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Dividendenaktie BAT nach Corona-Crash: Strafe möglich! Droht jetzt ein weiterer Tiefpunkt?

Foto: Getty Images

Die Aktie von British American Tobacco (WKN: 916018) ist vergleichsweise glimpflich durch die Zeit des Coronavirus gekommen. Zwar hat es auch hier zeitweise ein deutliches Minus gegeben. Allerdings auch schnell wieder eine ordentliche Erholung in dem relativ freundlichen Gesamtmarkt in letzter Zeit.

Das defensive Geschäftsmodell als Zigarettenhersteller, die starke Dividende und die seit einiger Zeit anhaltenden Probleme und die daraus resultierende preiswerte Bewertung mögen dabei womöglich stützend gewirkt haben. Gerade in der Krise kann all das schließlich ziemlich attraktiv sein.

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Jetzt könnte sich das Blatt allerdings wenden: Zu Beginn der Woche gab es einige kritische Meldungen, wonach eine Strafe im Zuge von Ermittlungen drohen könnte. Lass uns im Folgenden einmal schauen, was Investoren diesbezüglich wissen sollten.

Im Visier der Behörden

Wie am Dienstag dieser Woche berichtet wurde, scheint BAT, wie der Zigarettenkonzern in Kurzform genannt wird, im Fokus von Ermittlungen zu stehen. Dabei gehe es wohl um mögliche Sanktionsumgehungen. Kurzfristig ist dadurch einiges an Volatilität in die Aktie eingekehrt.

Worum es genau geht, bleibt offen. Das Management bestätigte bloß, dass man mit dem US-Justizministerium und dem Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte zusammenarbeite. Ob auch eine strafrechtliche Untersuchung im Kontext dieser Ermittlungen erfolgt, wurde explizit nicht gesagt. Es sei noch zu früh, um Kommentare abzugeben, wie eine Sprecherin des Konzerns auf Anfrage mitteilte.

Schon im Rahmen des Jahresabschlusses sind diese Ermittlungen thematisiert worden. Dabei ist die Rede von möglichen Geldbußen, Strafen oder auch anderen Maßnahmen. Wobei man auch zu diesem Zeitpunkt das Schadensmaß nicht quantifizieren konnte. Es könnte jedoch wesentlich sein, wie es im Rahmen dieses Berichts heißt.

Aber was bedeutet das alles für die Dividendenperle British American Tobacco? Ist das Geschäftsjahr jetzt womöglich gelaufen und die defensive Dividendenstory kein Kauf mehr?

Es ist noch vieles offen

Grundsätzlich bleibt natürlich zunächst abzuwarten, welche Konsequenzen diese Ermittlungen nach sich ziehen werden. Festzustehen scheint dabei jedoch eines: Die Auswirkungen, sofern es welche gibt, werden mit Sicherheit nicht positiv sein. Sondern im Fall der Fälle eine Strafe oder ein Bußgeld nach sich ziehen, was das Zahlenwerk belasten könnte. Zumindest temporär.

An der grundlegenden Investitionsthese ändert sich dadurch jedoch wenig. Das Geschäftsmodell ist und bleibt kritisch und von politischen Hindernissen und Sanktionen geprägt. Womöglich sollte man die Ermittlungen in diesem Kontext einordnen. Das Umgehen von Sanktionen zeigt schließlich, dass der Markt nicht mehr so frei ist, wie das Management es offensichtlich gerne hätte.

Dennoch ist British American Tobacco bislang noch immer profitabel gewesen und ein solider Performer, der auf knapp zwei Jahrzehnte stabile und wachsende Dividendenzahlungen kommt. Und jetzt wieder günstig im Rahmen der allgemeinen Korrektur. Ob das unter Würdigung des schwierigen operativen Alltags attraktiv erscheint, ist daher eine andere Frage. Oder auch, ob es jetzt womöglich nicht bessere und trendstabilere günstige Aktien gibt.

Ein weiteres Problem

Die Aktie von BAT hat somit im Grunde eins: ein weiteres Problem beziehungsweise eine weitere Baustelle. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Zahlenwerk könnte kurzfristig durch Rückstellungen oder direkte Strafzahlungen belastet werden. Ein Einmaleffekt? Möglich.

Generell sollten Investoren jedoch lieber das Geschäftsmodell als Ganzes ins Auge fassen und schauen, ob es hier noch eine langfristige Zukunft gibt. Bei Zigarettenherstellern ist das jetzt wohl eher das Entscheidende.

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Vincent besitzt Aktien von British American Tobacco. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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