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Tesla-Aktie: Kann der E-Auto-Pionier die Coronaviruskrise überleben?

Foto: Tesla

Die Coronaviruskrise trifft die Autobranche sehr hart. In Deutschland sanken die Pkw-Neuzulassungen im ersten Quartal 2020 um 20,3 %. Allein im März 2020 betrug der Rückgang 37,7 %. Im Rest der Welt sieht es nicht viel besser aus, denn das Virus tritt derzeit überall gleichzeitig auf. So meldet beispielsweise China für den Monat Februar 2020 einen Absatzrückgang um 80 %.

Wie sollen also Hersteller wie Tesla (WKN: A1CX3T) in diesem Umfeld überhaupt noch überleben? Das Unternehmen hat gerade erst die Profitabilität erreicht und ist auf viele externe Investoren angewiesen.

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Gegen den Trend erfolgreich

Tesla überraschte in den letzten Tagen mit seiner unkonventionellen Art wieder einmal alle Beobachter. So verkaufte der E-Auto-Pionier im ersten Quartal 2020 88.400 Fahrzeuge und damit 40,3 % mehr als noch vor einem Jahr. Produziert wurden 102.672 Autos, was gegenüber dem Vorjahresquartal einem Plus von 33,2 % entsprach. In Summe stellten die ersten drei Monate 2020 für Tesla das bisher beste Quartal der Firmengeschichte dar. Zudem wurde im Januar 2020 die Model-Y-Produktion aufgenommen und bereits erste Fahrzeuge ausgeliefert.

In China konnte Tesla im März 2020, trotz eines Gesamtmarkteinbruchs um 40,8 %, 10.160 Autos verkaufen. Nur BYD (WKN: A0M4W9) setzte mit 10.433 geringfügig mehr reine E-Autos ab. Dieses Ergebnis stellte für Tesla gegenüber dem Februar mit 3.900 und gegenüber dem Januar 2020 mit 2.620 verkauften Fahrzeugen eine weitere deutliche Verbesserung dar.

Allerdings wurde das Shanghai-Werk, das insgesamt 2 Mrd. US-Dollar kostete, erst im letzten Jahr gebaut und eröffnet. Bei voller Auslastung sollen hier einmal jährlich 150.000 Wagen vom Band rollen. Dennoch ist es erstaunlich, dass Tesla bei den reinen E-Autos in China aus dem Stand einen Marktanteil von etwa 30 % erreichen konnte.

Tesla drückt auf die Kostenbremse und nutzt die Zwangspause

Dennoch ist die Krise mittlerweile auch bei Tesla angekommen. Dies ist am Absatz gegenüber dem Vorquartal erkennbar, der um 21,1 % einbrach. Tesla ist, wie alle anderen Pkw-Hersteller, auf Zulieferer angewiesen, und weil diese ihren Betrieb eingestellt haben, hat auch Tesla sein kalifornisches Werk in Fremont am 24. März bis voraussichtlich 4. Mai 2020 geschlossen. Nur Auslieferungen werden weiter fortgesetzt.

Die Einschnitte sind relativ drastisch. So werden etwa 50 % des Vertriebs- und Auslieferungspersonals vorübergehend und unbezahlt in eine Pause geschickt. Das Unternehmen rechnet zudem in den USA mit Absatzeinbußen, da die Arbeitslosenzahlen aktuell stark ansteigen und somit der Konsum deutlich leiden könnte. Für das übrige Personal, das nicht von zu Hause aus arbeiten kann, wurden ab dem 13. April Gehaltskürzungen von 10 bis 30 % angekündigt.

Ziel ist es, die Liquidität zu schonen. Trotz aller Sparmaßnahmen kann aber auch Tesla diese Durststrecke wohl nicht lange überstehen und hofft somit auf eine schnelle Wirtschaftswiederöffnung. Hoffnung macht in diesem Zusammenhang China, wo die Produktion landesweit in vielen Fällen wieder aufgenommen wurde. Die schnelle China-Werksfertigstellung könnte für Tesla insgesamt noch zu einer großen Hilfe werden. Dennoch fassen die Konsumenten auch hier nur langsam wieder vertrauen.

Tesla wäre aber nicht Tesla, wenn es die Zwangspause nicht sinnvoll nutzen würde. So plant der Autobauer in seinem Fremont-Werk für das Model Y eine Produktionserweiterung. Da die Bauanträge nicht offiziell an die Öffentlichkeit gegeben wurden, wird die Kapazität insgesamt vermutlich von 400.000 (Ende Januar 2020) auf 500.000 Wagen erweitert.

Fazit

Insgesamt hängt also auch für Tesla alles davon ab, wie lange die Wirtschaft geschlossen bleibt und wie schnell anschließend die Kunden zurückkehren, die zuvor häufig in die Arbeitslosigkeit geschickt wurden.

Wie es heute aussieht, bleibt die Komplettschließung nur für kurze Zeit bestehen, um die Wirtschaft anschließend langsam (je nach Infektionszahlen) wieder hochzufahren. Sicher ist aber auch dies nicht, sodass etwas Unsicherheit bestehen bleibt. Teslas China-Geschäft könnte in dieser Phase zu einer Stütze werden.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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