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Zalando-Aktie: Sparen! Weniger Investitionen! Weniger Konsum! Was ist los beim Coronaprofiteur?!

Foto: Peter Roegner

Die Aktie von Zalando (WKN: ZAL111) sollte eigentlich zu den klaren Profiteuren des Coronavirus zählen. Immerhin ist die Konkurrenz lediglich begrenzt vorhanden und der Onlinehandel der einzige Weg, wie Shoppingwütige jetzt ihre Bedürfnisse befriedigen können.

Allerdings, und auch das sollten wir an dieser Stelle betonen, scheint die Chance offenbar kurzfristig kleiner, als zunächst gedacht. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick darauf, weshalb derzeit die Worte „Sparen“, „weniger Investitionen“ und auch „getrübte Konsumfreude“ den Alltag prägen – und was das auch aus einem langfristigen Blickwinkel heraus für die Wachstumsgeschichte von Zalando bedeutet.

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Doch etwas mehr Krisenmodus?

Wie das Management von Zalando nun durchscheinen lassen hat, befinde man sich doch etwas im Krisenmodus. Das Unternehmen spüre die Auswirkungen dieser Pandemie. Scheinbar haben sich einige in diesen volatilen und turbulenten Zeiten ihre Lust am Einkaufen und Shoppen doch gänzlich nehmen lassen.

Doch auch hierauf möchten die Verantwortlichen reagieren. Demnach wolle man dieser Entwicklung mit Kosteneinsparungen und weniger Investitionen entgegenwirken. Bis zu 350 Mio. Euro sollen dabei insgesamt eingespart werden. Wobei auch die Verantwortlichen einige Einschnitte hinnehmen werden, wie aus gängigen Meldungen hervorgeht.

Neben Einsparungen bei Marketing, Gemeinkosten und Logistik werden die Vorstände auf 25 % ihrer Bezüge verzichten. Eine Etage tiefer wird es hingegen Einbußen von 15 % geben. Starke Schritte, die wohl eines zeigen sollen: Alle müssen in diesen Tagen den Gürtel enger schnallen, nicht bloß die Aktionäre.

Was das für Zalando langfristig bedeutet

Die spannende Frage dürfte nun natürlich sein, was das für den E-Commerce-Akteur bedeutet. Kurzfristig steht dabei wohl bereits fest: Die Umsätze für das erste Quartal werden etwas geringer ausfallen, als im Vorfeld erwartet worden ist. Womöglich wird sich diese gedämpfte Dynamik auch durch das gesamte Börsen- und Geschäftsjahr 2020 hindurchziehen. Wer weiß das schon.

Mittel- bis langfristig dürfte Zalando dennoch zum Gewinner der Coronaphase zählen. Selbst wenn das Volumen derzeit leicht rückläufig sein sollte, so besitzt der E-Commerce-Akteur dennoch einen Vorteil: Man kann überhaupt verkaufen. Etwas, das der stationäre Handel in diesen Tagen nicht kann.

Auch wenn weniger verkauft wird, so müssen möglicherweise dennoch zwangsläufig mehr Verbraucher auf Europas größten Versandhändler ausweichen. Das könnte die Kundenbasis bedeutend größer werden lassen. Wobei die frischen Zahlen natürlich zeigen werden, inwieweit sich diese These bestätigt.

Der langfristige Trend geht dabei sowieso hin zu mehr E-Commerce und Zalando kann aufgrund seiner dominanten Marktstellung im Modeversandhandel von dieser Entwicklung profitieren. Selbst ein vorübergehender Einbruch sollte der grundlegenden Wachstumsgeschichte daher nicht entgegenstehen. Wobei es natürlich schade wäre, wenn das Unternehmen jetzt nicht wie erhofft seine Stärke ausspielen kann.

Abwarten … doch der Trend stimmt!

Viel ist daher für den Moment unklar. Fest steht jedenfalls, dass auch der eigentliche Coronaprofiteur etwas im Krisenmodus ist. Mit Einsparungen an vielen Fronten soll einer moderat schwächeren Entwicklung dabei entgegengewirkt werden. Soweit zur eigentlich klaren Ausgangslage.

Selbst wenn der Wachstumskurs sich kurzfristig etwas dämpfen sollte, beispielsweise durch weniger Konsum in den unsicheren Zeiten, so steht auch die langfristige Perspektive eigentlich klar fest: Als Marktführer im europäischen Online-Modehandel besitzt Zalando jedenfalls eine starke Chance, die wiederum weiteres Wachstum nach sich ziehen kann – egal ob die Coronaphase dabei ein Katalysator wird oder aufgrund gedämpfter Konsumhaltungen eben nicht.

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Vincent besitzt Aktien von Zalando. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Zalando.

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