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Abwarten und abkassieren: 3 Konsumgüteraktien mit einer Top-Dividende!

Wir befinden uns ohne Frage in unsicheren Zeiten. Viele Unternehmen wurden regelrecht abgewürgt. Und niemand weiß, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Viele Regierungen versuchen die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, was dazu führt, dass die Leute zu Hause bleiben und zu Millionen ihre Arbeitsplätze verlieren. Wir wissen außerdem nicht, wie schnell sich diese Unternehmen wieder berappeln werden, sobald die Ausgangssperren aufgehoben werden.

In Rezessionen können verlässliche Dividendenzahler helfen, die Renditen zu stabilisieren. Während du darauf wartest, dass sich die Lage bessert, bieten dir diese Unternehmen einen kontinuierlichen Einkommensstrom. Und es wird noch besser: Die drei Unternehmen Walmart (WKN: 860853), Colgate Palmolive (WKN: 850667) und Kimberly Clark (WKN: 855178) sind Konsumgüterwerte. Diese Konzerne verkaufen Güter des täglichen Lebens, die immer gebraucht werden, was auch passiert.

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In anderen Worten: Du musst dich nicht darum sorgen, dass diese Unternehmen die Dividende kürzen könnten, so wie es andere bereits getan haben.

Ein riesiger Einzelhändler

Walmarts riesiges Standortnetz bietet Verbrauchern „jeden Tag günstige Preise“. Die bekannte Strategie des Managements ist es, die Kosten in Schach zu halten und diese Einsparungen an die Kunden weiterzuleiten. Walmart versucht immer, die günstigsten Preise zu bieten, und das für 265 Millionen Kunden in der Woche.

Dem Unternehmen geht es in der Coronaviruspandemie gut, da die Besucherzahlen und Verkäufe zugenommen haben. Derzeit limitiert das Unternehmen zwar die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig in den Läden sein dürfen, doch das Geschäft gilt als essenziell und wird geöffnet bleiben. Die Nachfrage nach einigen Artikeln wird nach dem Ende der Pandemie zurückgehen, doch die Dinge werden sich über die Zeit wieder einpendeln und man wird weiter bei Walmart einkaufen. Das Management hat außerdem bei seinen Mitarbeitern einen Stein im Brett, da diese in letzter Zeit Sonderboni bekommen haben, was die Moral hochhalten soll.

Im Geschäftsjahr 2020, das am 31. Januar 2020 endete, verzeichnete der Einzelhandelsgigant 524 Milliarden Dollar Umsätze und einen operativen Gewinn von 20,6 Milliarden Dollar. Der operative Cashflow lag bei 25,3 Milliarden Dollar. Nach Sachinvestitionen von 10,7 Milliarden Dollar war immer noch mehr als genug übrig, um die 6 Milliarden Dollar starke Dividendenzahlung zu decken.

Walmart hat in der Vergangenheit seine quartalsmäßige Dividende um einen Penny pro Jahr angehoben. Im März gab es zuletzt eine Ausschüttung von 0,54 Dollar, was einer Rendite von 1,7 % entsprach.

Dank der Ausschüttungsquote von 41 % sollte Walmart keine Probleme haben, seine Dividendenzahlung aufrechtzuerhalten. Ich sehe keinerlei Risiko, dass das Unternehmen diese kürzen könnte. Seit 1974 hat Walmart seine Ausschüttung in jedem Jahr angehoben.

Mehr als 200 Jahre Geschichte

Colgate-Palmolive wurde in den frühen 1800ern gegründet und besitzt einen bunten Strauß bekannter Marken: Dazu zählen Zahnpasta und Zahnbürsten von Colgate, Flüssigseifen von Softsoap und Palmolive und Haushaltsprodukte wie die Geschirrspülmittel von Palmolive und Ajax.

Zahnpflegeprodukte brachten 2019 46 % der Umsätze sein. Egal wie sich die Wirtschaft entwickelt, die Leute werden weiter Zahnpasta kaufen. Die Körper- und Heimpflegeprodukte standen gemeinsam für 36 %. Diese Produkte (Handseife, Geschirrspülmittel und Putzmittel) werden ebenfalls weiter nachgefragt werden. Es gab sogar einen Ansturm auf diese Produkte, da die Menschen im Moment viel desinfizieren wollen, um sich nicht mit dem Virus anzustecken. Die Nachfrage könnte infolgedessen in nächster Zeit etwas zurückgehen, doch sie wird selbst in einer Rezession nicht einbrechen.

Letztes Jahr war das Umsatzwachstum mit 1 % eher mau: Die Erlöse stiegen von 15,5 auf 15,7 Milliarden Dollar, wobei Effekte aus der Währungsumrechnung die berichteten Zahlen belasteten. Auf vergleichbarer währungsbereinigter Basis betrug das Umsatzwachstum 4 %, was schon deutlich ordentlicher ist.

Das Unternehmen generiert jede Menge freien Cashflow, um seine Dividendenzahlung zu finanzieren. Letztes Jahr sprangen nach Sachinvestitionen von 335 Milliarden Dollar 2,8 Milliarden Dollar Cashflow heraus, was für die Dividendenzahlungen von insgesamt 1,6 Milliarden Dollar mehr als ausreichte.

Die Ausschüttungsquote liegt bei 62 %, was zwar etwas erhöht ist, aber für ein Unternehmen mit so beständigen Umsatzströmen kein Problem darstellt. Colgate ist außerdem für Dividendenerhöhungen bekannt; in den letzten 60 Jahren gab es jedes Jahr eine Anhebung. Kürzlich wurde die Ausschüttung auf 0,44 US-Dollar angehoben. Seit 1895 zahlt das Unternehmen eine Dividende an die Aktionäre.

Die Dividendenrendite von 2,5 % mag nicht besonders aufregend klingen. Rechne aber mit ein, dass die Produktnachfrage konstant bleiben und die Ausschüttung wahrscheinlich steigen wird, und auf einmal klingen die 2,5 % im aktuell riskanten Umfeld recht gut. Es ist wirklich bemerkenswert, dass dieses Unternehmen seit 125 Jahren jedes Jahr Geld an seine Eigner ausschüttet.

Noch mehr stabile Marken

Kimberly Clark gibt es noch nicht so lange wie Colgate-Palmolive, doch das Unternehmen wird in acht Jahren ein Jahrhundert alt, was ebenfalls respektabel ist.

Auch Kimberly Clark hat starke Marken in seinem Arsenal. Die Produkte sind in drei Segmente aufgeteilt. Unter dem Unternehmensbereich Personal Care werden Windeln, Wischtücher und Damenhygieneprodukte unter den bekannten Marken Huggies, Pull-Ups, Kotex und Depend verkauft. Das Consumer-Tissue-Segment beinhaltet Toilettenpapier, Küchentücher und Servietten. Das geschieht unter anderem über die Marken Kleenex und Scott. In guten wie in schlechten Zeiten werden Verbraucher weiter Windeln und Papiertücher kaufen. Als Letztes gibt es noch das Segment K-C Professional, unter dem Produkte wie (Hand-)Tücher, Seifen und Desinfektionsmittel an Unternehmen verkauft werden. Dieses Segment wird ohne Zweifel den Shutdown zu spüren bekommen. Die erstgenannten zwei Segmente sind jedoch ohnehin die größten Umsatz- und Gewinntreiber: 2019 standen sie zusammen für 82 % der Umsätze von 18,5 Milliarden Dollar. Ich habe überdies keine Zweifel daran, dass die Nachfrage der Unternehmen wieder anziehen wird, sobald die Weltwirtschaft wieder öffnet.

Die Cashflow-Situation des Unternehmens ist etwas enger als die der ersten beiden, da die Dividenden mit 1,4 Milliarden Dollar nur leicht unter dem freien Cashflow von 1,5 Milliarden Dollar lagen. Die Ausschüttungsquote liegt bei 66 %. Die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens wird jedoch weiter konstant bleiben. Mit 3,2 % hat dieses Unternehmen überdies die höchste Dividendenrendite der drei hier vorgestellten.

Diese drei Unternehmen bieten Dividendenrenditen zwischen 1,7 und 3,2 %. Klar – es gibt einige Aktien dort draußen, die mehr bieten. Diese sind jedoch riskanter und die Dividenden sind weniger sicher. Ich erwarte, dass diese drei Unternehmen auch in einer Rezession gut abschneiden und ihren Investoren Stabilität und ruhige Nächte bescheren werden.

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Lawrence Rothman besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel erschien am 10. April 2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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