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5 positive Nachrichten für die Bayer-Aktie und 1 großes Problem!

Bayer - Glyphosat
Foto: Bayer AG

Bayer (WKN: BAY001)-Aktien gerieten schon vor der aktuellen Coronaviruskrise in Schwierigkeiten. Grund war vor allem die Monsanto-Übernahme und die mit ihr einhergehende Glyphosat-Sammelklagewelle. Zudem könnte sich aktuell ein noch viel größeres Problem ergeben. Dazu aber später mehr.

Daneben konnte Bayer zuletzt mit den folgenden Punkten wieder für positive Schlagzeilen sorgen.

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1. Resochin könnte bei COVID-19 zum Einsatz kommen

Dass Bayer über sehr viele wertvolle Geschäftsbereiche verfügt, ist in den letzten Monaten und Jahren zumeist in Vergessenheit geraten. So stellt der Pharmabereich viele Medikamente zur Verfügung, die Menschenleben retten.

In der aktuellen Coronaviruskrise werden weltweit alle bereits zur Verfügung stehenden Mittel auf ihre Wirksamkeit gegenüber dem Erreger untersucht, um möglichst schnell ein Medikament zu finden. Eine Impfstoffentwicklung wird hingegen wahrscheinlich noch bis Anfang des nächsten Jahres (2021) dauern.

Bayer könnte dabei eine bedeutende Rolle spielen, denn sein Malariamittel Resochin (Wirkstoff Chloroquinphosphat) hat in Tests gezeigt, dass es die Vermehrung der Covid-19-Viren im Körper hemmt.

2. US-Glyphosat-Einigung rückt näher

In den USA gehen inzwischen die Vergleichsverhandlungen im Glyphosatstreit weiter. Aufgrund der Viruskrise wird es hier allerdings zu Verzögerungen kommen. Für Bayer steht im Vordergrund, dass mit einer Geldzahlung zukünftig keine weiteren Klagen in Bezug auf den gleichen Anklagepunkt erhoben werden können und alle aktuellen Klagen geschlossen werden.

Nach Berichten des „Wall Street Journal“ hat sich Bayer bereits mit sechs Anwaltskanzleien auf eine Zahlung von etwa 10 Mrd. US-Dollar verständigt. Wahrscheinlich geht es derzeit nur noch um Details in der Einigung. Für Bayer wäre die Fallschließung eine Erlösung.

3. Weiterer US-Glyphosat-Vergleich bereits geschlossen

In einer weiteren Klagewelle musste sich Bayer gegen eine fragwürdige Bewerbung seines Unkrautvernichters Roundup (Glyphosat) verteidigen. Auf den Etiketten des Produkts wurden nach Ansicht der Kläger Gesundheitsrisiken nicht deutlich genug hervorgehoben.

Diese Klagen konnte Bayer nun mit einem verhältnismäßig kostengünstigen Vergleich in Höhe von 39,6 Mio. US-Dollar befriedigen. Auch dieser Prozess belastete den Konzern schon mehr als zwei Jahre und wurde nun positiverweise aus der Welt geschafft.

 4. EU-Zulassung für Darolutamid

Positiv wirkt sich für Bayer weiterhin die Zulassung seines Prostatakrebsmittels Nubeqa® (Darolutamid) bei Patienten mit nichtmetastasiertem, kastrationsresistentem Prostatakarzinom und hohem Metastasierungsrisiko in der europäischen Union aus.

Die Zulassung beruht auf der Phase-III-Studie ARAMIS, die eine deutliche Verbesserung des metastasenfreien Überlebens unter Darolutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) gegenüber einem Placebo plus ADT und darüber hinaus eine höhere Sicherheit zeigte. Prostatakrebs ist weltweit die zweithäufigste Krebsart bei Männern. 2018 erkrankten Schätzungen zufolge weltweit etwa 1,2 Mio. von ihnen daran.

5. Gerinnungshemmer Rivaroxaban mit positiven Studienergebnissen

In einer kürzlich veröffentlichten Phase-III-Entwicklungsstudie erwies sich Rivaroxaban (Xarelto®) gegenüber Enoxaparin als effektiver. So wurden unter Xarelto-Einsatz nur bei 0,24 % der Patienten schwere venöse Thromboembolien festgestellt, während es in der Vergleichsgruppe mit Enoxaparin 1,10 % waren. Weiterhin zeigte sich, dass bei Patienten mit Beindurchblutungsstörungen und entsprechender Operation, das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko gesenkt werden konnte.

Aber es gibt derzeit immer noch ein Hauptproblem mit der Bayer-Aktie.

Zu hohe Verschuldung problematisch

Wir erinnern uns, dass schon viele große Konzerne in Krisen in Schwierigkeiten gerieten, weil sie in dieser Zeit mit zu hohen Schulden beladen waren. Ähnlich ist die Situation derzeit bei Bayer. Zum Jahresende 2019 standen Nettoschulden in Höhe von 34,07 Mrd. Euro einem Kassenbestand von nur 4,05 Mrd. Euro gegenüber.

Zwar möchte Bayer die Schulden weiter reduzieren, aber sollten in diesem Jahr aufgrund des Wirtschaftsstillstandes vielleicht Verlust eintreten, wird dies schwierig. Darauf gilt es zu achten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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