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Daimler-Aktie: Neues zu Dividende, Coronakrise und Gewinnen beziehungsweise Verlusten

Foto: Daimler AG

Die Aktie von Daimler (WKN: 710000) ist vom Coronavirus besonders stark infiziert worden. Die Produktion steht jedenfalls in weiten Teilen still. Automobile besitzen derzeit kaum Vertriebswege. Entsprechend ist operativer Stillstand bei dem DAX-Konzern eingekehrt.

Damit ist Daimler natürlich nicht alleine, sondern die gesamte Branche wird heftig von dem Virus getroffen. Das führt natürlich zu revidierten Prognosen, schwächeren Absätzen und operativen Einbußen.

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Aber wie stark wird der DAX-Autobauer betroffen sein? Zumindest einige Zahlen bezüglich Dividende, Coronakrise und den Auswirkungen auf das Zahlenwerk sind jetzt bekannt gegeben worden.

Die Dividende steht … ist jedoch im Vorfeld eingeknickt

Eine erste Wasserstandsmeldung betrifft zunächst die Dividende, die Daimler für das ebenfalls durchwachsene Geschäftsjahr 2019 auszahlen möchte. Wie der DAX-Konzern bereits seit einiger Zeit und noch vor dem Ausbruch des Coronavirus bekannt gegeben hat, wolle man je Aktie 0,90 Euro auszahlen. Einen Vorschlag, an dem man trotz Coronavirus festhalten wolle.

Bei einem derzeitigen Aktienkursniveau in Höhe von 28,60 Euro (08.04.2020, maßgeblich für alle Kurse) hieße das eine Dividendenrendite von 3,14 %, was sogar ziemlich attraktiv erscheint. Allerdings sollten Investoren hier zwei Dinge nicht vergessen: Zum einen ist die Dividende im Vorfeld bereits vom Vorjahresniveau von 3,25 Euro ordentlich rasiert worden. Zum anderen führt der signifikante Kurseinbruch zu dieser vergleichsweise hohen Rendite.

Jetzt davon zu sprechen, dass die Dividende sicher sei, ist daher eine signifikante Fehleinschätzung. Sicherer zwar als bei einigen anderen Konzernen, die jetzt kurzerhand die Ausschüttungen ganz aussetzen. Daimler kürzt jedoch bereits im zweiten Jahr in Folge die eigene Ausschüttung.

Schwarze Zahlen im ersten Quartal

Wie Daimler-Finanzvorstand Harald Wilhelm in diesen Tagen jedoch ebenfalls verkündet hat, werde man im Kerngeschäft voraussichtlich schwarze Zahlen schreiben. Diese Prognose betrifft dabei zunächst das erste Quartal und hier sehe man keinerlei rote Zahlen kommen. Sowohl im Pkw-, als auch im Van- und Lkw-Geschäft seien daher positive Margen vorhanden.

Und dennoch: Dass positive Margen unterm Strich übrig bleiben, lässt viel Spielraum offen. Immerhin: Ein Verlust wird es nicht werden. Allerdings hat sich das Coronavirus erst im Laufe des ersten Quartals signifikant weiterentwickelt und die ersten Wochen sind insbesondere im europäischen und US-amerikanischen Markt zunächst noch von Normalität geprägt gewesen.

Von dieser Aussage auf den weiteren Verlauf zu schließen, scheint daher noch verfrüht zu sein. Wobei ein solides erstes Quartal ohne Verlust womöglich mehr als das ist, was Investoren in den letzten Tagen oder Wochen erwartet haben.

Solides Liquiditätspolster

Zu guter Letzt verfügt Daimler über ein solides Liquiditätspolster und wird die Coronazeit womöglich gut verkraften können. Demnach fühle man sich wohl, wie Wilhelm in diesem Kontext geäußert hat. Eine Einschätzung, die die Nerven vieler Investoren beruhigen könnte.

Dabei hat sich der DAX-Autobauer in letzter Zeit eine Kreditlinie über 12 Mrd. Euro gesichert, was grundsätzlich ein bequemer Puffer sein könnte. Außerdem habe man die Kurzarbeit bis Ende April verlängert. In Anbetracht der weitgehend ruhenden Produktion eine gute Maßnahme, um Kosten einzusparen.

Daimler hat in diesen Tagen viele Maßnahmen getroffen, um die finanzielle Stabilität zu erhöhen. Wichtige Schritte, um diese Zeit aussitzen zu können.

Keine Frage: Krisenmodus!

Es ist entsprechend unzweifelhaft, dass sich Daimler derzeit im Krisenmodus befindet. Wie gesagt: Hier ist man jedoch nicht alleine, sondern auch die anderen global agierenden Autobauer und DAX-Peers verfügen über die gleichen Marktbedingungen.

Daimler wird trotzdem seine gekürzte Dividende auszahlen. Viel wichtiger ist jedoch, dass genügend Liquidität vorhanden ist und sich Investoren zunächst nicht um die finanzielle Stabilität des Konzerns sorgen müssen. Damit ist wohl eine der größeren Sorgen zunächst beseitigt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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