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Quo vadis, thyssenkrupp? Ein neuer Deal könnte den Konzernumbau beschleunigen!

Bild: © ThyssenKrupp Steel Europe

Die Aktie von thyssenkrupp (WKN: 750000) kann durch das Coronavirus natürlich weiter in eine operative Schieflage rutschen. Allerdings ist mit dem Verkauf der Aufzugsparte bereits ein erster Schritt hin zu einer besseren und finanziell liquideren Gesamtsituation geschaffen worden. Womöglich ist der Deal am Jahresanfang gerade zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.

Der Konzernumbau ist damit jedenfalls ins Rollen gekommen. Und wie es scheint, geht es hier nun konsequent weiter. Schauen wir im Folgenden daher einmal, warum ausgerechnet ein Schritt im Marinebereich wichtig werden könnte. Wohl jedoch auch unter Einbeziehung weiterer, externer Unternehmen.

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Kommt es zu einem deutschen Super-Deal?

Wie in diesen Tagen vielerorts, unter anderem beim Börsenmagazin „Der Aktionär“, spekuliert wird, könnte es einen Deal zwischen der Marinesparte des angeschlagenen Industriekonzerns und weiteren Akteuren geben. Im Gespräch ist dabei eine mögliche Zusammenlegung mit den Wettbewerbern Lürssen und German Naval Yards. Wobei es derzeit wohl lediglich erste Gespräche gibt, entsprechend ist die derzeitige Ausgangslage noch stark hypothetisch.

Jedenfalls könnte bei einem solchen Deal die größte deutsche Werft entstehen. Die Bundesregierung sei demnach offen für ein solches Vorhaben. Wohl auch, weil sich die deutschen Werften in letzter Zeit nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert haben. Ein mit 5,5 Mrd. Euro dotierter Großauftrag ist zu Anfang des Jahres schließlich an einen niederländischen Wettbewerber gegangen. Die deutschen Anbieter wie thyssenkrupp haben in die Röhre geschaut.

Generell scheint dabei fraglich zu sein, ob die deutschen Werften überhaupt noch konkurrenzfähig sind im internationalen Vergleich. Durch einen Zusammenschluss könnten sich jedenfalls einige Synergien ergeben. Und zumindest etwas Konkurrenz vom Markt genommen werden. Womöglich zeichnet sich hier daher ein wichtiger Schritt in einem weiteren Teilbereich von thyssenkrupp ab. Wobei wir natürlich den weiteren Verlauf abwarten müssen.

Weniger Kontrolle, mehr Profitabilität?

Dem Management von thyssenkrupp könnte durch diesen Schritt die Rettung eines weiteren Sorgenkinds gelingen. Durch einen möglichen Zusammenschluss würde man vermutlich teilweise die volle Kontrolle über das Werft-Geschäft verlieren, zumal auch die bisherigen Eigner der Wettbewerber einen Teil der neuen Super-Werft abbekommen würden. Allerdings würde bei einem Zusammenschluss wohl eher die Effizienz im Vordergrund stehen. Und mit ihr womöglich ein solideres Zahlenwerk beziehungsweise die Perspektive auf ein solches.

Dabei bleibt generell fraglich, welche Substanz thyssenkrupp nach dem Weggang des Filetstücks, der Aufzugsparte, noch besitzt. Beziehungsweise wo Potenziale geborgen werden können. Womöglich ist das Geschäft mit den Werften ein erster Anknüpfungspunkt, wo alleine nicht viel zu holen ist. Jedoch im Rahmen eines Zusammenschlusses mit anderen Anbietern und bisherigen Konkurrenten.

Vielleicht ein Erfolgsmodell, dass auch in anderen Bereichen funktionieren kann, wodurch thyssenkrupp jedoch lediglich zu einer Holding mit diversen Beteiligungen werden würde. Allerdings ist und bleibt ein solches Szenario ebenfalls noch hypothetisch. Zumal es gegenwärtig lediglich um das Geschäft mit den Werften und einen Zusammenschluss mit Konkurrenten in diesem Bereich geht.

Mal sehen, was hier noch kommt!

Die aktuellen Diskussionen zeigen jedenfalls: Das Management von thyssenkrupp sucht aktiv nach Lösungen, um den Konzernumbau voranzupeitschen. Dass das Filetstück verkauft ist, erfordert kreative Wege und Lösungen. Allerdings könnten Zusammenlegungen eine spannende Option sein.

Im Endeffekt wird die Zeit zeigen, welche Schritte es effektiv geben wird. Und ob der noch immer angeschlagene Industriekonzern sich aus der Krise kämpfen kann und weiterhin eine Zukunft besitzt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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