Beide Unternehmen haben ihre Aktienrückkaufprogramme ausgesetzt, ihre Kreditrahmen in Anspruch genommen, Aufschübe von Gehaltszahlungen vorgenommen, und beide haben erklärt, dass in Kürze detailliertere Kostensenkungspläne angekündigt werden.

Auch ihre Erholung nach der Pandemie wird wahrscheinlich in groben Zügen ähnlich verlaufen. Da beide gewerkschaftlich vertretene Fabrikarbeiter in den USA und Kanada beschäftigen, ist es eine sichere Sache, dass GM und Ford ihre Fabriken in Nordamerika etwa zur gleichen Zeit und unter ähnlichen Bedingungen und Einschränkungen wiedereröffnen werden, da die Gewerkschaften den Plänen zustimmen müssen.

Es gibt allerdings einen großen Unterschied: Ford hat seine Dividende bis auf weiteres ausgesetzt, GM dagegen nicht. Wie viel macht das aus?

Es ist ein wichtiger Aspekt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es superwichtig ist, und zwar aus zwei Gründen: Erstens könnte GM seine Dividende jederzeit aussetzen; zweitens wird Ford seine Dividende mit ziemlicher Sicherheit so bald wie möglich wieder einführen.

Wenn wir auf Ende Mai blicken und die GM-Werke in Nordamerika bis dahin immer noch geschlossen sind, werde ich überrascht und beunruhigt sein, wenn der Konzern seine Dividende noch nicht gekürzt haben sollte.

Was Ford betrifft, denke daran, dass das Unternehmen immer noch von den Nachkommen des Gründers Henry Ford kontrolliert wird. Als Konzern neigt die Familie Ford dazu, langfristig zu agieren, was für das Unternehmen richtig ist – aber sie wollen auch die Dividende auszahlen.

Ich denke, es ist eine beschlossene Sache, dass Ford seine Dividende wieder einführt, sobald CEO Jim Hackett glaubt, dies ohne Risiko tun zu können.

Aber GM zahlt immer noch, und hier hat es den Vorteil – zumindest im Moment.

Ist GM oder Ford der bessere Kauf?

Was bedeutet das für uns? Wir haben gesehen, dass GM vor dem Ausbruch des Coronavirus in einer besseren Verfassung war als Ford. Beide haben im Verlauf der Pandemie ähnliche und gute Fortschritte gemacht, obwohl es GM – im Gegensatz zu Ford – geschafft hat, seine Dividende zunächst auszuzahlen. Und wir haben gesehen, dass, sobald eine Erholung da ist, beide viele neue Produkte auf den Weg bringen, um ihre Margen zu erhöhen.

Ich denke, dass nach den Standards, die wir für diese Art von Vergleichen verwenden, GM hier der Gewinner ist – aber wenn du stattdessen Ford kaufen willst, werde ich nicht widersprechen. Ich besitze beide und plane nicht zu verkaufen.

Hier ist meine richtige Antwort: Ich denke, wenn beide Unternehmen diesen Schlamassel ohne einen Gang zum Konkursgericht überstehen können, was im Moment gesichert zu sein scheint, werden beide Investoren relativ früh in der Erholungsphase belohnen, sobald die Autoverkäufe wieder zu steigen beginnen. Wähle deinen Favoriten und halte diesen fest.

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John Rosevear besitzt Aktien von Ford und General Motors. The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 12.04.2020 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

 

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